Donnerstag, 21. September 2017
in die luft sprengen und/oder umziehen
sind natürlich optionen. wobei ersteres zweiteres zwingend nach sich zöge.

klar habe ich darüber nachgedacht, und natürlich habe ich verschiedene denkmodelle in petto, um das höflich zu umschreiben.

jedoch: die wohnung ist ziemlich ganz genau das, was ich wollte und will. meine alten bis uralten möbel passen herein. der rest ist von diversen herrgottsschnitzern et moi massgefitzelt. ich hab eine unmenge hirn, kohle, zeit und arbeit hereingesteckt. und eine vermutlich noch viel grössere menge nerven, ganz abgesehen von geduld und langmut.

ich hab bei jedem einzelnen trumm hier lange und sorgfältig darüber nachgedacht, ob, warum, wielange ich damit leben möchte, und ebenso sorgfältig einen platz dafür gesucht resp. geschaffen. das war nicht immer einfach, aber letztlich von erfolg gekrönt.

dass an der wohnung eine menge verbesserungswürdig ist, weiss ich selber, aber es stellt sich in solchen fällen ja immer die frage nach der sinnhaftigkeit in relation zum einsatz - und mit manchen dingen kann man durchaus leben. eine änderung, die am konzept allerdings nix ändern könnt, würde eine unmenge geld und arbeit kosten, letztlich kriegten weder ich noch meine erben was dafür, und der hausbesitzer würde - mit fug und recht - sowieso alles wieder herausreissen.

ich bin in diesem bezirk aufgewachsen, fünf gassen von hier, ich hab an der schule in dieser gasse die matura gemacht, meine tochter ebenso. ich kenn die diversen kompetenzzentren zum einkaufen, auf dem markt, in den stammbeiseln. auf der gasse wird der jeweilige hund seit immer mit namen begrüsst und kriegt im lokal automatisch die wasserschüssel hingestellt bevor ich was bestellt hab. man weiss, was ich kauf/bestell/mag und gibt mir im zweifelsfall was anderes mit dem vorsichtigen hinweis "heute kaufst du diese paprika" oder "vera hat gesagt heute gibt es cordon statt hendl" - vera ist die köchin und kennt mich ebenfalls.

die u6 ist 600 m weit entfernt, der markt 800 m, die fussgängerzone 200 m. der meidlinger bahnhof - von dem aus man quasi in die ganze welt fahren kann - 700 m. ums eck ist das lieblingseisgeschäft, betrieben von einem politologen und einer ernährungswissenschaftlerin, die gemüseleute des vertrauens haben ein abgeschlossenes sportstudium hinter sich, und das geschirrgeschäft, in dem meine grossmutter schon die besonders guten sachen kaufte, wird bereits von der 4. generation betrieben (ja, ich kenn die leut' hier).

dazu kommt, dass ich gegen alles mögliche allergisch bin, also: kein formaldehyd (nein, auch nicht in den möbelteilen), kein nitro (nein, auch nicht im lack), kein zement/gips (nein, auch nicht in rigips-wänden), gerne kühl (daher wohnung im ersten stock über der einfahrt), luft muss sein (daher drei fenster jeweils gegenüberliegend), zentral begehbar und die küche weder im wohnzimmer noch extra abgeschlossen (daher hier: durchgangsküche, mit extra zwischengeschalteter "schnaps-ecke" aka sitzecke zwischen vorzimmer und küche, durch welchletztere man ins wohnzimmer gelangt). man kann im kreis laufen und das schlafkabinett ist extra auf der seite, kann man daher auch quasi vom rest der wohnung trennen. und das alles auf 60 m² - mir und den viechern reicht es, für kleine besuchsgruppen reicht es auch.

ich hab eine tochter, zwei neffen und eine nichte (in reihenfolge der geburten), wenn die alle gleichzeitig kommen, womöglich auch noch mit partner/in, dann ist die wohnung ausser für eine stehparty sowieso zu klein. für ein stundenlanges gemütliches plauscherl mit vollem magen ist hingegen ausreichend platz.

warum, in drei teufels namen, sollte ich also umziehen? jetzt, im zarten alter von 64? bis ich mich irgendwo wieder etabliert hab dauert das jahre, und wer, bitte, zahlt das denn?

ich geh jetzt übrigens eine runde mit mademoiselle, lad sie auf ein eis ein und dann schleif ich die restlichen messer, der nächste mittwoch kommt bestimmt.

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alles vertagt
auf den nächsten mittwoch. dann kommt sich l'impresario alles live und in farbe anschauen - zum wie vielten mal eigentlich?

heute vormittag - nachdem die sehr nette frau m. im büro doch gemeint hatte, diese woche käme keiner mehr auf die baustelle - hat man hier geläutet und geklopft, aber hat keiner aufgemacht oder geantwortet, weil: war keiner da. weil frau kelef das telefon nicht immer in der hand hat beim gassigehen oder beim einkaufen.

nun denne.

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Mittwoch, 20. September 2017
l'impresario
will - und jetzt nicht, dass frau kelef das nicht verstehn taten täterte - die altmieter loswerden. insbesondere die, was ebenfalls klar ist, keine erhöhte miete zahlen wollen. weil: mer ham a mietgesetz, das gilt auch hier in st. meidling.

und jetzt nicht, dass frau kelef nicht verstehn taten täterte dass sich mit den ururalten mieten, die für urehemalige substandard-wohnungen (ohne wasser, ohne klo, ohne heizung, gerne auch ohne fussboden oder fenster) verrechnet werden, kein haus erhalten lassert. das erklärt sich, bitte, von selbst. rechnen kann jeder.

aber: einen mieter, der seit mehr als 50 jahren hier wohnt, aus dem haus kriegen wollen mit dem argument, dass ihn niemand hier antrifft, während ebenderselbe mieter immer wieder subito wasserschäden meldet, mit den handwerkern (die ihn nicht kennen, weil: interessenskonflikt) diskutiert ob der zu erledigenden restaurierungsarbeiten, der in der zwischenzeit den 5. (in worten: fünften!!!) wasserdurchbruch in der wohnung hat weil schlechte isolierungs-/abdeckarbeiten etc., rausklagen zu wollen, je nun: schlechter plan.

gerade eben vorhin wie im schnitt alle 2 wochen oder öfter sass der f.f., der sich in der zwischenzeit vor frau kelef auch nicht mehr fürchtet, weil: er hat ja keinen grund, bei ebenderselben frau kelef in der schnaps-ecke bei speck und käse und weintrauben.

stellt sich die frage, ob wir das nächste mal l'impresario et fils fernhallofonisch benachrichtigen und einladen sollen.

der f.f. und mademoiselle kiki, die in der zwischenzeit so wie dat julchen (aka die berufszicke die man selten sieht), grosse fans vom f.f. sind (gott, was kann der die viecher kraulen ...), sind der meinung, man müsse die gäste selektieren.

damit kann frau kelef leben, und schleift die messer. man weiss ja nie wann der f.f. wieder gusto auf ein paar stückerln speck hat, oder was dachten sie denn???

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Dienstag, 19. September 2017
erstaunen macht sich breit
gerade eben vorhin fragte frau kelef telefonisch im büro von l'impresario nach, ob man schon was neues wisse.

die sehr nette junge frau m., die dort das telefon und den rest des büros hütet, versicherte dass sie mit dem jüngeren fils gesprochen hätte, der wisse nix von einer änderung, es würden kommen: fenster und türe, so wie seinerzeit besprochen.

wenn was falsches bestellt worden sei, dann müsse das halt zurückgeschickt werden oder erst gar nicht geliefert, allerdings: die chose verzögert sich halt dann.

sie werde, versicherte die sehr nette junge frau m., ein wenig vorarbeit leisten und sehen, dass sie alle informationen quasi flächendeckend an die diversen bauleiter und subbauleiter weiterleitet.

in der zwischenzeit ist frau kelef immer mehr der meinung (und die hat sie, wie man sich vorstellen kann, auch mehrfach zum ausdruck gebracht) dass es sich bei der sache um eine späte rache des bebrillten gargamel aka ar(s)chitekt handelt. dem ist, nach den erfahrungen die hier gemacht wurden (stichwort: kaminschleifen) sowas durchaus zuzutrauen.

nächste woche mittwoch, am 27.09., ist wieder bauleitungsbesprechung. den termin wird sich frau kelef im kalender rot anstreichen, denn nach den letzten aussagen des bauleiters kommen die fenster und türen: am 29.09., also zwei tage später ...

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