Samstag, 6. August 2005
holzkohle, ihre herstellung und geschichte
wen das interessiert, der kann am nächsten wochenende dorthin fahren:

rohr im gebirge

da finden nämlich die EUROPÄISCHEN KÖHLEREITAGE statt,

Infos auch auf http://www.lebensministerium.at - suchwort "köhlerei".

nur für den fall, dass es jemand interessiert hier.

eine fotoausstellung wird es auch geben, mit alten bildern von anno dazumal:



nicht ganz 100 km von wien entfernt, südautobahnabfahrt wöllersdorf, dann richtung gutenstein-rohrer sattel-ist man schon da. wer wagemutig ist, kann auch von gutenstein aus über die haselrast anreisen, traumhaft schöne strecke, aber man sollte bergfahren können. und aufpassen, viele motorradfahrer immer unterwegs da, zum training. manche besonders mutige ebensolche landen auch in den krankenhäusern der umgebung, oder schlimmer.

ein kleines stückerl weiter in der "kalten kuchl" gibt es ein kleines völkerkundliches amateurmuseum, mit vielen alten gerätschaften etc., und sogar bilders wo meine oma und mein opa drauf sind. so. und ein schönes freibad haben die dort auch gebaut.

auf der strecke richtung kalte kuchl sind einige kohlenmeiler, in denen heute noch wie früher holzkohle gebrannt wird, die kann man dort auch gleich kaufen.

sollte wer nach rohr fahren: nicht vergessen, im hotel zum kaier franz josef beim hansi-buam ein rohrer schnitzel
http://gastgeberin.blogger.de/stories/285201
bestellen (und essen), dann freut er sich.

und wenn ihnen eine schwarze katze über den weg läuft, dann brauchen sie nicht die finger zu kreuzen: es handelt sich lediglich um eine weitere ausgabe des panthera pardus montana minima rohrensis. die kommen nämlich von dort.

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Donnerstag, 4. August 2005
die polizei, dein freund und helfer I
bei einem nächtlichen spaziergang mit der hunt und dem katz auf der meidlinger hauptstrasse, fussgängerzone.

die hunt an der langen roten laufleine, in adrettes und weithin sichtbares weiss/hellbraun gepelzt, hurtelt wie immer voraus, an ihrem halsband hundemarke, tollwutimpfmarke und adressanhänger.

der katz (noch) an der kurzen roten katzeleine, aufgrund seiner schwarzen bepelzung hauptsächlich dadurch erkennbar, dass er ein rotes katzegeschirr anhat, geht als kavalier neben mir. na ja, er schreitet eher eleganter pfote an meiner seite.

kommen zwei polizisten vorbei (ein unglück kommt ja bekanntlich selten allein).

schauen die die hunt an, schauen die den katz an, schauen die mich an.

fragt der eine:

"sie, ham sie für den hund der ausschaut wie a katz auch eine hundemarke?"

sag ich:

"sie, des is weder a hund noch a katz, des is a panthera pardus montana minima rohrensis, die rasse is in österreich steuerbefreit!"

schauen die zwei einander an, nicken, schauen mich an, sagen:

"ah so, na dann."

wenn die mich nicht so blöd gefragt hätten könnte ich ja auf die idee kommen die hätten mich gefrotzelt.

so komm ich leider nur auf die idee, dass, während der katz steuerbefreit ist, die besagten herren merkbefreit sind.

seitdem fühl ich mich so richtig sicher und bewacht hier in dieser stadt.

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Mittwoch, 3. August 2005
limbo tanzen
ist offensichtlich eine grundvoraussetzung, wenn man in der fabrique, in der ich arbeite, einen job haben will.

über jahre hinweg schau ich mir das jetzt an: seit es die "human resource"-abteilung gibt, werden die leut immer kleiner.

die leiterin der abtlg. ist, sagen wir mal, 1,65 mit hut, ~ 45+, dunkelhaarig und hat einen leicht verkniffenen gesichtsausdruck. sieht man die meist weiblichen neuen angestellten an, sehen die alle aus wie schlecht nachmodelliert. phänomenal.

sind zwar allesamt weitaus jünger, haben dafür (fast) keine berufserfahrung, sonst auch keine erfahrung, sind nach möglichkeit nicht verheiratet und haben keine kinderwünsche. dafür aber allesamt dicke waden, jede einzelne.

weitere voraussetzung: innerliche blauäugigkeit und eine quietschende stimme. und psychisch blond, unbedingt.

langsam fang ich an, die dämchen, die noch dazu weder solche noch damen sind, zu verwechseln.

die grossgewachsenen mitarbeiterinnen wurden sukzessive entfernt, echte rote haare kommen nur einmal vor, rot gefärbt gar nicht, blond (echt oder gefärbt) fast nicht, ein paar sind mit strähnchen.

langsam setzt sich aber ein trend auch bei den neu aufgenommenen y-chromosomenträgern durch. nur nicht über 1,70, wirken wie ein "lausbub" (oder zumindest so tun als ob), keine erfahrung sowieso, statt der quietschenden stimme sind hier allerdings dringend leises nuscheln und heftige unkonzentriertheit, begleitet von absoluter uneinsichtigkeit, erforderlich.

bis auf zwei sind alle grossgewachsenen weg.

ein einziger mitarbeiter ist dick, aber der wurde infolge eines mergers mit einem anderen konzern übernommen, und war zu etabliert bei den kunden und zu alt = zu teuer zum rausschmeissen.

oh, hab ich vergessen zu erwähnen: der scheffe über die 350 leut misst auch keine 1,80 ...

im herstellwerk bei meinem vorigen arbeitgeber hatte der werksleiter eine bemerkenswert grosse hakennase. im werk arbeiteten an die 200 personen. alle leitenden angestellten hatten grosse nasen, alle. sogar die einzige weibliche wies ein profil auf wie ein adler. dort war vermutlich das negativ eines scherenschnittes das aufnahmekriterium.

und eine firma kannte ich, da waren alle weiber blond. egal wie alt.

und eine andere firma lernte ich kennen, da hatten alle y-chromosomenträger dunkle haare und irgendeinen bart.

und nein, ich bilde mir das nicht ein. und ich habe auch keinen verfolgungswahn.

aber eines habe ich: nämlich festgestellt, dass bei auftreten derartiger auffallender äusserlichkeiten bei den innerlichkeiten einiges nicht stimmt.

man kann auch sagen, der fisch stinkt vom kopf. immer.

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