Donnerstag, 22. Dezember 2005
die meisterköchin ist wieder da.
http://mange.antville.org
das freut mich sehr.

aber was mir nicht gefällt, ist der ausdruck "arme-leute -küche".

das ist einfach bähhh.

wie auch immer man diese rezepte bezeichnen mag, das trifft es einfach nicht.

die in allen ländern der welt als solche bezeichnete ist ja eigentlich nichts anderes als der urpsrung der wirklichen küchenkreativität, der ursprung der rezepte, die wurzel(n) der höheren küchenlehre.

als solche sollte diese rezepte auch gewürdigt werden.

krautfleckerln, kaiserschmarrn, kartoffelpuffer, himmel und erde, zwetschgenröster, pasta & pesto, grammeln und grieben, et al., köstlich und einfach, die qualität immer definiert durch die qualität der grundbestandteile, nicht der vorbeigetragenen aromen.

vielleicht sollte man einmal so eine rezeptsammlung zusammenstellen?

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übersiedlungen
sind ja so eine sache, frau syberia leidet gerade schwer darunter: http://www.hackblog.de/2005/12/21/ich-krieg-die-krise.

wer schon mal übersiedelt ist, kann ein lied davon singen, wer mehrmals übersiedelt ist, ganze opern.

frau kelef ist ja auch schon mehrfach übergesiedelt, so im laufe des lebens, und hat eine gewisse übung darin. das hat sich auch immer sehr bewährt, sie braucht relativ wenig übersiedlungskartons, und im allgemeinen hält sich auch das entstehende chaos in leicht überschaubaren grenzen.

aber der zustand von frau syberias badezimmerschrank rief eine der übersiedlungen der besonderen art wieder in bunten farben ins gedächtnis zurück.

vor vielen vielen jahren, als frau kelef noch jung und schön, die welt in ordnung und überhaupt alles viel besser war, ja, da begab es sich dass die agentur, bei der frau kelef arbeitete, aufgrund neuer steuerlicher zusatzabgaben, die dem staate gefielen, wie so viele andere agenturen des landes auch in finanzielle nöte geriet. frau kelef also meinte "scheffes, da is nix mehr zu retten, setzt mich an die frische luft", und also geschah es.

frau kelef suchte daher einen neuen job, und liebäugelte mit einemsolchen in der verwaltung eines österreichischen grossunternehmens in weissrussland. prompt bot ihr ebendieses unternehmen einen job in der - damals noch existierenden - ddr an. war ja fast das gleiche.

leider schaffte es das grossunternehmen nicht, die notwendige arbeitserlaubnis rechtzeitig (normaldauer damals 2 bis 3 monate) zu beschaffen, und so besorgte sich frau kelef binnen 24 stunden (normaldauer damals 6 monate) ein besuchervisum für die einreise in dieses schöne land. und nein, ich erzähl ihnen hier nicht wie das ging, man weiss ja nicht, ...

mit einpacken war nicht viel, also holterdipolter das wichtigste in den lada (anm.: das ist ein auto) gepackt und los. natürlich ist die kürzeste strecke von wien nach frankfurt/oder (quer durch die damalige tschechoslowakei) nicht die, die man fahren durfte. wir mussten über suben, dann quer durch west, dann bei hof über die grenze, dann transit durch ost, richtung berlin, berliner ring, und dann noch das kleine stückchen nach frankfurt, und dann richtung eisenhüttenstadt. war nur ein umweg von ein paar hundert kilometern.

jedenfalls, also hin mit dem lada. dieser war ja nun für derartige gewaltstrecken (kind blieb in wien, daher waren so oft wie möglich die jeweils über 1.000 km für ein verlängertes wochenende herunterzuspulen) nicht das geeignetste gefährt. also kauften wir in berlin einen mercedes 280 se, 1.650 kg totgewicht, ein schlachtschiff mit ungeheuer viel stauraum. der plan war: wir teilen uns die autos, wer nach österreich fährt nimmt den mercedes, lada bleibt in ost.

der mercedes bekam ein zollkennzeichen, damit hielten sich auch steuern etc. im rahmen.

das tanken war schwierig bei den ersten malen an der kleinen tankstelle in eisenhüttenstadt, der tankwart suchte verzweifelt wohin das benzin liefe - der wagen hatte einen zweiten tank, 160 liter in einem einzigen pkw erzeugten eine panikattacke bei dem armen mann. aber ich schweife ab.

also hin mit lada, und dann nach zwei wochen zurück mit mercedes, zum übersiedeln.

wie das so ist, gab es natürlich nicht nur viel mitzunehmen, sondern auch viel mitzubringen. war ja kein problem mit dem riesenauto, in dem nur zwei personen sassen.

da es im camp auch west-tv gab, war auch eine genehmigung zur mitnahme des kleinen tv-gerätes und der stereoanlage beantragt und erteilt worden, ebenso für frau kelefs nähmaschine. diese genehmigungen wurden fein säuberlich ausgestellt, mit seriennummer, alter, rechnungskopie, etc., wie es sich gehörte damals.

alles eingepackt, resp. voraussehend mehr oder weniger lose in den kofferraum gestellt. dazu gesellten sich schallplatten, kassetten, paar dekorationsdinge, bilder, bücher, schuhe, kleider, wäsche, und was man sonst noch so braucht.

auch einen ausflug auf den naschmarkt machten wir noch, zwecks mitbringung von bestelltem käse, leberkäse, zu füllenden eingelegten weinblättern, selchwürsten, speck, obst und gemüse, in mehrere bananenkartons verpackt, olivenöl, rotweinessig, und was sich sonst noch so fand in der geschwindigkeit. schnaps, fischkonserven. oh, und ein paar flaschen wein. was auch immer der arbeiter- und bauernstaat als gumpoldskirchner verkaufte, war definitiv keiner.

der mercedes war eigentlich ziemlich vollgeräumt, als wir losfuhren. entlang der donau richtung suben, dort mal die ganzen papiere bewundert (für die nähmschine eine einfuhrgenehmigung???) einmal von den österreichischen, dann von den deutschen zöllnern, quer durch das schöne deutschland richtung hof. mit so einem mercedes fährt man ja bequem, und so stiegen wir auch ordentlich abwechselnd aufs gas, weil, wer kontrolliert schon einen mercedes mit ddr-kennzeichen.

an der grenze angekommen, stellten wir uns einmal brav in der reihe an. auf dem lkw-parkplatz, denn pkw war nur bis 1.000 kilo. das war nicht gut.

dass wir uns bei einreise anstellten, auch nicht.

wir warteten die üblichen drei oder vier stunden, bis wir an der reihe waren. kann sich jemand noch erinnern, wie die grenzstellen aussahen? in hof gab es jedenfalls mitten in der pampas, sozusagen, tische, auf denen die zu kontrollierenden dinge aufzubauen waren (also alles).

an diesem tag müssen sie jemand gesucht haben, oder zwickten den obermufti die hämorrhoiden, oder hatte er zoff mit seiner frau, ich weiss es nicht.

was ich genau weiss, und nie vergessen werde, ist:

er öffnete den riesigen kofferraum, blickte hinein, sah den fernseher, und sagte: "damit komm' sie bei mir nicht rein." wir wiesen ihm die visa vor, die einfuhrgenehmigungen des binnenzollamts frankfurt/oder, die arbeitsgenehmigungen, sogar die genehmigung, etwaige organstrafen in ostmark bezahlen zu dürfen, er sagte: "nee."

wir baten, wir flehten, dann entdeckte er mein besuchsvisum, irgendwie stellte er fest, dass es kein erst-nach-sechs-monaten-warten-erhaltenes war. und dann war es aus.

herr obermufti rief drei untermuftis, und mit vereinten kräften kontrollierten sie den wageninhalt. zu diesem behufe räumten sie den wagen aus, und alles auf die tische unter den milde leuchtenden bogenlampen (in der zwischenzeit war es finstere nacht geworden). und es ward auch finster in unseren herzen.

die vier muftis kontrollierten alles. dazu öffneten sie alles: die zahnpastatuben, die olivenölflaschen, die deckel der geräte, jede schallplatte, jede kassette. die schachtel mit den stecknadeln wurde ausgeleert, ebenso die mit den tampons, das glas mit den eingelegten weinblättern sabberte über den leberkäse, frau kelefs unterhosen schlangen sich mit den socken tröstend um die selchwürste, während paradeiser und paprikas in den büstenhaltern unterschlupf suchten. die schuhe wurden mit hautcreme imprägniert, und die seidenbluse erhielt ein hübsches ketchup-dekor, während der fernsehapparat sich am echten gumpoldskirchner gütlich tat.

dann wurden - wie nicht anders zu erwarten - die sitze ausgebaut, und das benzin abgelassen. der ölmessstab liess traurig einen tropfen nach dem anderen auf die stoffbezüge der autositze fallen.

punkt mitternacht stellte der obermufti fest, er hätte nichts gefunden, wir dürften jetzt wieder alles einpacken. mit zitternden händen leerten wir das benzin in den tank, verbrachten den ölmessstab an seinen angestammten platz zurück, bauten die sitze ein, und knallten dann alles was uns in die finger kam in welcher reihenfolge auch immer in die karre.

einreisen durften wir aber nicht. der obermufti beauftragte uns, transti nach berlin zu fahren und dort über drewitz einzureisen.

zu diesem zeitpunkt waren wir schon an die 24 stunden utnerwegs, und sollten eigentlich ein paar stunden später in eisenhüttenstadt mit der arbeit beginnen.

handys gab es ja noch keine, also begaben wir uns auf die transit-autobahn, fuhren bei der nächsten raststelle (restaurant geschlossen, natürlich) ab und parkten den wagen und kippten die liegesitze zurück und pennten eine runde, in dem ganzen durcheinander aus wäsche und lebensmiteln und geräten und so.

mehrfach während des albtraumhaften dösens hatte frau kelef den eindruck, jemand beobachte sie dräuend. sie tat dies als paranoid-schizoide folgeerscheinung der vorangegangenen ereignisse ab.

es war april. die sonne schien und die vögel sangen, als wir aufwachten. neben uns stand ein wagen der vo-po, und zwei volkspolizisten beobachteten uns. einer schrieb in ein buch.

wir taten, als ginge uns das alles nichts an, und betraten das in der zwischenzeit geöffnete restaurant. dort reichte man uns eine riesenspeisekarte, aber ausser kaffee, tee, brötchen und soljanka gab es nichts. wir riefen an anserer arbeitsstelle an und meldeten uns auf unbestimmte zeit scheintot. die v-pos frühstückten ebenfalls, beide schrieben in bücher.

frau kelel warf im waschraum einen blick in den spiegel, der daraufhin klirrend zu boden fiel. etwas kaltes wasser im gesicht - der kamm war irgendwo abhanden gekommen - änderte den zustand nicht wesentlich.

im vorraum des restaurants, beim verlassen ebendesselben, hörte ich plötzlich "dich trifft man aber auch überall". ein kollege aus dem konservatorium, in der zwischenzeit mitglied der "ersten allgemeinen verunsicherung", mit der gesamten band auf dem weg zu einem gig in berlin. alle grüssten, und fragten, und konnten es nicht glauben. die leute, denen mein ex-kollege die geschichte dann erzählt hat, auch nicht. und die vo-pos hörten nicht auf zu schreiben.

wir fuhren dann transit richtung drewitz. das vo-po-auto mit den beiden polizisten immer dicht vor, hinter, neben uns. der, der nicht lenkte, schrieb.

in drewitz angekommen wurden wir aufgefordert, das auto auszuräumen. nach der kontrolle (so penibel wie in hof) durften wir wieder einräumen. die dortigen grenzpolizisten hatten überhaupt kein problem mit den elektrischen geräten, den lebensmitteln, oder sonstwas. nur mit dem auto. wenn frau kelef mit dem lada eingereist sei, müsste sie mit dem lada wieder ausreisen und dann mit dem lada wieder einreisen.

zur bewerkstellung dieses vorhabens riefen wir also in eisenhüttenstadt an, jemand möge mit dem lada nach berlin, drewitz, kommen.

nach ein paar stunden war es soweit (merke: 100 km auf der autobahn, wendestellen auf der autobahn, 30-km-beschränkungen auf der autobahn): frau kelef wurde gestattet, im niemandsland von transit nach transit zu schreiten, wo der den lada gebracht habende im niemandsland verweilte. dann reiste frau kelef mit dem lada aus dem arbeiter- und bauernstaat aus.

dann wurde alles, aber auch schon alles, aus dem mercedes in den lada gepackt. das geht nicht? frau kelef hat übung.

der autobringer durfte per pedes aus niemandsland nach ost, und dort in den mercedes steigen. der fahrer desselben hatte in der zwischenzeit einreisen dürfen.

dann musste frau kelef nach westberlin einreisen, die stadt durchqueren, und über charlie wieder in die ddr einreisen. und weil sie sich ja ein paar stunden im bösen westen befunden hatte, wurde in charlie wieder kontrolliert.

dass bei den meisten umpackübungen mindestens einer mitgeschrieben hat, ist verständlich.

in eisenhüttenstadt angekommen konnte die hälfte der übersiedelten kleidung und lebensmittel entsorgt werden. der fernseher wurde trockengelegt, die richtigen deckel auf die geräte geschraubt, die hautcreme von den schuhen gekratzt, und was sonst noch so anfiel.

die show hat über 48 stunden gedauert. unsere spitzenzeit haus-haus lag später bei 9,5 stunden.

bis heute werden vermisst: zwei flaschen gumpoldskirchner, ein paar kilo obst und gemüse, einige paar würstl, und ein grosses stück vom speck (wer auch immer den angeschnitten hat), ein neues paar sportschuhe und ein paar weitere kleinigkeiten, die frau kelef sicherheitshalber vergessen hat.

erzählen sie mir nichts vom übersiedeln. danke.

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Dienstag, 20. Dezember 2005
kann kein wässerchen trüben


dat julchen.

sagt sie.

hat ja jeder ein recht auf eigene meinung.

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weihnachtsmenü
heuer sehr beliebt, wenn ich den referrern trauen kann:

rehrücken
mozartknödel
putenkeulen
putenbrust gefüllt
hirschrücken oder -ragout
rumkandis

na dann mahlzeit, herrschaften.

hier gab es zu weihnachten immer kalte platte, weil man nie weiss wer nicht vielleicht doch kommt oder auch nicht.

fleisch und wurst kann man immer frisch aufschneiden, wer hunger hat nimmt sich wann und was er will, ohne zeitdruck.

wichtiger bestandteil sind weiters russische eier, verschiedene käse, salat, gutes brot.

wird heuer nicht anders werden, kochen ist mir sowieso zu aufregend und zu verletzungsträchtig im moment.

für die tiere hier ein wenig rohes rindfleisch, wurst und käse kosten die auch gerne, die piepkis grüne hirse.

feiner wein ist auch noch da - nicht für die tiere.

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den schuster-flurl
hab ich hier ja schon einmal vorgestellt: http://gastgeberin.blogger.de/stories/298072

hier sehen wir ihn auf einem alten plakat, vor den resten eines kohlenmeilers von anno dazumal:


stocknüchtern und in arbeitskleidung. wenn es sonst keine arbeit gab, verdingte sich der flurl nämlich auch als köhler, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen.

die holzkohlegewinnung findet heute immer noch so statt wie damals. eine mühselige, langwierige sache, die viel gefühl und erfahrung und sachverstand erfordert. an der strasse von rohr im gebirge richtung kalte kuchl: http://www.kaltekuchl.at/ stehen noch immer aktive meiler. der geruch, der dann durch die gegend zieht erinnert mich immer daran:

die langmeiler stellen eine besonderheit der gegend dar, die sind nicht so oft zu finden. in der volksschule (klosterschule) bescherte mir diese tatsache eine böse woche. im unterricht wurde eben die holzkohlegewinnung behandelt, und die "liebe schwester" meinte wie immer, wenn jemand dazu was beitragen könne ... ich also zu vattern "kannst du bitte ...", am folgenden wochenende darauf fuhren wir sowieso zu den grosseltern. auf zum flurl, und der erklärte mir ganz genau wie das gemacht wird. ich bekam auch eine schöne zeichnung mit, und ging dann damit ganz stolz in die schule. die "liebe schwester" allerdings kannte nur rundmeiler, und folglich stiess mein beitrag nicht gerade auf gegenliebe. in der folge verbrachte in eine woche lang auf der eselsbank in der letzten reihe, zur strafe für versuchte verbreitung von unwahrheiten, noch dazu im unterricht. .
mein vater hatte erst tage später zeit, die sache bei der "lieben schwester" klarzustellen, die zeichnung hatte sie weggeworfen, und entschuldigt hat sie sich nicht, auch nicht im unterricht erwähnt dass sie sich, nun ja, geirrt hatte. meine einstellung zu christlichem gedankengut und ordensschwestern hat dieses vorkommnis nicht wirklich positiv beeinflusst.

wer zeit hat und interesse und zufällig in der gegend ist sollte sich im sommer das freilichtmuseum in der kalten kuchl ansehen. prof. thron hat dort viel interessantes zusammengetragen. ist immer wieder gut daran erinnert zu werden, wie anders das leben früher war.

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Montag, 19. Dezember 2005
hasi, schreib das auf.
mein liebster freund hat schon oft gesagt: hasi, schreib ein buch. andere leut machen weltreisen und weiss der teufel, und bei dir passieren die unglaublichsten geschichten sozusagen im wohnzimmer.

sag ich: die geschichten glaubt doch keiner.

sagt er: hasi, dann brauchst kein schlechtes gewissen haben dass sich wer betroffen fühlt.

so ist das. trotzdem kann ich viel nicht erzählen oder aufschreiben, oder besser: noch nicht öffentlich. wird aber auch noch kommen.

derzeitiger status: es ist mir schlichtweg zu blöd, mir geschichten auszudenken die die anderen glauben können, nur weil sie sich nicht vorstellen können dass andere anders sind als sie selbst. und dan müsste ich mir die geschichten, die ich massgeschneidert erfinde für die verschiedenen charaktere auch noch entsprechend zugeordnet merken. nein danke. das wären fortsetzungsromane ungeahnter ausmaße. ich zieh mich dann lieber mit "aber das ist eine andere geschichte" aus der affäre.

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erkenntnisse des umfelds
frau kelef heisst nicht umsonst so.

eichkätzchen beissen sich an kokosnüssen konzeptionell die zähne aus, mindestens.

mit kokosnüssen kann man eichkätzchen erschlagen.

es gibt leute, die sagen, was sie denken, und meinen es auch so.

wie der schelm ist, so denkt er von den anderen.

man soll nie von sich auf andere schliessen.

wenn man es gleich mit der wahrheit versucht, erspart man sich sehr viel.

es gibt menschen, die kann man einfach nicht erpressen.

manche schüsse gehen nach hinten los.

es sind schon hausherren gestorben.

you should never judge my judgement.

jeder hat andere prioritäten.

und nach der evolution kommt die revolution, und dann kommt die evolution, und dann ... (aber das hatten wir schon bei marx und engels).

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ganz langsam geht es mir wieder ein wenig besser, wird schon, eben, geduld bringt rosen. manche dinge überraschen einfach nicht mehr. das ist das eigentlich entsetzliche für mich: erste reihe fussfrei sitzen und genau wissen, was kommt. entsetzlich nicht die themen, die szenen, die dialoge. entsetzlich vielmehr die berechenbarkeit, vorhersehbarkeit, charakterlosigkeit, das aufgehen in der masse vorgeschriebener denkmechanismen. und dazu die vorgeschriebene menge von feigheit, konfrontationsvermeidung, ausreden, beschönigungen, lügen.

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sehr dankbar, nie so gewesen zu sein, noch nicht einmal gefahr gelaufen so zu werden.

so besehen: es geht mir ganz ausgezeichnet, teilweise, und den rest kriegen wir auch noch. hehehe.

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