Montag, 25. April 2005
blörp.
essen ist was feines. kochen auch. und ab und an muss der tiefkühlschrank , der meist proppenvoll ist, abgetaut werden. also machte sich frau kelef rechtzeitig auf die suche ein ein paar hungrigen gästen, verdonnerte diese zu einem erscheinen am samstag 17.00 uhr, und unternahm eine kontrolle des besagten schrankes.

fundstücke:
lammleber
kalbsnierchen
steaks
putenfleisch
ein stückchen hirschgeselchtes

freitags zum auftauen rausgelegt.

samstagsgestaltung dann wie folgt:

wegen der vitamine und der samstagsportion faschiertem für die hunt dann vormittag den markt aufgesucht.

fundstücke:
vier dunkelrote pelargonien
vier stöckchen elfengold
ein rosmarinstock (der alte ist noch auf winterfrische)
petersilie
vogerlsalat
rucola
bärlauch
kresse
klitzekleine heurige erdäpfel
marchfelder spargel
radieschen
paradeiser
jungzwiebel
junger knoblauch
ganz kleine champignons

und schon konnte mit der wichtigsten tätigkeit begonnen werden: blumen ein- und umtopfen, blumenkästen warten, alles unter der tatkkräftigen hilfe des katz.

dann geputzt, erde aus der küche, hunde- und katzenhaare aus den teppichen und möbeln, vogelfedern aus überall entfernt. voliere geputzt. noch einmal einkaufen gegangen, weil, da war kein vogelsand. noch einmal staubgesaugt, weil, um diese jahreszeit werfen hunt und katz mit haaren.

oh, kochen wollte ich auch noch.

die erdäpfelchen also flugs gewaschen und zum kochen aufgestellt, den spargel geputzt und ebenfalls zum kochen geschickt, mit limettensaft, salz und etwas zucker im kochwasser.

vier eier hartgekocht, eins an die finken gespendet.

salat gewaschen, geschleudert, küche klatschnass und natürlich nicht alles aufgewischt - und nein, ich habe keine salatschleuder und ich will auch keine, ein sauberes geschirrtuch reicht. und die letzte übersehene wasserpfütze können ja die gäste mit den socken aufwischen.

rucola und vogerlsalat gezupft, radieschen geschnitten, in die grosse salatschüssel hinein, kresse und die geschnippelten harten eier darüber, durchgemischt, dazu dann wahlweise roten oder weissen balsamico-essig, gewürz-olivenöl oder kernöl.

und natürlich kriegt die hunt auf das faschierte viel durst und muss 10 minuten vor eintreffen der gäste auf's wiesi, dringend. gäste also vor der haustür gerade noch eingefangen. selber komm ich ja immer so 10 - 15 minuten später, und dann vergess ich auch noch vorzuwarnen, dass die hunt sich immer die besten zeiten aussucht.

vorspeise dann:
spargel mit hirschgeselchtem, frisches weissbrot, sauce tartar.

zwischengericht:
der salat, w.o. beschrieben.

die lammleber im ganzen in wenig butter angebraten, dann in rotwein gedünstet.

die nierchen blättrig geschnitten, grosszügig das nicht für den topf bestimmte gerecht an die billigen plätze gegeben, in butter angeröstet, senf, jungzwiebel, majoran, pfeffer, mit bier aufgegossen.

das putenfleisch ebenfalls angebraten, senfpulver, etwas sardellenpaste, ein happerl junger knoblauch, schwarzer pfeffer, etwas weisswein, als das fleisch durch war ordentliche portion grob geschnittenen bärlauch noch eine minute mitziehen lassen, schlagobers dazu, umrühren, auch fertig.

die steaks (lungenbraten vom jungrind) einfach in die heisse pfanne mit ganz wenig butter, von beiden seiten braten. auf dem teller dann noch ein trüfferl darüber gerieben.

die erdäpfelchen in der zwischenzeit: wasser abgegossen, in den topf zurück (nicht geschält), und auf kleiner flamme bei geschlossenem deckel vorsichtig anbrennen lassen, dabei den topf immer wieder schütteln damit auch alle schwarz werden wie vom grillrost. wenn alle schwarze stellen haben, etwas butter dazu, salz und viel frischen rosmarin, und weiter heiss halten.

die champignons putzen, kalt waschen, im ganzen in einen heissen edelstahltopf werfen, salz und zitronensaft dazu. auf kleiner flamme dünsten, nach zehn minuten wasser abgiessen, etwas butter und grob gehackte petersilie dazu.

gesalzen wird das fleisch übrigens erst auf dem teller.

alles auf und um den tisch gepappt, und dann war die unterhaltung beschränkt auf "kann ich mal noch" und "gibst du mir bitte" beschränkt.

dazu genügend budweiser vernichtet, zwischendurch mussten wir leider schon mit dem schnaps beginnen, wegen der zerteilungshilfe.

als nachtisch dann die formidablen kirschmuffins, die als gastgeschenk mitgebracht worden waren - sehr fein waren die. sowas bring ich ja leider überhaupt nicht fertig, meine mehlspeisen sind - na ja, besser ich werf die zutaten gleich vor dem backen weg.

dazu espresso.

und noch ein paar schnäpse.

ich find das nett, wenn die leut ordentlich essen und trinken - das hält leib und seele zusammen, wie man so sagt. und bereitet den boden für nette unterhaltungen, mit ein bisserl wissensaustausch - lernen kann man ja immer was - und ein wenig keppeln über die anderen, und so, und wir haben sicherlich alle sehr, sehr gut geschlafen.

wirklich nett, solche veranstaltungen.

einen teil der reste heute noch an frau kitsch verabreicht, die gestern nicht kommen konnte.

lobend erwähnt werden muss hier auch die erziehung, die die hunt dem katz angedeihen liess: er benimmt sich wirklich ordentlich, und die hunt ist sowieso die bravste der welt. ein wenig produziert haben sie sich, wie die kleinen kinder, aber so soll es ja auch sein.

note to myself: das nächste mal nicht vergessen den wiesengang mit einzuberechnen wegen der hundeblase, und den gästen auftragen, weite hosen anzuziehen oder am besten gleich im jogginganzug zu erscheinen, wegen der bequemlichkeit.

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