Samstag, 30. Juni 2018
erdäpfel hamma nicht
frau kelef und mademoiselle gingen gestern spazieren, schauten wohl immer wieder hoch auf die wolken, die da herumzogen, heller und dunkler und heller und dunkler, und dann kam es wie angekündigt und es schüttete kurzfristig wie aus kübeln, aus grossen.

da weder kanu noch paddelboot zur verfügung standen, ging man also: in's wirtshaus. genaugenommen in ein kaffeehaus mit erweitertem kompetenzbereich, soll heissen: essen kann man aus dem dazugehörigen lokal nebenan liefern lassen. auch nicht das schlechteste konzept.

frau kelef hasst es zutiefst, wenn lebensmittel weggeworfen werden (müssen), folgerichtig bestellt sie immer genau das, was sie auch zu essen gedenkt, nämlich: wenig beilage, kleiner salat, kein roher zwiebel, beim menü so gut wie immer mit ohne suppe und ohne nachspeise, und nein, nicht weil das dann billiger ist (ist es sowieso nicht), sondern weil frau kelef so gut wie nie die menü-suppe isst, und ebensowenig isst frau kelef die jeweilige nachspeis', also kann man sich das in-den-teller-geben und an den tisch bringen und dann wieder wegtragen von vornherein sparen.

gestern jedenfalls: kleine portion spare ribs, bitte. lt. speisekarte mit wedges und pommes und verschiedenen saucen. mehrfach dort gegessen und für gut befunden, nur: viel zu viel beilage, daher: bitte keine pommes frites, und nur wenig wedges (die allerdings auf der elektrischen rechnung dann braterdäpfel heissen, was eine überzeugte österreicherin sehr freut.).

frau kelef (fk) also bestellt wie immer: "bitte eine kleine portion spare ribs, ohne pommes, mit braterdäpfeln, aber davon auch nur wenig."

die (neue) kellnerin (nk) schaut verdattert, stottert: "aber rippe ist mit vätsches UND pommes"

fk: "ich will aber bitte nur braterdäpfel und keine pommes frites"

nk: "erdäpfel hamma nich"

fk: "ok, einfach weniger beilage als sonst"

nk: "beilage hamma nich, nur vätsches und pommes"

fk: "und woraus sind bitte die wedges und die pommes? hoffentlich doch aus erdäpfeln?"

nk: "erdäpfel hamma nich!"

fk: "na gut, dann nur die halbe portion von den kartoffeln!"

nk: "kartoffeln und erdäpfeln und beilage HAMMA NICH, NUR VÄTSCHES UND POMMES!!!"

fk: "bringen sie einfach eine kleine portion spare ribs mit wenig dazu ... und vorher einen doppelten schnaps."

das konzept dort besagt, dass das personal aus dem danebenliegenden dazugehörigen lokal das essen bringt und auch gleich kassiert, mit elektrischem bon, und was steht auf dem drauf: kleine spare ribs mit braterdäpfeln. das wurde auch geliefert, und wenn die braterdäpfeln dort auf der rechnung anders heissen als auf der speisekarte kann frau kelef jetzt grundsätzlich nix dafür, die wegdes sind jeweils ausgezeichnet, innen flaumig und aussen knusprig, knuspert sogar mademoiselle, und die portion war auch fast klein genug, das fleisch war ebenfalls in ordnung, mit dem regen ging es sich auch aus, beim zahlen der getränke dann konnte frau kelef nicht umhin, der neuen kellnerin die rechnung aus dem dazugehörigen nachbarlokal unter die nase zu halten und zu sagen: "sehen sie, da steht eben braterdäpfel, so wie ich die bestellt hatte!"

nk: "erdäpfel, kartoffeln und beilage hamma nich!"
zeigt zum beweis gedruckte speisekarte.dort steht: spare ribs, als beilage: braterdäpfel oder pommes frites. in einer extra-rubrik unter beilagen: braterdäpfel. petersilkartoffeln.

nk: "erdäpfel, kartoffeln und beilage hamma nich!"

fk: "bringen's mir doch bitte noch einen doppelten, das hält ja keiner aus."

stimme vom nachbartisch: "jetzt sekkierns doch die kellnerin net so, de hot ihna do gsogt, doss kaane erdäpfeln und beilogn gibt, se kennan doch nix beschtöhn, wos net auf da koatn steht! des kummt von de doppelten, i sog ihnas! oda kennan se net lesn?"

so kann das gehn in wien-mitteleuropa, bei einem wolkenbruch.

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Mittwoch, 3. Februar 2016
stockfisch.
der "freund" von der frau sylvia, von der hier schon berichtet wurde, ist ein halber franzose. sagt er. auch sein vorname ist französisch, zumindest wenn man ihm glauben schenkt. dass er der meinung ist boris rubaschkin - den er selber kennengelernt hat, sagt er, anno dunnemals - sei ein echter, gebürtiger russe, nährt die sache mit der glaubhaftigkeit eher weniger. aber je nun.

heute abend allerdings - frau kelef auf grund der fenstergeschichte in eher allgemeinreduziertem zustand, frau pixy eher panic-driven: ihr betti, ihr schaffell, ihr platzi, ihr überhaupt: alles gewaschen und weggeräumt, das katz kotzt freundlicherweise vom schrank der mammi ins genick, nicht aber den handwerkern, denen dies besser zu gesicht gestanden wäre, jedenfalls, was tut der gelernte wiener: er geht ins wirtshaus.

dort bestellt man pleskavica, frau pixy mag das auch, und dann hängt man halbtot über dem tisch, kann aber nicht umhin den gesprächen zu folgen, denn der fürnehme mensch, besonders wenn er halbfranzose ist oder so, oder aus ungarn gebürtig und gegen die wirtschaftsflüchtlinge polemisiert, jedenfalls: man kann nicht umhin. frau auch nicht.

der freund von der frau sylvia jedenfalls will am naschmarkt in wien einen original stockfisch kaufen, und ebendiesen dann dem kroatischen koch des wiener beisels überantworten, damit letzterer dem toten fisch den letzten schliff geben möge. denn so einen stockfisch kann man, das weiss der herr halbfranzose mit der ungarischen freundin ganz genau, besonders schmackhaft zubereiten. zum beispiel: ein paar tage in reines wasser legen und dann grillen. oder füllen und ausbacken. oder eine suppe daraus bereiten (na gut, das mögen wir gelten lassen).

die frau sylvia hingegen alteriert sich in der zwischenzeit gar heftig über die über alle kritik erhabene dame, die vor ein paar tagen das langos mit messer und gabel gegessen hat (na gut, das lassen wir auch gelten).

dann mäanderte das gespräch am nachbartisch über "frau sylvia täte ja nie auf den opernball gehen, nicht einmal wenn sie eingeladen wäre, so viel geld für sowas, und der freund mit dem französischen vornamen kann natürlich ausgezeichnet tanzen, nur halt walzer nicht SOOO besonders gut, also würde der sich auf dem opernball auch nicht besonders gut unterhalten", und frau kelef und die kleine frau pixy schlugen schon ein wenig mit dem kopf auf die unterlage, allerdings aus reiner müdigkeit, was wiederum eine andere geschichte ist.

letztlich einigten sich die herrschaften dann darauf, dass man unbedingt einen jungen bundespräsidenten wählen muss, weil: die alten, die zur auswahl stehen, schauen erstens nicht gut aus und zweitens kriegen die eh schon eine pension.

frau kelef und frau pixy können leider nicht weiter berichten über diese obskuren gedankengänge, denn es wurde beiden gleichzeitig ein ganz klein wenig übel und sie mussten fluchtartig das lokal verlassen.

leut gibt's, die gibt's gar nicht. gehen aber alle aufrecht und geben menschlich töne von sich. wenn die allerdings so lang wären wie sie dumm sind, müsste man sie mit dem spaceshuttle füttern. ach ja.

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Freitag, 31. Juli 2015
die frau silvia,
gebürtige ungarin, ist jetzt bös auf frau kelef, und keift nur mehr in ihre richtung, übrigens. weil:

als sie feststellte, dass das österreichische fernsehen lauter blödsinn verkündet, als eben dieses verkündete ungarn wolle 85 km zaun an der ungarisch/serbischen grenze errichten, wo doch diese beiden länder gar nicht aneinander grenzten, da sagte frau kelef unbotmässigerweise zum herrn m., der so ein wischphon sein eigen nennt, er möge doch wischen, sie persönlich sei ja der meinung die grenze zwischen den beiden ländern sei ca. doppelt so lang. je nun.

als frau kelef dem restaurantbetreiber (gebürtiger kroate) vorsichtig mitteilte, dass sein verständnis von wiener schmäh nicht immer dem geschmack des gesamten publikums entspräche und er deswegen möglicherweise auf ein paar gäste verzichten müsse (man hatte sich bei frau kelef beschwert darüber), meinte die frau silvia, frau kelef würde sich da nicht auskennen. je nun.

als frau kelef meinte, zu vorarlberger kässpätzle gehörten keine oliven: frau silvia meinte, frau kelef, deren grossvater immerhin ein gebürtiger vorarlberger in ca. 20. generation war, könne das nicht beurteilen. je nun.

als frau kelef meinte, boris rubaschkin sei kein russe, und auch kein bass, meinte frau silvia, wenn ihr freund mit dem französischen vornamen, der den boris ja immerhin persönlich kennengelernt habe, anno dunnemals, das aber sage, dann stimme das auch. frau kelef hat den boris auch persönlich kennengelernt, sogar in wirklich und in echt. der war immer stolz darauf bulgare zu sein. und seine stimmlage war immer schon bariton. je nun.

frau kelef freut sich, dass ein anderer hund (rüde, 2,5 so gross) kommentarlos an frau pixy vorbei in den schanigarten geht, kein hund schaut den anderen an, alles ruhig. alle sitzen, dann schaut der rüde auf die wasserschüssel, frau kelef fragt, ja, der wird losgelassen, schlabbert, die zwei beschnofeln sich kurz, alles gut. dann will frau pixy den obulus (karamelkeks), nach rückfrage darf der grosse auch was haben, der kommt, setzt sich hin, gibt pfote, alles patschierlich, abwechselnd ein brösel rechts, eines links. frau kelef und der andere hundebesitzer freuen sich, gut sozialisierte hunde haben da kein problem mit so einer situation. die zwei waren sich schlichtweg wurscht, kekse waren gut, ansonsten: chillen in der lauen luft. frau silvia stellt fest, die beiden hunde seien sich ja sooo symphatisch, sicherlich, weil sie ähnliche fellfarben haben. anderer hundebesitzer und frau kelef widersprechen kurz und murmeln was von sozialisierung und erziehung, frau silvia stellt fest, sie habe zwar keine ahnung von hunden und auch nie einen hund gehabt, aber sie sei der meinung, das sei ausschliesslich eine frage von sympathie, und sonst nix. je nun.

heute so: laku notsch (lautschrift, kwasi): heisst gute nacht (auf kroatisch). frau kelef, die bekanntlich slawische sprachen immer gerne durcheinander bringt, fragt, ob das nun in serbisch ebenso heisse. die frage ergab sich daraus, dass frau silvia festgestellt hatte, sie könne sich radebrechend mit der japanischen musikerin unterhalten, weil sie shogun drei- oder viermal gesehen habe, und daher wisse dass sayonara "gute nacht" heisse, auf japanisch. leider hat sie das verwechselt und laku notsch gesagt, was wiederum die japanerin nicht verstand. die frau silvia meinte übrigens, hauptsache, ausländisch, weil ausländisch können die doch alle. frau kelef wiederum sprach englisch mit der japanerin, was zumindest ein wenig erfolg zeigte. frau pixy übte sich in nonverbaler kommunikation, was am besten klappte. was nicht klappte, war, frau kelef anzublaffen: laku notsch sei jugoslawisch für gute nacht. dass es die sprache jugoslawisch noch nie gegeben hat - je nun.

aufstehen und gehen musste frau kelef dann in dem moment, in dem ebendiese frau silvia - gott sei dank in eine andere richtung, aber unüberhörbar - erzählte, sie hätte sich in der schwangerschaft ausschliesslich von karotten ernährt. deshalb sei ihre tochter auch recht gelb geworden kurz nach der geburt. und zwar: wegen der karotten, nicht wegen dem rhesusfaktor, der normalerweise die kinder gelb macht. je nun.

wie der vater meiner tochter zu sagen pflegt: sparen wir uns das streiten, sind wir lieber gleich bös. mission accomplished.

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Samstag, 22. Februar 2014
die medien berichten
natürlich direkt und neutral und objektiv über die situation in der ukraine.

was mir noch keiner erklärt hat: wieso hören und lesen sich die nachrichten der europäischen, amerikanischen, russischen, ukrainischen, armenischen presse jeweils so verschieden (an)?

man könnte auf die idee kommen, es handle sich um verschiedene kontinente.

die ukrainer hier sagen, es herrscht bürgerkrieg. die zahlen, die kolportiert werden, stimmen nicht. den rest denken sie sich bitte dazu.



und dann die meinung vieler:

aber, andererseits, ist ja alles schön weit weg, nicht wahr. also, russland und so, russland ist natürlich näher, aber die ukraine, das ist doch irgendwo hinter den sieben bergen bei den sieben zwergen, die kann man doch nicht ernst nehmen. oder hat vor zwanzig jahren schon irgendwer was von der ukraine gehört, ode von tschetschenien, oder irgendwelchen völkergruppen dort in diesem russland? man weiss doch von den vorfahren, dass der russe an sich weder lesen noch schreiben kann, gelb ist im gesicht von natur aus, und also praktisch ein chinese ist, und das sind ja auch keine richtigen menschen, so wie die schwarzen.

das hat doch keine auswirkungen auf unser glückliches, zufriedenes, sozial abgesichertes, im finanziellen überfluss schwelgendes und von sozialen netzen gestütztes europa. ausgenommen natürlich griechenland, aber das ist ja, kwasi, sowieso schon irgendwie nicht mehr in europa, so wie die türkei, alles balkan.

spanien und mallorca schmeissen die in der zeitung neuerdings auch in einen topf. ich meine, das eine ist ein unterbemitteltes land, das andere eine urlaubsinsel, was sollten die gemeinsam haben?

die vernünftigen menschen fahren ja sowieso nach thailand, dort ist ruhe, frieden, und alle menschen haben sich lieb. und die europäischen touristen mögen die besonders, weil die so gutes trinkgeld geben.



meine nerven. aus welchen löchern sind die denn alle herausgekommen, die das ernsthaft behaupten?

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Dienstag, 29. Oktober 2013
in thailand ist alles anders,
aber in wien auch, so weiss die fama zu berichten.

und so wurde den thailand-experten vom neuen betreiber eines lokals um's eck nahegelegt, ihr bier bitte woanders zu konsumieren.


weil:

erstens trinkt man bei ihm aus dem glas und nicht aus der flasche.

zweitens redet man nur bei zwingenden gründen laut.

drittens redet man nicht mit leuten, die nicht mit einem reden wollen.

viertens setzt man sich nicht ungefragt an besetzte tische.

fünftens benimmt man sich anständig.

sechstens werden die p.t. gäste gebeten, auf ihr vokabular zu achten.

siebtens ist das interesse an thailand und wie es dort so ist und wie sich die leut' dort benehmen vernachlässigbar.

achtens wird an angetrunkene nichts ausgeschenkt.

neuntens braucht manche gäste eh keiner.

zehntens ist er der wirt und hat recht, und hausgewalt sowieso.


so ein krowot, sagen die thailand-experten, da gehen sie nicht mehr hin, hört man, der weiss ja nicht wie man gäste behandeln muss, in thailand.


die kommen nicht mehr, gut so, sagt der kroatische wirt, geht doch.


immer genügend show hier, in wien-mitteleuropa.

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Sonntag, 4. August 2013
pastiksackerln et al.
plastik ist ja jetzt wieder einmal im sommerloch gelandet, nachdem das ozon(loch) vermutlich im ozonloch verschwunden ist, oder, wie frau kelef vielmehr argwöhnt, weil nicht berichtet werden soll weil sonst die mündigen bürger wieder einmal petiti-, demonstrati- und sonstige -onen starten, aber egal, wir werden es wohl nicht erfahren.

persönlich verwendet frau kelef ja die zeitweise unvermeidlichen plastiksackerln solange, bis sie absolut unbrauchbar sind, tiefkühlsäckchen inclusive, wenn die einmal ausgedient haben kann man sie immer noch für katzeklo verwenden, damit die nur einmal in der woche entleerten mistkübel nicht ganz so entsetzlich stinken, zum beispiel. aber das nur am rande.

frau godany (und wo ist jetzt wiederum den link zu deren blog, aber egal, sie kennen sie ja sowieso) hat auf facebook frau kelef gerade wieder darauf gebracht, mit einem artikel in der presse: http://diepresse.com/home/leben/mode/1437859/Mein-Leben-ohne-Plastik?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do.

natürlich kann man das versuchen, und frau kelef ist ja auch sehr dafür, aber man soll es nicht übertreiben. ob jetzt ein schneidbrett aus plastik oder eines aus holz hygienischer, haltbarer, umweltschonender etc. ist - das bleibt eine philosophische frage, und hängt erstens von material und herstellung, und zweitens von transport und verpackung, und drittens natürlich vom umgang damit ab, und irgendwann auch einmal mit der entsorgung, wenn das ding nicht mehr zu verwenden ist, warum auch immer.

früher war so ein anständiges schneidbrett ja zum beispiel etwas das bestandteil der aussteuer war, von der hausfrau gehütet und gepflegt wurde, und mit anstand behandelt, und ergo hatte es ein langes leben vor sich, war in der anschaffung entsprechend teuer und hatte oft hervorragende qualität, die sich gar nicht jeder leisten konnte.

in der zwischenzeit gibt es natürlich auch glasschneidebretter, bruchsicher und was weiss man was noch alles, über kosten und umweltbelastung bei herstellung und entsorgung konnte tatsächlich nix in erfahrung gebracht werden, was ja per se schon supekt erscheint.

aber es geht ja um plastiksackerln. denn es begab sich, dass frau kelef im wirthausgarten sass und über ihrem abendessen einer unterhaltung am nachbartisch anhörig werden musste, wegen lautstärke ebendieser unterhaltung.

es waren zu viele akteure beteiligt, also hier nur die markantesten aussagen.

heast, gib üba des plastiksackerl no a sackerl, damit nix ausrinnt wann der joghurtbecher platzt.

der is in an plastiksackerl, des dicht is, der plastikbecher.

owa, wann der platzt, dann host de schweinerei, tua mindestens no a sackerl über des sackerl.

na guat. frau wirtin, konn a no a plastiksackerl hobn?

do homs des plastiksackerl mit de plastiksackerln, suachns ihna ans ausse.

konn i zwa hom a?

wonn gnua drin san ...

heast, de hom do a plastiksackerl mit plastiksackerln, do konn ma si a nehma!

na, host du ka plastiksackerl daham, wost die plastiksackerln, de ma so kriagt, einetuast?

na kloa, owa do san imma so vüle drin, doss i kans find wonn i ans suach.

und wos mochst donn?

i geh in supamoakt und hol neiche, beim gemüse und beim brot san do imma a ganze menge, de kosten nix und san scho auf ana rolln. owa de konn ma fast net brauchn, wäu de san so dünn dass ma immer drei oder viere nehmen muass, damit ma wos einetuan konn.

und wos mochst mit dera rolln dann?

na, de rolln mit de plastiksackln tua i daham in des plastiksackl mit de plasticksackln, damit i welche hob wann i welche brauch.

bei mir werdn de ollewäu mehr, de plastiksackln, wäu i wüll imma ollas einzeln einpockt, a wonn i am moarkt a gemüse kauf, i brauch für olles a extra sackl, sunst is des jo unhügenisch.

host recht. bei mir wern die plastiksackerln a ollewäu mehr, in den plastiksackerl, derzeit hob i scho drei, also: drei plastiksackerln mit plastiksackerln.

manchmoi muass ma so a gonzes plastiksackerl mit plastiksackerln weghaun, wonn ma übesehgn hot doss in an plastiksackerl wos is, wos zum stinkn ahfangan kann, oiso, a kas zum beispü, oda wonn ma in summa a solotpletschn in so an plastiksackl vagisst, und donn tuat ma des sackl zu de ondan in des sackl, donn stinken de olle, und ma muass weghaun, des gonze plastiksackl mit de sackln.

heast, i hob owa ka plastiksackl mit plastiksackln daham ...

und wo tuast donn deine plastiksackln hin? des hot doch jeda onständige haushoit daham, a plastiksackl für de plastiksackln, wia mochat ma des denn sunst?

i hob fost kane plastiksackln. i mog de net. entweder kriagns glei a loch, oda se hom scho ans, oda se san dreckig von dem wos drin woa. wonn i bein einkaufn a plastiksackl kriag, donn nimm i des füan mist, und schau doss i des glei wieda los bin.

heast, des gherat se owa scho, so a plastiksackl für de sackln, wonnst gschwind ans brauchst host sunst kans, host eh grod gsehng, de wirtin hot a sowas.

owa i brauch kane plastiksackln, aussa füan mist, und wonn i a bissl aufpass mitn einkaufn, donn daspor i ma a vü mist, do trogt ma so vü ham, donn pockt mas aus, und dann schmeisst mas weg. wonn i ma des daspoan konn, donn moch i des. so is des.

heast, jeda hot a plastiksackl daham, meistens unta da obwosch, a plastiksackl füa de plastiksackln, des woa scho bei meine oma so, de hot a a sackl ghobt, füa de plastiksackln, und a unta da obwosch.

i net. unta meina obwosch is da mistkübel, und des putzzeug.

des ghert net unta de obwosch, des putzzeug, do gheat des plastiksackl mit de plastiksackln hin.

bei mir net.

na, du muasst a sauerei daham hom. net amoi a plastiksackl für de plastiksackln.


und sehen sie, darum ist es so schwierig der plastiksackerl-epidemie zu entkommen. kaum sagt man in manchen kreisen plastiksackerln, dann entspinnen sich solche gespräche.

frau kelef ist dann gegangen, bevor die frage an ihren tisch überschwappte, denn, siehe oben, und sie hat auch kein plastiksackerl für plastiksackerln, unter der abwasch sind der mistkübel und die waschmittel, und eingekauft wird, so irgend möglich, plastiksackerlfrei. auf die idee, im supermarkt eine rolle plastiksackerln einzusackeln ist frau kelef noch nie gekommen, allerdings kauft sie ab und an mistsackerln, kompostierbare.

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Sonntag, 2. Dezember 2012
dat mitte rechtschreipunk
sollte man noch üben:

Schweinsländchen
in pikanter Sauce mit Gemüse und Kartoffeltascherl

kennt sich ja sonst kein schwein aus, in so einem land.

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Donnerstag, 8. November 2012
gemma d*tt*n schaun
hörte frau kelef vor kurzem, von ein paar knaben von, schätzungsweise, 8 bis 10 jahren, mitten am helllichten frühnachmittag in der fussgängerzone.

frau kelef denkt, wtf, das will ich wissen, und wandelt fröhlich hinter den knaben her.

der eine kennt sich nicht genau aus, und fragt nach, wo und wann und wie, das sei doch nicht so einfach:

"heast, do is a chinesa (anm.: chinesisches lokal), do is de gonze gossnseiten aus glos, da komma eineschaun, des is a theata."

"wos siecht ma denn do?"

"ois. wia se de leit bein essn untan tisch de schuach ausziagn, und wia sa se de männa auf de e*er krotzn, und, eben ois."

"owa d*tt*n siacht ma jo durtn kane. de leit hom do bein essn a gwond o!"

"heast, jo scho, owa do san jetztn grod zwa einegonga, mit an gonz an klan gschroppn, und de ane tuat den grod säugn. do siechst ois, sog i da!"

die knaben gehen voran in richtung einer seitengasse, in dem, wie frau kelef wohlbekannt, ein recht grosses, ebenerdiges asiatisches restaurant ist, und ja, dort ist die front praktisch fast nur aus glas.

vor dem restaurant stehen ein paar bäume, ein paar bänke, die knaben arrangieren sich, frau kelef schaut, und tatsächlich: ganz vorne im restaurant steht ein riesengrosser kinderwagen, daneben auf der die wand entlang laufenden sitzbank hinter einem tisch sitzen zwei frauen.

frau kelef denkt, mittag ist sowieso gerade noch, essen schadet nicht (na gut, tonnagemässig, aber dient ja einem guten zweck in diesem fall). also hinein ins vergnügen, und nahe dem kinderwagen platz genommen.

und tatsächlich: die eine frau hat das halbe gesäuge herausgehängt - so richtig, mit alle kleidung auf der linken seite hinunter, den andock-bh ebenfalls, und das pamperletsch - vielleicht drei oder vier wochen alt - hängt dran und nuckelt.

also nicht nur, dass das weibsstück den riesenkinderwagen - dreirädrige version mit smart(en)-ausmassen mitten im weg stehen hatte, sass die auch noch direktemang schräg gegenüber der gläsernen eingangstür - die fast drei meter breit ist - und füllte das kind ab. auch auf grössere entfernung - so war dem erstaunten gaffen der passanten, die vielfach ein paar schritte zurück machten weil sie nicht glauben konnten was sie sahen, zu entnehmen - konnte man also offensichtlich detaillierte studien anstellen.

hinter der einen parkbank feixten die knaben.

die frau mit dem aufzufüllenden kindelein hielt das kind mit links links, mit rechts schaufelte sie asiatisches essen in sich hinein, damit sie genug bekam brachte ihr die andere immer wieder nachschub vom € 6.90-all-you-can-eat-buffet. zu trinken hatten sie offensichtlich nur leitungswasser bestellt. der kinderwagen stand immer noch im weg.

dem personal war das alles sichtlich unangenehm, aber das mit der deutschen sprache ist denen bekanntermassen auch unangenehm, vor allem wenn sie sie sprechen müssen, und also stellte sich offensichtlich die frage nach dem "wie sag' ich es meinem gaste". keiner trat freiwillig vor.

am tisch daneben sass eine familie, mit drei kindern so zwischen 6 und 10 jahren, die kinder schauten, die eltern wussten nicht wohin mitten während des essens, das lokal war relativ gut besucht, die glückliche mutter liess sich nicht stören und sass weiterhin genau dort, wo alle leute, die das lokal betraten oder verliessen oder sich nachschub vom buffet holten, unweigerlich vorbeimussten.

frau kelef sass schräg gegenüber, und wunderte sich. frau pixy sass unter dem tisch und hoffte auf broccoli, garnelenreste et. al..

das kindelein hörte auf zu trinken, der kinderwagen wurde herumgedreht, mehrere tüchlein wurden herausgesucht, und die mutter wischte erst dem kinde das gesicht ab, und säuberte dann langsam, sorgsam und penibel ihre andockstationsauslassdüse.

die andere frau hielt derweilen das kind und redete ihm gut zu, damit es bäuerchen mache.

machte das kind dann auch. ich habe noch nie ein sooo kleines kind sooo laut rülpsen gehört. dann greinte es ein wenig, und donnerte dann offensichtlich was in die windel.

und hastenichtgesehen "ersuchten" die beiden weiber eher schroff die leute, die am nachbartisch assen, doch eines der kinder woanders, nämlich auf einen sessel, zu setzen zum essen, sie bräuchten jetzt nämlich die sitzbank zum wickeln. das kind hätte die windel voll, nicht nur nass, sondern gründlich.

die leut' waren unwillig - was frau kelef voll und ganz verstehen konnte - und liessen ihre kinder sitzen wo sie sassen.

gehen sich die zwei weiber doch beim personal beschweren dass dieses lokal doch sehr kinderunfreundlich sei! da das personal jedoch der deutschen sprache nicht so mächtig ist war das ziemlich vergebens.

frau kelef jedenfalls verschlug es den appetit, was frau pixy sehr zu schätzen wusste weil sie nämlich zwei gebackene hühnerflügerln mit MIT fleisch bekam.

frau kelef zahlte eilends - es roch schon irgendwie nach kleinkindersch... - das personal schaute sie erstaunt an, der aufbruch war ja eher abrupt und praktisch während des essens, frau kelef hatte auch noch gar nicht ausgetrunken, deutet aber auf das wickelkind, das gerade gewickelt wurde, und die volle windel, die auf einem sessel abgelegt worden war - mit ohne was drunter noch dazu, und bevor sie was sagen konnte meinte die kellnerin: "ja, isse ganz schlechte, benehmen, ganz schlechte."

beim fluchtartigen verlassen des lokals konnte frau kelef übrigens noch hören wie die knaben sich begeistert über die besonderheiten, die sie gesehen hatten, unterhielten. und zwei frauen - sicherlich jünger als frau kelef - meinten: "a so a drecksau", aber der sie begleitende mann sagte beschwichtigend: "na, des is a exhebizonistin, de is kronk, sunst mochat de des net, do graust jo an jeden!"


sehen sie, und darum versteht frau kelef dass es menschen gibt die kinder in ihrem lokal nicht wollen. und frau kelef geht grundsätzlich davon aus, dass diese menschen die KINDER vermutlich gar nicht stören würden, sondern vielmehr die mütter. aber irgendwie muss man so einem problem ja beikommen.

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Dienstag, 6. November 2012
hundegerechte ernährung
frau pixy - die sich ja jetzt schon als echte wienerin bezeichnen kann, nach mehr als zwei jahren - geht gerne in restaurants.

konzeptionell ist es ihr powidl, wurscht und egal in welches, hauptsache: gemma essen. weil sie - wie vor ihr schon frau hunt - immer, wenn frau kelef mit dem essen fertig ist, was unter den tisch bekommt. vom teller. wenig, aber hund freut sich.

während aber frau hunt eine von der wählerischen sorte war, und ausser fleisch am liebsten fleisch frass, frisches rohes rindsfaschiertes besonders, gerne auch fisch und meerestiere, alles andere nur zu hause wenn es keiner gesehen hat und nur und ausschliesslich mit gutem kernöl drüber, da frisst frau pixy alles. und unter alles darf man verstehen: alles.

neulich, frau kelef ist nach asiatisch und so dreht man eine runde und kehrt beim - sie erraten es - asiaten ein. frau pixy kennt das schon: sie passt auf die tasche und die jacke und was auch immer noch auf, dazu wird sie mit der langen leine an die sachen, auf die sie aufpassen muss, und an einen sessel oder was ähnliches angehängt. dort sitzt sie dann mit vor hunger (zu hause kriegt sie ja nix) herausquellenden augen und demonstrativ hingehaltener kranker hand und passt auf. erstens auf das, worauf sie aufpassen soll, und zweitens auf frau kelef, die ja gestohlen werden/nicht mehr zurückfinden könnte, noch schlimmer: sie könnte keinen vollen teller mitbringen.

frau pixy hat gelernt dass sie warten muss bis frau kelef gegessen hat, und gelehrig wie sie in derart lebensnotwendigen situationen ist, da hört sie genau wenn frau kelef die reste auf dem teller kleinschneidet damit sie dieselben dann in kleinen häppchen unter den tisch reichen kann. dan springt sie ein wenig vor freude und inhaliert mit begeisterung alles, was sie kriegt.

so auch diesmal. besonders beliebt sind bei frau pixy - wie auch anno dunnemals schon bei frau hunt - die schwänze der gebackenen garnelen, die mensch ja sowieso nicht isst, zwischen hundezähnen aber ein gar liebliches geräusch erzeugen: knusper-knisper-knasper. hühnerflügelknochen waren auch noch da, und ein entenkrusperl oder zwei, und so sass frau pixy unter dem tisch und mampfte fröhlich in sich hinein.

wie immer kriegte sie auch noch einen bissen gemüse, diesmal: champignon, in "normalen" gasthäusern nimmt sie ja eher die salatgarnitur und ein wenig paradeiser, gerne auch krautsalat, aber alles nur mit ein wenig saft oder marinade. frau kelef kann sich ja dann die hände waschen.

am nachbartisch sitzen ein paar leute von der blauen fraktion, jung und dynamisch und eben blau, also nicht nur sondern auch, und schauen. und unterhalten sich - als ob frau pixy und frau kelef gar nicht da wären, über die leute die mit so einem gesicht auf die strasse gehen, und über solche hunde, die dann auch noch, und überhaupt. und dann füttert die den hund auch noch vom teller.

die bedienung kennt das schon von uns, und weiss dass frau pixy eben nur das bekommt was mit sicherheit kein mensch isst, knochen und kruspeln und garnelenschwanzflossen, die grinsen immer über die sauberen teller. frau kelef ist ja sowieso eine die lieber fünfmal um eine kleine portion zum buffett geht und aufisst anstatt sich den teller vollzufüllen und dann die hälfte stehenzulassen, aber das nur nebenbei.

frau kelef und frau pixy tun, als ob sie nix gehört hätten. die blaue fraktion kann das so nicht stehen lassen, weil ja auch schon blau, und muss nachfragen kommen. genau in dem moment, in dem frau kelef die eine champignonscheibe an frau pixy hinunterreicht.

"sie wollen mir doch nicht erzählen, dass der hund das frisst!"

"nein."

"wie bitte?"

"ich will ihnen gar nix erzählen."

"warum geben sie dem hund dann das schwammerl?"

"die mag das."

"das können sie mir nicht erzählen!"

"will ich auch gar nicht."

"die hat das wirklich gefressen."

"ich weiss."

"jetzt erzählen sie mir nur nicht, dass der hund gemüse frisst."

"nein."

"was, nein?"

"ich erzähl' ihnen gar nichts."

"na, frisst der hund jetzt gemüse?"

"ja."

"glaub ich nicht."

"macht nix."

"wieso?"

"weil es mir, ehrlich gesagt, egal ist was sie glauben."

"warum?"

"aus prinzip."

y-chromosomenträger steht vor frau kelef und schaut, der rest der gesellschaft vom nachbartisch schaut auch. man wartet.

frau kelef tät' jetzt gerne zahlen und gehen, aber der wissbegierige steht im weg und so sieht die bedienung das winken von frau kelef nicht.

frau kelef wartet ein wenig, dann fragt sie:

"kann ich ihnen noch irgendwie behilflich sein?"

"äh ... aber broccoli frisst der hund keine!"

"doch."

"glaub ich nicht. einen ganzen broccoli?"

"nein. nur eine kleine portion. und die strünke spuckt sie aus, wenn sie nicht weich genug sind."

"glaub ich nicht."

"macht nix. darf ich jetzt bitte ...!"

"warten sie einen moment!" (ohne bitte, btw.)

frau kelef ist neugierig, frau pixy auch. geht der y-chromosomenträger doch tatsächlich zum buffett, nimmt einen kleinen teller, tut eine porton broccoli drauf und bringt sie. schaut mich an, und sagt:

"zeigen sie mir das!"

frau kelef zeigt ihm geistig auch was, nämlich den mittelfinger, meint aber höflich, wie das ihre art zu sein pflegt:

"ich weiss ja, was mein hund frisst. wenn sie das nicht glauben, dann geben sie ihr den broccoli selber."

"und wenn der mich beisst?"

"wenn DIE sie beisst, dann blutet das und tut weh. aber sie ist gegen alles geimpft."

y-chromosomenträger schaut leicht verständnislos, nimmt dann ein broccoli-stück am strunk und reicht es frau pixy vorsichtig hin. die beschnnofelt es, schaut mich fragend an, nimmt es dann - wie sie gelernt hat: ganz lieb - und mümmelt den broccoli genüsslich in sich hinein. der strunk war - wie vorauszusehen - nicht weich genug und so spuckte sie ihn sorgsam aus.

das gesicht des y-chromosomenträgers und seiner genossen war, gelinde gesagt, filmreif.

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Mittwoch, 10. Oktober 2012
lernen muss man ja immer.
und am besten immer was neues, interessantes, etwas das gerade in oder hip oder angesagt oder cool ist, da kann man dann mitreden mit den anderen.

vor einiger zeit, es war noch sommer und entsprechend heiss, auch noch am abend, frau kelef und die kleine wauwau sassen in einem schanigarten und erholten sich vom spazierengehen.

drei tische weiter unterhielten sich ein paar leute (b: eine frau, a, c und d männer), die ein wenig jünger sind als frau kelef. unbeantwortet bleibt die frage, warum die leute sich immer so laut unterhalten müssen, aber in manchen fällen ist das auch wieder gut so, denn sonst könnte man nicht hören was sie sagen, und dann könnte man sich nicht daran erinnern, und dan könnte man es nicht aufschreiben. jedenfalls:

a.: na, und wannst jetzt in der frührenten bist, wos mochst denn do den gonzn tog?

b.: na jo, i leb hoit so.

c.: a so?

d.: owa wos mochst, wonnst nix zum tuan host?

b.: na jo, i wü a bissl fuatfohn, so noch österreich, und no irgendwohin.

c.: in gonzn tog?

b.: jo, und i wü leana wia ma in lepptopp wos nochschaun konn. i wü an kurs mochn. i woa scho frogn, owa bei de kursfirmen san a nua leit de wos se net auskennan. a gonze stund bi i bei dera an firma gwesn, owa zum schluss homma uns a no net auskennt, do bin i wieda gonga. aussadem san des lauta gauna, de huachn da net amoi zua wonnst ehna eaklärst wost wüllst. wos ma de füa sochn hom vakaufn woin, des is a schweinerei. taböhn und intanetz und briafschreim, lauter so zeig. und wia ma fotos sortiert, und wia ma wos präsendiert, oiso: heazagt.

a.: na, des konn i ma net vuastöhn. de miassn do nochschaun kenna wos du wüllst.

d.: in komputa?

c.: jo, oda in an kursbiachl. do gibst so wos, do stengan olle kurse drin. olle. in an biachl. drum haassn de kursbiachl, die biachl wo de kurse drinstengan. de san gonz schee gross, wäus so vüle kurse gibt, und de stengan donn olle do drin.

d.: wos wüst denn du üwahaupt in an komputa nochschaun?

b.: na, eh net in an komputa. in lepptopp vo mein oidn.

a.: heast, des is do afoch, mochst so an kreschkurs fia oide. frogst hoit in ana ondan firma de des mochn.

b.: wos mochn?

a.: kurse. für zum in internetz wos nochschaun.

d.: oda du mochst glei in führerschein.

b.: na, auto wü i do kaans. gibt eh kane parkplätz mehr rundumadum. und i tät mi a fiachtn bein autofoahn.

d.: in komputa-führerschein, man i, deppate.

b.: na, komputa wü i a net. und warum schimpfst mi eigentlich, du trottel?

a.: tats net streitn in wiatshaus, des gheat si net. owa, heast, b., wonst in intanetz wos nochschaun wüst, muasst di a bissl auskenna!

b.: intanetz wü i a net wiaklich leana.

a., c., d. im chor: heast, wos wüst jetztn eigentlich leana?

b.: es seids so deppat. guhgel wü i leana! guhgel! net komputa, net intanetz, und führerschein brauch i a kan. i wü nua guhgel leana, damit i in lepptopp wos schaun konn. mei oida erklärt ma des jo ned, wia ma des mocht. jetzt muass i an kurs mochn damit i guhgel lern. auf meine oidn tog. wäu mei oida losst mia jo nua de sochn ohschaun de i eahm vuahea frog, und do sogt a ma net wia dea des mocht doss da lepptopp des herzahgt. do gibts so schene büdln beim guhgel, des hom ma scho vüle leit erzöhlt, de wü i a sehng, de büdln vom guhgel, und drum muass i jetzt donn an kurs mochn. damit i guhgel lern. wos is an dem denn so schwea zum vaschteh?

das wird wohl eine schwere geburt bis die frau b. dem guhgel die bilder entlocken kann die sie sehen möchte.

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