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Sonntag, 5. Dezember 2004
putenkeulen
kelef, 00:33h
gab es neulich hier wegen besuch, ein festessen für alle:
die keulen werden gesalzen, gepfeffert, in wenig butter angebraten und schmurgeln dann mit der haut nach unten die halbe bratzeit in einem tiefen backblech.
um einen guten saft zu erhalten, gibt man einen grossen apfel, geschält, entkernt und gesechzehntelt, sowie einen halben bund jungzwiebel, ein paar salbeiblätter, etwas rosmarin und ordentlich knoblauchzehen dazu.
ist das fleisch so halb durch, dreht man die keulen um und lässt sie mit der haut nach oben weiterbraten.
damit die haut ordentlich knusprig wird, honig (wenn lustig auch welchen mit geriebenen nüssen drinnen) in warmem wasser verrühren und mit ganz wenig grünem tabasco würzen. damit wird die oberseite der keulen mehrfach übergossen. wird dann ganz kross und dunkelgoldbraun.
wenn das fleisch gar ist, warm stellen

und den bratensaft passieren oder pürieren, mit etwas orangensaft abschmecken.
fleisch schön von den knochen schneiden, ordentlich was davon an den knochen lassen für die tiere, der saft wird extra gereicht.
dazu salat, gedünstete ganze champignons mit petersilie, gegrillte tomaten und weissbrot.
die keulen vom truthahn haben ein dunkles, saftiges fleisch, die starken sehnen sind ein wenig störend, aber was solls.
und warum gibt es keine bio-puten? fragt mich der bauer gestern. na? ganz einfach: weil die leute so blöd sind, dass sie nicht wissen was gut ist. darum wollen alle nur brustfleisch, und die puten werden entsprechend gezüchtet. hat aber so eine pute viel brust und wenig keule, kriegt sie das übergewicht und kippt vorneüber. also, leute, esst putenkeulen, nicht putenbrust!!!
die keulen werden gesalzen, gepfeffert, in wenig butter angebraten und schmurgeln dann mit der haut nach unten die halbe bratzeit in einem tiefen backblech.
um einen guten saft zu erhalten, gibt man einen grossen apfel, geschält, entkernt und gesechzehntelt, sowie einen halben bund jungzwiebel, ein paar salbeiblätter, etwas rosmarin und ordentlich knoblauchzehen dazu.
ist das fleisch so halb durch, dreht man die keulen um und lässt sie mit der haut nach oben weiterbraten.
damit die haut ordentlich knusprig wird, honig (wenn lustig auch welchen mit geriebenen nüssen drinnen) in warmem wasser verrühren und mit ganz wenig grünem tabasco würzen. damit wird die oberseite der keulen mehrfach übergossen. wird dann ganz kross und dunkelgoldbraun.
wenn das fleisch gar ist, warm stellen

und den bratensaft passieren oder pürieren, mit etwas orangensaft abschmecken.
fleisch schön von den knochen schneiden, ordentlich was davon an den knochen lassen für die tiere, der saft wird extra gereicht.
dazu salat, gedünstete ganze champignons mit petersilie, gegrillte tomaten und weissbrot.
die keulen vom truthahn haben ein dunkles, saftiges fleisch, die starken sehnen sind ein wenig störend, aber was solls.
und warum gibt es keine bio-puten? fragt mich der bauer gestern. na? ganz einfach: weil die leute so blöd sind, dass sie nicht wissen was gut ist. darum wollen alle nur brustfleisch, und die puten werden entsprechend gezüchtet. hat aber so eine pute viel brust und wenig keule, kriegt sie das übergewicht und kippt vorneüber. also, leute, esst putenkeulen, nicht putenbrust!!!
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Freitag, 3. Dezember 2004
advent, advent
kelef, 00:45h
wie alle jahre wieder ist dort, wo der katz herkommt, auch advent.
bergadvent, nämlich, zwei tage lang.
auf der dorfwiese steht der eisbaum,

und der ganze ort wird beheizt:

im dorfstadel ist der weihnachtsmarkt, mit allen möglichen bäuerlichen erzeugnissen, die gleich vor ort verkostet werden können. sicherheitshalber wird auch noch sterz und suppe gekocht.

formidable kekse, jeder edelkonditorei würdig, und basteleien:

die erfinderin dieser kerzen kommt von hier

würste und sonstige selchgifte en gros und en detail:

besonders schön: die lebende krippe - sogar das baby ist echt.


zur krippe gehören auch tiere, aber dass die sich dort manchmal seltsam benehmen wissen wir ja schon.
die babyziege tarnt sich als futter

die karnickel schauen aus wie dalmatiner

die esel gesellen sich zum gemeindesekretär, der hier auch hirte ist, und tun wichtig

während sich die ziege mit dem fünften, äh, dritten esel über irgend etwas geheimes unterhält.

da wird der ziegenbock ganz körperlos, scheint es.

und in der nacht gibt es ländlich-sittliche beleuchtung, an der man sich - je nach persönlichem stand der punsch-, glühwein-, glühmost-, likör- und schnapsverkostung - wärmen oder verbrennen kann.

das kann was werden, so am 10./11./12. Dezember in Rohr im Gebirge hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen.
bergadvent, nämlich, zwei tage lang.
auf der dorfwiese steht der eisbaum,

und der ganze ort wird beheizt:

im dorfstadel ist der weihnachtsmarkt, mit allen möglichen bäuerlichen erzeugnissen, die gleich vor ort verkostet werden können. sicherheitshalber wird auch noch sterz und suppe gekocht.

formidable kekse, jeder edelkonditorei würdig, und basteleien:

die erfinderin dieser kerzen kommt von hier

würste und sonstige selchgifte en gros und en detail:

besonders schön: die lebende krippe - sogar das baby ist echt.


zur krippe gehören auch tiere, aber dass die sich dort manchmal seltsam benehmen wissen wir ja schon.
die babyziege tarnt sich als futter

die karnickel schauen aus wie dalmatiner

die esel gesellen sich zum gemeindesekretär, der hier auch hirte ist, und tun wichtig

während sich die ziege mit dem fünften, äh, dritten esel über irgend etwas geheimes unterhält.

da wird der ziegenbock ganz körperlos, scheint es.

und in der nacht gibt es ländlich-sittliche beleuchtung, an der man sich - je nach persönlichem stand der punsch-, glühwein-, glühmost-, likör- und schnapsverkostung - wärmen oder verbrennen kann.

das kann was werden, so am 10./11./12. Dezember in Rohr im Gebirge hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen.
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Mittwoch, 1. Dezember 2004
die hunt
kelef, 01:49h
ist fertig mit den nerven, ich auch. nicht einmal der katz kann uns trösten.
gehen wir vorhin ganz unschuldig unsere nachtlüftungsrunde erledigen - also, sie erledigt, ich geh nur mit, natürlich.
quietscht und kreischt es merkwürdig, die hunt macht so komisches gesicht, kegelt mir fast die schulter aus weil sie so an der leine reisst.
die hunt hechtet auf den parkplatz, von dem die geräusche kommen, ich am anderen ende der schnur hinterdrein.
und was findet da statt, punkt mitternacht, mitten in wien meidling, bei festbeleuchtung unter dem parkplatzbewegungsmelder? niemand errät das? nein?
zwei marder haben sich in der wolle, dass die haare fliegen. die waren so sauer aufeinander, dass sie weder die hunt noch mich bemerkt haben. verbissen sich ineinander, liessen wieder los, sprangen weg und wieder aufeinander zu, zwei rabiate fellknäuel die auf und ab flogen, sich drehten, quietschten und schrieen und knurrten was das zeug hielt.
die hunt steht still, pirscht sich dann an. da wird sie ganz niedrig und elastisch und hebt die pfoten noch eleganter als sonst. öhrchen gespitzt, rute waagrecht weggestreckt, blanke jagdlust in den augen. und wie die zwei marder endlich so ineinander verknotet sind dass sie aussehen wie "der kampf zweier kleiner", springt sie einfach mittendrein. gerade dass ich nicht aufs maul geflogen bin.
hat aber nicht hineingebissen in die zwei, die frau hunt, sondern ist mit den vorderpfoten mittendrauf. die zwei sind in verschiedene richtungen abgedüst wie die pfitschipfeile, sozusagen zwei striche in der landschaft. der eine über eine 150 cm hohe alte ziegelmauer, der andere auf die strasse richtung wiese und gebüsch.
die hunt hat gezittert vor aufregung und wusste nicht, welchem der zwei sie nachrennen sollte, ich musste sie mit brachialgewalt zum dableiben überreden. und bin ganz stolz: sie hat trotz allem daran gedacht, dass sie nur in ratten und mäuse beissen darf, in nichts, das grösser ist als diese, und in nichts, das federn hat.
feiner hunt, sehr sehr feiner hunt, jawoll. liegt jetzt im ohrensessel und träumt offensichtlich von den mardern - und im schlaf beisst sie hinein, ebenso offensichtlich.
gehen wir vorhin ganz unschuldig unsere nachtlüftungsrunde erledigen - also, sie erledigt, ich geh nur mit, natürlich.
quietscht und kreischt es merkwürdig, die hunt macht so komisches gesicht, kegelt mir fast die schulter aus weil sie so an der leine reisst.
die hunt hechtet auf den parkplatz, von dem die geräusche kommen, ich am anderen ende der schnur hinterdrein.
und was findet da statt, punkt mitternacht, mitten in wien meidling, bei festbeleuchtung unter dem parkplatzbewegungsmelder? niemand errät das? nein?
zwei marder haben sich in der wolle, dass die haare fliegen. die waren so sauer aufeinander, dass sie weder die hunt noch mich bemerkt haben. verbissen sich ineinander, liessen wieder los, sprangen weg und wieder aufeinander zu, zwei rabiate fellknäuel die auf und ab flogen, sich drehten, quietschten und schrieen und knurrten was das zeug hielt.
die hunt steht still, pirscht sich dann an. da wird sie ganz niedrig und elastisch und hebt die pfoten noch eleganter als sonst. öhrchen gespitzt, rute waagrecht weggestreckt, blanke jagdlust in den augen. und wie die zwei marder endlich so ineinander verknotet sind dass sie aussehen wie "der kampf zweier kleiner", springt sie einfach mittendrein. gerade dass ich nicht aufs maul geflogen bin.
hat aber nicht hineingebissen in die zwei, die frau hunt, sondern ist mit den vorderpfoten mittendrauf. die zwei sind in verschiedene richtungen abgedüst wie die pfitschipfeile, sozusagen zwei striche in der landschaft. der eine über eine 150 cm hohe alte ziegelmauer, der andere auf die strasse richtung wiese und gebüsch.
die hunt hat gezittert vor aufregung und wusste nicht, welchem der zwei sie nachrennen sollte, ich musste sie mit brachialgewalt zum dableiben überreden. und bin ganz stolz: sie hat trotz allem daran gedacht, dass sie nur in ratten und mäuse beissen darf, in nichts, das grösser ist als diese, und in nichts, das federn hat.
feiner hunt, sehr sehr feiner hunt, jawoll. liegt jetzt im ohrensessel und träumt offensichtlich von den mardern - und im schlaf beisst sie hinein, ebenso offensichtlich.
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