Samstag, 1. Juli 2017
neues tierschutzgesetz
hamma ja auch hier in österreich. unter anderem, damit der illegale welpenhandel endlich unterbunden wird.

deshalb dürfen jetzt privatpersonen und tierschutzorganisationen, die keine genehmigte betriebsstätte in österreich haben, keine tiere mehr inserieren.

die bauern müssen sämtliche katzen kastrieren lassen. das gibt dann keinen nachwuchs mehr, aber zum mäusefangen können sich die leut ja katzerln beim züchter holen. bevorzugterweise mit stammbaum und so weiter, natürlich darf man die katzerln aber nicht freilaufen lassen weil wegen der wilderei und so, das mit dem mäusefangen ist sowieso überbewertet. nagergift auslegen ist aber so eine sache, wegen der anderen viecher und der kinder, aber andererseits muss die journaille auch schlagzeilen kriegen weil halt dann immer wieder mauserln und ratzerln im bio-getreide und dem daraus gebackenen brot sein werden, mahlzeit, btw.. aus den tierheimen kann man sich aber auch keine katzerln holen, weil es da keine jungen gibt, und alte katzerln sind zwar sicherlich sehr nett, aber dass so ein viech mit zehn oder mehr jahren leben in der wohnung sich noch auf einem bauernhof zurechtfindet, verlässlich die mäusebevölkerung dezimiert und nicht unter den traktor gerät ist eher unwahrscheinlich. und sowieso lernen die katzen das mäusefangen von ihrer mutter, und den rest kann man sich denken, wenn man denken kann.

das töten von gesunden tieren ist ohne wenn und aber verboten. sollte man also, gott bewahre, von der verstorbenen omma drei junge deutsche doggen erben, die bekanntermassen alles, was nicht bei drei auf dem baum ist, in den arsch beissen, dann muss man die viecherln halt in der einzimmer-stadtwohnung aufnehmen, weil: verkaufen kann man die nicht, es sei denn, man nimmt sich ein paar monate urlaub und pilgert mit den hunderln an der leine und einem transparent in der hand durch die lande. so wird das problem mehrfach gelöst, weil die hunderln halt ein paar leut anfressen werden unterwegs, dann werden die hunderln konfisziert und - ja, wohin denn bitte gebracht, weil:

die tierheime sind proppenvoll, die nehmen kein viech mehr auf, weil: können sie nicht. erstens wegen platz, und zweitens auch wegen personal und geld. vermutlich halten die polizisten oder wer auch immer sich traut, die tölen überhaupt zu konfiszieren, die dann im wachzimmer, höchst artgerecht und gut ausgelastet.

dafür hat man dann also die hunde los, gleichzeitig aber eine saftige verwaltungsstrafe und keine wohnung mehr, möglicherweise auch keinen job, weil: man hat sich doch um die hunderln kümmern müssen, die leider nicht alleine bleiben wollen, schon gar nicht in einem einzimmer-appartement in der stadt, wo die doch bei der omma selig ein riesenareal von 10.000 m², wie es auch artgerecht ist, bewohnt haben. schulden hat man noch dazu, denn nur von passanten ernähren konnten die hunderln sich auch nicht, also mussten am tag 6 kg hundefutter in die näpfe, von den diversen sonstigen dingen wie halsbänder, leinen, rüsselverschlüsse, spielzeuge, etc. reden wir gar nicht.

hat man privat ein paar hendln, und übersieht ein paar eier, und so ein dummes huhn brütet die aus, dann hat man ein problem. nämlich, man darf die hendln dann nicht im internet oder sonstwie zum verkauf anbieten. hahnenkämpfe sind andererseits aber auch verboten, und wer schon einmal erlebt hat wie das zugeht wenn mehr als ein gockel - ach herrjeh. schon steht man wieder mit einem fuss im kriminal.

sie haben in der tierhandlung einen goldhamster oder ein wenigerschwein gekauft für das liebe kind, und leiderleider war das blöde vieh trächtig und hat sie beglückt mit, sagen wir einmal, fünf oder sechs jungen? na toll, die müssen sie nämlich behalten. besonders goldhamster natürlich in einzelhaltung, sonst machen die sich gegenseitig tot - was das kind zum heulen bringt, und sie auch, und dann ist sowas überhaupt eine sehr hässliche angelegenheit. vergessen sie dabei aber nicht, dass so ein goldhamster genügend raum und beschäftigung braucht, also pro viech mindestens einen quadratmeter, steht alles im tierschutzgesetz, und wenn ich mir so ein kinderzimmer mit sechs goldhamsterbehausungen vorstelle, hossa. ganz toll. wenigerschweinderln und kaninchen wiederum dürfen nur in gruppen gehalten werden, was an sich gut und richtig so ist, aber wenn man dann weiterliest, ist das nur mit haus und garten ansatzweise zu realisieren.

tierhandlungen aber, nachdem die bis vor einiger zeit keine hunderln und katzerln verkaufen durften, dürfen das jetzt wieder, wie das mit der artgerechten unterbringung dort funktionieren kann ist mir schleierhaft, aber auch da wird sich der gesetzgeber sicher was gedacht haben, was auch immer das gewesen sein mag.

auch interessant ist, dass man tiere mit kupierten ohren oder ruten nicht verkaufen, weitergeben oder gar aus dem ausland einführen darf. hat man also, wie es der teufel so will, einen hund mit happy-tail-syndrom, dann steht man schon wieder mit einem haxen im kriminal, weil: macht man nix kriegt das vieh eine nervenentzündung und/oder eine infektion, das ist dann tierquälerei. macht man was - endet oft in einer teilamputation - dann ist das aber auch verboten, weil siehe oben. wie das ist wenn das vieh einen unfall hat, das weiss man auch nicht.

qualzuchten sind übrigens verboten. aber profilfreie breitbrüstige englische bulldoggen mit zu einem knoten verwachsener rute, schweren atem- und herzproblemen und gewollten zahnfehlstellungen: die darf man züchten, wenn man eine passende genehmigung hat darf man die übrigens auch um ein schweinegeld verkaufen, weil: das ist ja ganz was anderes.

und all die kleinen tierschutzvereine und pflegestellen, die die diversen tierischen schützlinge bislang ordentlich versorgt und vermittelt haben, die dürfen die jetzt rein theoretisch ab sofort noch nicht einmal mehr halten, weil: viel zu viele auf einem platz, keine genehmigte betriebsstätte, etc.. weitervermitteln dürfen sie irgendwie schon, aber halt nicht inserieren, man fragt sich wie so ein verein dann aber kund und zu wissen tun kann dass da ein paar modelle dringend einen platz brauchen, also was stellt sich der gesetzgeber vor, dass die leut' jetzt mit, sagen wir einmal, fünf flaschenkind-katzen machen? behalten dürfen sie die nicht (kein ausgebildetes personal, keine genehmigte betriebsstätte, kein vertragstierarzt), verhungern lassen auch nicht (tierquälerei), inserieren auch nicht, und wäre es nicht wiederum tierquälerei, ich würd ja dafür plädieren dass alle diese leute die diversen katzerln und hunderln und hamster und so weiter in handlichen behältnissen zum parlament bringen, gerne gleichzeitig, und das ganze getier dann dort freilassen. gleichzeitig. mit ganz viel presse, alle viecherln gechipt so dass man dann auch nachverfolgen kann wo sie landen.

man kann sich gar nicht genug alterieren. sowas von neben der spur wie dieses tierschutzgesetz, bei dem vorhersehbar war dass es erstens nicht funktionieren kann und dass zweitens gott und die welt auf die barrikaden gehen wird und dass drittens jede menge scherereien und schweinereien hintennach kommen, das ist schon schwer zu toppen.

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Montag, 12. September 2016
stichwahl reloaded
also neuer termin 04.12.2016. mit in der zwischenzeit zu verfassendem und erlassendem neuen gesetz. allerdings ist schon jetzt nicht sicher, dass die neufassung des gesetzes dann auch vom verfassungsgericht auch so für gut befunden wird: http://orf.at/stories/2357752/2357754/

heute, am 12.09., lag hier die einladung für die wiederholung am 02.10.2016 im briefkastl.

gewählt haben wir schon einmal, nämlich am 22.05.2016.

inwiefern die neuen wählerevidenzlisten - tote raus, neu 16 gewordene rein - sich allerdings auf die rechtmässigkeit eines neu zu erlassenden gesetzes auswirken sollten, erschliesst sich mir nicht wirklich, weil: wer wählen kann (weil er noch lebt bis dahin) und wählen darf (weil er schon 16 ist bis dahin), der soll das halt tun oder meinethalben lassen, ändern kann ich es eh nicht. und die gültigen stimmen werden dann gezählt.

ein neues feature für die wahlanfechtungen wäre es aber, wenn man die kurz vor knapp abgebankelten (verzeihung) wähler dann irgendwie extra erfassen täte. natürlich könnte es auch - es geht ja um was, und das letzte mal ging es doch auch kwasi um einzelne stimmen - eine gute idee sein in den hospizen, intensivstationen und pflegeheimen genau nachzuforschen, ob da auch jede und jeder sein stimmchen abgibt. und das dann bitte mit jeweils einem notar und zwei zeugen protokollieren: kann nicht mehr sprechen, hat aber zur zustimmung mit der rechten grossen zehe gewackelt. hat zwar alzheimer, ist aber nicht entmündigt. blindtaub und völlig dement, aber nicht entmündigt. ich meine: das sind doch alles gültige wählerstimmen? und wenn ich an die ex-einviertelhausbesitzerin und ihren happschi denk: beide weichgesoffen, medikamentenabhängig, seit jahren in psychiatrischer behandlung, aber: nicht entmündigt. was zählen solche stimmen, und wieso dürfen solche menschen denn überhaupt wählen?

und dann hätte ich noch ein problem: es ist ja so, dass in den krankenhäusern als geburtszeit vielfach nicht der moment eingetragen wird, in dem der pamperletsch aus der mutter rausflutscht, sondern der moment, in dem das kind erkenntlich lebt, also: zappelt, brüllt und vom arzt als lebendig bezeichnet wurde. und wenn nun das flutschen vor mitternacht stattgefunden hat, und der arzt aber erst nach mitternacht sein ok gegeben hat, ist da nicht auch eine diskussion angebracht? meine tochter flutschte um schlag punkt 06.00 uhr, trotzdem wurde aus den o.a. gründen als geburtszeit 06.10 uhr eingetragen, deshalb hab ich mich da schlau gemacht.

o.a. gilt natürlich auch umgekehrt: wenn ein mensch kurz vor mitternacht stirbt, das tun menschen ja gerne einmal, und der arzt kann das genaue todesdatum nicht eintragen, welchen tag wählt er dann, und wie wird das im zweifelsfall gezählt? da sagen die kinder dann, der opa ist am x.ten in der nacht auf den y.ten gestorben, und der arzt schreibt in den totenschein einfach den y.ten, weil das der tag ist an dem er gerufen wurde und den tod festgestellt hat?

ich meine, wenn schon genau, dann aber bitte wirklich.

selbstverständlich müssen aber die beiden kandidaten in der zwischenzeit ordentlich medizinisch überwacht werden, weil der eine ist ja doch schon ein bisserl älter, rauchen tut er auch noch, der schelm, der, und der andere ist seinem eigenen dafürhalten nach sowieso ein berufsunfähiger krüppel und geht offensiv am stock, von den vielen operationen, die er immer wieder erwähnt, hat allerdings keiner was gemerkt, erfahrungsgemäss tu ich mir allerdings schwer damit zu glauben, dass man das so gut vertuschen kann. aber wenn letzterer meint, ersterer sei wegen alter und rauchen nicht der richtige mann für den posten, wie verstehe ich dann die sache mit dem hatscherten, oder darf ich das hatschen als interpretation der (nicht nur politischen) situation dieses landes verstehen?

wir wären aber nicht in österreich, wenn nicht schon der schuldige ausgemacht und vorsichtig an den pranger gestellt wäre: die druckerei. die wird vermutlich die schuld an den kleberhersteller delegieren, und dieser die schuld an den maschinenhersteller, und dieser die schuld an den wartungsmechaniker, und dieser die schuld an den zeitdruck seitens seines arbeitgebers (vermutlich eine sub-subfirma mit sitz in tschibbutistanien) unter den man ihn gesetzt hat. und letztlich werden alle in konkurs gehen (bzgl. der druckerei wurde das ja schon vorsichtig anmoderiert von verschiedenen seiten) und unter einem neuen namen in einer neuen firma neue agenden übernehmen. oder sich überhaupt selbst neu erfinden, möglicherweise sogar gemeinsam.

und die person, die den auftrag an diese druckerei erteilt hat (nach einer ausschreibung, natürlich), wird nach oben befördert werden damit sie nix mehr genehmigen kann, diese person, diese ausgschamte.

man weiss nicht ob man lachen oder weinen soll.

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Dienstag, 30. August 2016
man muss prioritäten setzen
manchmal muss man mir wirklich erst einmal alles genau erklären, z.b., wie das so ist mit den aufdrucken auf t-shirts und anderen kleidungsstücken, weil: ich versteh das nicht. ähem.

also jetzt ist das so: der kaffeeröster verkauft schulkleidung mit den aufdrucken "blahblahblah", "really?", "super ultra cool", "be strong", und eines ist gar zum selberbeschriften, und regt sich die lehrergewerkschaft darüber auf, die diese schriftzüge dann vor augen haben? alteriert sich irgendeine elternvereinigung oder -gemeinschaft? hab ich noch nix bemerkt davon. un dtatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass eine lehrkraft, die ein paar kinder mit solchen leiberln vor sich sieht, insbesondere wenn die kindelein sich nicht ganz wunschgemäss verhalten, ein klitzekleinwenig irritiert sein könnten. wenn ich mir vorstelle, dass ich eine hilfskraft mit so einer aufschrift auf der (weiblichen oder männlichen) brust gehabt hätte, dann könnte ich mir das durchaus vorstellen.

einige jünglinge und mädeleins sah ich neulich spazierengehen, mit sweatshirts (teils auch noch mit kapuze übern kopf, und so im august!) mit den aufdrucken "sniper", "kalaschnikow" und "kill them all" - wurden die von der vorbeilatschenden porzelei vergehaftet oder wenigstens belehrt, wurden der verfassungsschutz oder die terrorismusabwehr, wenigstens aber die cobra, auf der stelle herbeizitiert? mitnichten. dabei haben die sich auch noch aufgeführt wie die irren, mit coladosen nach fussgängern geschossen, haben die reste ihrer nudeln-zum-unterwegs-aus-dem-karton-fressen mitten auf die strasse geworfen, und so weiter.

aber wenn die konditorei aida leiberln bedrucken lässt mit "punschkrapferl", "schokoholic" oder "zimtschnecke", und mit "i love vienna", "i love aida" und "I need a coffee", und jeder kellnerin zwei davon gibt, damit die jeweils anziehen kann wonach ihr gerade ist, dann ortet das besorgte bürgertum sexismus, und die medien berichten eingehend: http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/news/Ist-die-neue-Aida-Uniform-suess-oder-sexistisch;art86827,1335956 und http://wien.orf.at/news/stories/2793917/ . sogar eine umfrage wird gestartet.

fehlt jetzt noch der aufschrei irgendwelcher suchtgiftbeauftragten, ernährungsberater und gesundbeter (fällt mir gerade ein, vom hademar dem bankhofer dem älteren hat man schon lange nix gehört oder gelesen, das wär doch was?) die sich sorgen machen um diese art der werbung für konditorei (zucker! schokolade!) und aufputschmittel (kaffee!). vielleicht könnte sich ja auch die gesundheitsministerin dazu äussern, zwegenem weil man muss ja auf die gesundheit schauen, oder so.

und die friseurinnung sollte unbedingt darauf hinweisen, dass so breite schleifen im haar sicherlich irgendwelchen schaden an der hauptbehaarung anrichten.

und die gleichberechtigungsbeauftragten haben doch auch eine stimme: wieso kriegen die männlichen angestellten keine leiberln mit aufdrucken? das ist doch sicherlich auch der reine sexismus, dem inhaber der aida sind die männer eben einfach nicht genau so viel wert wie die frauen.

meine fresse.

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Dienstag, 15. März 2016
registrierkassenpflicht
frau kelef hat wegen der viecher und pflanzen und dem anderen unnötigen dreck über den abflüssen in abwasch und badewanne kleine siebchen, metall mit extra feiner lochung: fangen garantiert jedes haar und jedes kleine körndl, und sind einfach zu säubern. so weit, so gut. nix lebt ewig, und irgendwann werden die dinger halt auch kaputt, so nach 20 jahren.

bisher gab es die gewünschten modelle nur im online-handel, was ein wenig kompliziert ist, weil man bestellen muss und kleinzeug bekanntlich immer in einem riesenpaket verschickt wird, das man dann mühsam irgendwo einsammeln muss, weil es ganz genau nicht in den briefkasten passt. so schon geschehen, ich hab das dann einfach nicht abgeholt in meinem gerechten zorn.

gestern beim installateur vorbeigegangen, da liegen zwei der begehrten modelle in der auslage. frau kelef, höchst erfreut, stürzt hinein und erwirbt eines davon käuflich. zum sagenhaften preis von € 2,16 - und dazu kriegt man einen sage und schreibe 12 cm langen kassenbon, den man bitte mitzunehmen hat.

kaum ist frau kelef aus dem geschäft draussen, denkt sie so bei sich, dumme nuss, hättest doch gleich eines für die badewanne auch mitnehmen können. also zurück und das ganze noch einmal. € 2,16 und 12 cm langer kassenbon.

der installateur hatte den preis schon auswendig gewusst und war einfach schneller als frau kelef, der weiters gerade einfiel dass sie auch noch ein paar dichtungen gebrauchen könnte.

der installateur bringt die drei gewünschten stück, und als frau kelef die brieftasche zückt winselt er leise auf: "darf ich ihnen die bitte, bitte schenken? die kosten miteinander € 0,30. wenn ich da jetzt noch einen kassenbon ausdrucken muss, dann fang ich an zu weinen."

ich freu mich schon auf die einkäufe im sommer am markt: kassabons über ein büschel schnittlauch um € 0,30, beim nächsten stand über € 0,60 für einen bund basilikum, und dann weiter zum nächsten um die radieschen um € 0,80, und so fort.

da kommen im laufe eines tages sicherlich ein paar meter zusammen. frau kelef wird sich dieser thematik vielleicht widmen, das könnte interessant werden. oder zwingt man auf diese weise die kunden, nur mehr in einem einzigen geschäft einzukaufen? das wäre, nun ja, interessant. und was macht man mit den verd... bons, ausser sie wegwerfen, tunlichst mitten auf dem markt?

auch interessant kann es natürlich werden, wenn in einem lokal in einer grossen runde immer wieder ein anderer ein einzelnes achterl bestellt, oder in einem zuckerlgeschäft, in dem noch gummifrüchte etc. einzeln verkauft werden.

und was ist mit den rosenverkäufern in den lokalen eigentlich, wer überprüft die? wenn die vom rosenverkaufen leben, dann haben sie mehr als € 15.000.-- umsatz im jahr, die erhalten ja angeblich auch noch ihre frau und 3 kinder in ägypten, wie mir der eine versicherte. oder haben die drei jobs gleichzeitig, oder verkaufen die vielleicht ganz was anderes? kassabons für eine einzelne rose im lokal? und wie ist das mit den zeitungsverkäufern mit den mobilen ständen auf der strasse? zu jedem stanitzel eis ein kassabon? und wenn man das eis im lokal isst und vergisst, dass der kevin noch eine waffel gegessen hat, und nach dem kassieren meldet sich zementa und gesteht den genuss einer hohlhippe, dann wären da schon einmal bald vierzig cm beieinander, weil: 12 cm gingen sich ja nur bei einem einzigen artikel aus.

je mehr frau kelef darüber nachdenkt, desto entschlossener ist sie, demnächst zu testen wie viele meter da zusammenkommen, und wo man überall abschlägig beschieden wird beim verlangen nach einem bon, und was das finanzamt z.b. zu den zeitungsverkäufern sagt.

man braucht ja immer wieder was neues zum spielen.

http://steiermark.orf.at/news/stories/2763079/

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Dienstag, 18. August 2015
wirtschaftsflüchtlinge, und so.
hört man ja jetzt wieder eine menge von denen, die kommen alle nur nach - hier beliebiges europäisches land einsetzen - um sich sozialschmarotzerisch bis ans ende ihrer tage durchfüttern zu lassen. gleichzeitig kriegen die alle, wenn man den üblichen verdächtigen glauben schenkt, noch ein kostenloses smartphone plus gebühren, jede menge taschengeld, kostenlose unterkünfte, ärztliche behandlungen, und markenklamotten im überfluss. alle, ohne ausnahme.

schaut man sich photos an aus den verschiedenen flüchtlingslagern in - hier beliebiges europäisches land einsetzen - kriegt man allerdings einen anderen eindruck, aber das ist vermutlich alles nur photoshop, wenn man den üblichen verdächtigten glauben schenkt.

flüchtlinge per se sind menschen, die von irgendwo fortgelaufen sind: im weitesten sinne also z.b. auch misshandelte kinder, die lieber auf der strasse leben als bei ihren eltern, frauen die sich in frauenhäuser retten, männer die im ausland vor dem exekutor untertauchen weil ihnen die ehemals liebende ex-frau sogar die nasenhaare pfänden lässt (ist ja alles nur wegen der kinder ...). wenn soldaten im krieg flüchten weil sie niemanden umbringen wollen oder die situation absolut aussichtlos ist, dann begehen sie fahnenflucht und werden als deserteure standrechtlich erschossen, das ist ein bisserl was anderes, aber: sie alle sind auf der flucht, aus guten gründen.

flüchtlinge sind auch die menschen, denen man die existenz unter dem hintern weg egalisiert hat: ob durch wirtschaftliche machenschaften, durch bomben, durch landgewinnungsmassnahmen, wie auch immer. und wenn man nix hat kann man auch die familie nicht füttern. da fällt einem das weggehen leicht, einfach weil es woanders nur noch besser sein kann. zumindest in manchen dingen. und wo nix ist kann man auch nix zurücklassen, da braucht man sich auch nicht mehr umdrehen beim weggehen oder über ein zurückkommen in absehbarer zeit nachdenken.

die sollen ihr land wieder aufbauen, anstatt davonzulaufen, hört man von den üblichen verdächtigen, das haben "wir" schliesslich auch gemacht nach dem krieg.

"wir" haben nach dem krieg in die windeln geschissen, meine herrschaften, wenn wir überhaupt schon auf der welt waren, damals, als der wiederaufbau anstand. "wir" haben also gar nichts gemacht, wir sind lediglich die nutzniesser dessen, was andere gemacht haben, so fängt es in meinen augen schon einmal an. und die, die damals wiederaufgebaut haben, die haben das nicht alleine gemacht, sondern ganz schön viel hilfe bekommen. wenn man den zeitungsberichten - teils ebenfalls von den üblichen verdächtigen - glauben schenken darf, dann sind viele dinge noch immer nicht aufgearbeitet von "damals". oder wie verstehe ich zum beispiel die gerichtsverhandlungen, in denen fast schon mumifizierte greise wegen verbrechen verurteilt werden, die vor weit mehr als einem halben jahrhundert stattgefunden haben - also zu einer zeit, zu der viele von uns noch gar nicht auf der welt waren? wie verstehe ich die sache mit den restitutionen von eigentümern der verschiedensten arten und grössenordnungen? und wie viele menschen haben sich damals - so lange ist das andererseits ja wiederum auch noch nicht her, sonst wäre es doch nicht immer noch thema allüberall - hals über kopf gerettet, teils ohne irgendwas mitnehmen zu können, hauptsache überleben? und das traf sowohl andersgesinnte, als auch andersfarbige, als auch andersgläubige, als auch überhaupt menschen und deren verwandte, sofern sie dem damaligen regime nicht genehm waren.

nun konzidiert man heutzutage - um keine schlechte nachred' zu haben - den "echten" kriegsflüchtlingen ja schon, dass sie einen grund zum davonlaufen gehabt haben, immerhin, aber wieso sind die jungen, gesunden männer gelaufen und nicht die alten und kranken? wisst ihr was, leute, wenn einer von mir erwartet dass ich davonlauf', dann muss ich dazu leider sagen, ich lass' wen anderen laufen auf meinem platz, weil: ich kann nicht mehr. dabei bin ich noch gar nicht sooo alt, nur halt, mit dem laufen ist es schon lang vorbei. und es ist mir ziemlich egal, womit man mir droht, weil: ich kann nicht davonlaufen. und da red' ich noch gar nicht einmal von all den widrigkeiten, die unterwegs warten, sondern einfach nur davon, grössere wegstrecken zu fuss zurückzulegen. ähnliches trifft wohl auch für kleine kinder zu: was ich nicht mehr kann, können die noch nicht. welchen teil davon man nicht verstehen kann, verstehe ich wiederum nicht. natürlich weiss ich, dass es 80jährige gibt die im holzschlag arbeiten, tennis spielen oder wildwasserfahrten machen, aber seien wir uns ehrlich: die meisten von deren geburtenjahrgängen sind six feet under, oder zumindest knapp davor. auch wenn man mir noch so viel von der überalterung der gesellschaft erzählt - wer den blick weniger auf das eigene smartphone und mehr auf die passanten wirft, der kann ganz leicht und ohne jedwege röntgenuntersuchung feststellen, dass die meisten älteren mitglieder der gesellschaft auch aus unseren landen eher tot auf der strasse umfallen als ein paar tausend kilometer auf ungewisse weise mit ungewissem ausgang zurücklegen werden/wollen/können. so schlecht kann es hier gar nicht sein. rollatoren sind nicht geländegängig, und mit dem krückstock kommt man nicht weit.

bleiben also die wirtschaftsflüchtlinge. nun bin ich ja alt genug um mich an die verschiedenen erzählungen der verschiedenen vorfahren und deren freunde live erinnern zu können. die haben damals auch von damals erzählt, und von dem, was ihre vorfahren erzählt und erlebt und durchgemacht haben. in der monarchie, vor den weltkriegen, dazwischen und danach. und wenn ich es mir so genau überlege, dann waren da nur ganz, ganz wenige privilegierte dabei, die nicht irgendwie ein paar wirtschaftsflüchtlinge in der familie hatten. ob das nun die böhmischen köchinnen waren, oder die ammen der besseren familien, oder die mädchen die gesellschaftsdamen oder kinderfrau werden mussten, oder auch dienstmädchen in der stadt oder magd auf dem land, burschen die sich als pferdeknechte verdingten, zum militär gingen, als hausbursch arbeiteten, und so weiter und so fort: waren die nicht alle auch irgendwie wirtschaftsflüchtlinge? sind nicht auch die, die wegen eines guten jobs aus dem süden eines landes in den norden übersiedeln, ebenso wirtschaftsflüchtlinge? könnten letztere nicht mit weniger auskommen, und dafür im norden niemandem den job wegnehmen? denn der aus dem norden, der dann diesen job nicht bekommt, der muss ja auch von was leben?

die gastarbeiter haben ganz viele länder gerufen, damals, für den aufbau und danach, was haben die rufer gedacht, welche leute da kommen werden? die geistige elite? die bankiers und die fabrikanten? die grossgrundbesitzer mit ländern und feldern und wäldern? die eigentümer von mietshäusern? um sich mit dem asphaltieren der strassen und dem putzen von klos ein körberlgeld zu verdienen? natürlich kamen fast nur die, die zu hause keine oder nur noch schlechtere arbeit hatten. oder von einem bauernhof stammten, der gerade einmal vier personen ernährte, aber keine sechs oder sieben. oh, die eltern hätten ja keine sechs kinder kriegen müssen, aber, herrschaften, damals sind in vielen ländern noch zwei von vier kindern gestorben, das ist heute auch noch so, und hat man keine kinder hat man im alter nix zu essen, weil man das feld nicht mehr selber bestellen kann, und so weiter und so fort. das mit der grundsicherung ist übrigens noch nicht einmal "bei uns" schon lange so, und leben kann man von der auch nicht wirklich. und schauen wir mal wie lange es dauert bis man die kinder (wieder) zur kasse bitten muss für die kosten, die die alten verursachen.

wie viele gehen ins ausland auf ein paar jahre, um auf irgendeiner baustelle eines internationalen unternehmens mit - zugegeben durchaus sehr harter arbeit - ganz viel geld zu verdienen? wäre es nicht menschlicher, anständiger, christlicher, den menschen dort unterricht zu geben und sie dann die arbeit selber machen zu lassen? natürlich gibt es immer ein paar spezialisten, ohne die man nicht auskommt, aber, ehrlich gesagt, wer schon einmal auf so einer baustelle gearbeitet hat der weiss, dass die wenigsten der leute unersetzliche spezialisten sind. viele verträge mit sub-sub-subunternehmern werden ausschliesslich zu geldwäschezwecken und aus verschleierungstaktiken heraus geschlossen: einen betonmischer bedienen oder ziegel schichten kann wirklich bald jemand.

sind nicht auch die menschen, die aus mehr oder weniger entlegenen dörfern "in die stadt" gehen, wirtschaftsflüchtlinge? weil: dort wo sie aufgewachsen sind gibt es keine arbeit, und wenn es eine gibt, dann nicht soviel dass man davon leben kann.

wer, der sich eine haushaltshilfe leisten kann, hat denn eine inländische? wieso sind die meisten bediensteten z.b in der gastronomie oder im hotelgewerbe ebenfalls keine inländer? kommen die alle nur, weil sie einsehen dass "wir"was besseres sind und daher eine anzahl niedriger arbeiten nicht verrichten wollen, schon gar nicht gegen geld? sind diese leute nicht also auch alle wirtschaftsflüchtlinge, also zum beispiel auch viele unserer nachbarn?

ich würde schon gerne die gelegenheit haben diejenigen, die am allerlautesten schreien, einmal genau unter die lupe zu nehmen - und ihre vorfahren mit, natürlich. da gäbe es wohl eine menge zu entdecken das diesen personen weniger gefiele als ihr eigenes lautes schreien und dagegensein.

und dann wird sortiert, und jede person, deren vorfahren nicht schon seit mindestens sechs generationen z.b. reine österreicher sind, die gehen auf der stelle wieder zurück nach dahin, wo sie hergekommen sind, diese migranten, wirtschaftsflüchtlinge, sozialschmarotzer und nebochanten. haben sich alle nur bereichert hier, kostenlose schulausbildung genossen, billige wohnungen, medizinische versorgung, und jetzt kriegen die auch noch eine pension. nur das smartphone müssen sie selber zahlen, so eine ungerechtigkeit aber auch.

dieses mit zweierlei mass messen, diese unglaubliche besser-seierei, diese unfassbare niedertracht im heruntermachen der "anderen", das macht mich alles ziemlich böse, gerade.

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Sonntag, 24. August 2014
merkwürdige diebstähle in österreich
immerhin, diesmal kann man wirklich herzlich lachen:

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2664775/

klaut da doch glatt jemand 400 politisch motivierte gartenzwerge, und zwar gleich en masse. zudem waren die gartenzwerge in einer höhe von ca 3 metern an masten und fahnenstangen et al. befestigt.

aber, man darf ja nicht vergessen: http://de.wikipedia.org/wiki/Auch_Zwerge_haben_klein_angefangen. man darf gespannt bleiben.

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Montag, 11. August 2014
merkwürdige diebstähle in österreich
und gleich zwei meldungen an einem tag:

brieftauben zum einen:
http://steiermark.orf.at/news/stories/2662518/

geld und EIN T-SHIRT zum anderen:
http://wien.orf.at/news/stories/2662570/

tja. manchmal fragt man sich schon.

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Mittwoch, 23. April 2014
alle irre - elektroscooter für kinder ab 10 jahren
man fragt sich, und man wundert sich. und schüttelt den kopf und kommt aus dem schütteln gar nicht mehr heraus:

http://kaernten.orf.at/news/stories/2643478/

und damit genau klar ist was frau kelef meint, hier ein zitat des herstellers aus dem verlinkten bericht:

„Es liegt an den Eltern“

Die Hersteller sprechen von einem durchaus sicheren Fahrzeug, so Klaus Aichinger: „Es ist relativ kindersicher unter Anführungszeichen. Ein Kind hat zehn, 15 Kilo. Es ist die Frage der Eltern, ob sie erlauben, dass das Kind damit fährt. Es dürfen zwei Personen oben sitzen, ein Kind mit Fahrradhelm darf dieses Fahrrad benützen.“


also zehn kilo hat ein ein- bis zweijähriges kind, ein zehnjähriges hätte dann so ca. 25 bis 30 kg, sozusagen, man weiss ja nicht welche sorte kinder der herr kennt.

was auch immer frau kelef aus diesem bericht schließen muss, sie will es nicht müssen. wissen auch nicht. hauptsache, es liegt an den eltern.

frau kelef stellt sich gerade so vor, wie ein ihrethalben auch dreijähriges kind (das wären dann die 15 kg) mit dem elektrodingens über den spielplatz zischt, mit 25 kmh, oder durch die fußgängerzone. weil: fahrrad ist fahrrad, und soweit frau kelef informiert ist gibt es keine beschränkung bezüglich der art des fahrrades, mit dem jemand fahren darf: es reicht, wenn das fahrrad den vorschriften entspricht. und je nach alter und radführerschein darf man dann eben da oder dort fahren oder auch nicht. dass das erreichen der pedale problemlos möglich sein muss (von den bremsen reden wir erst gar nicht) steht z.b. nirgends geschrieben.

bei einer reichweite von 80 km kommt dann jung-ole-lasse mit seiner froindin schackeline-schantalle immerhin von wien bis nach bratislava in der schönen slowakei (norden), oder bis nach sopron im schönen ungarn (osten), nach neunkirchen (süden) oder auch krems (westen), denn aufsteigen und fahren können die kinnerleins ja viel früher als bremsen, stehenbleiben und wieder heruntersteigen mit wacklichten knien. ausweise werden ja jetzt an der grenze eh nicht mehr kontrolliert.

aber, wie man aus dem ergebnis der abstimmung ersehen kann: hauptsache die kinners kennen die strassenverkehrsordnung und tragen einen helm bei diesen unternehmungen, dann dürfen die durchaus mit zehn jahren diese ausflüge machen (wenn sie die verkehrsregeln kennen und einen helm aufhaben). ausflüge, die sicherlich erzieherisch höheren wert haben als gute zeiten-schlechte zeiten, irgendwos nächstes topfmodell oder sonstigerlei tv-sendungen. und was die kinder unterwegs alles an bildung aufnehmen können, ich meine, schon diese strecken, die schon die alten römer, und so ...

und der bericht kommt aus dem bundesland kärnten, in dem wütende züge ommas mit rollator zwischen den bahnschranken einsperren und töten:

http://kaernten.orf.at/news/stories/2643494/

neinneinneinneinnein.

immerhin weiss man jetzt aber, warum die kommentarfunktion bei orf.at gar nicht so fehlt. nämlich: die wussten, dass frau kelef schon mit der idee geliebäugelt hatte, sich ebendort anzumelden und ab und zu ein wenig gift abzusondern. ist aber vermutlich eh besser so.

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Donnerstag, 25. Juli 2013
nebenkosten
in lieblicher regelmässigkeit - wenn auch nicht so intensiv wie alles, was das rauchen betrifft - wird natürlich auch dem alkohol, resp. den auswirkungen eines überhöhten konsums ebendesselben - raum und zeit in den medien gewidmet.

derzeit, z.b.: http://www.vienna.at/alkohol-krankheit-kostet-oesterreich-jaehrlich-740-millionen-euro/3650334

dass immer wieder dieselben experten dasselbe sagen, womöglich auch noch mit denselben worten in derselben reihenfolge, das ist ja, da sich weder an thema noch problemen was ändert, nicht verwunderlich.

auch, dass zu den unmittelbaren kosten mittelbare dazukommen ist nicht neu oder erwähnenswert.

allerdings, das finde ich, mit verlaub, schon sehr hüppsch:

... An direkten nicht-medizinischen Aufwendungen kamen 2011 dann 6,6 Millionen Euro an Krankengeld, acht Millionen Euro an Pflegegeld, 23,5 Millionen Euro für Invaliditätspensionen und 7,1 Millionen Euro an Witwenpensionen hinzu. Den größten Anteil aber machten die Produktivitätsausfälle durch Krankenstände etc. aus: 441,7 Millionen Euro. ...

krankengeld ist ja so eine sache, wie kontrolliert man eigentlich ob jemand in krankenstand ist weil alkoholisch beeinträchtigt im moment oder generell, und wie kann man eigentlich eineindeutig feststellen ob z.b. eine lebererkrankung durch alkoholgenuss verursacht wurde? ich kenn persönlich zwei leute die ein leberversagen hatten (einer ist tot, einer hat eine neue leber): beide haben definitiv ihr ganzes leben lang gesund gelebt und nie und nimmer alkohol getrunken.

pflegegeld: siehe oben.

invaliditätspension: siehe oben.

produktivitätsausfälle: siehe oben.

was mir noch fehlt, sind angaben zu sachschäden, die absichtlich oder unabsichtlich verursacht wurden, da wären doch die versicherungen einmal ordentlich gefordert, oder sehe ich da was falsch? über die finanziellen belastungen durch hochwasser lamentieren, das ja, aber was ist mit den schäden durch unbekannte besoffene?

allerdings, mit verlaub, die witwenpensionen (und was ist eigentlich mit den witwerpensionen, oh genderfreudiges land der berge?) der hinterbliebenen ehefrauen als quasi volkswirtschaftlichen schaden anzuführen, das ist doch ein wenig makaber, wenn ich mir diese feststellung erlauben darf. als ob die ehepartner eines alkoholkranken menschen nicht sowieso schon lange zeit hindurch gestraft genug würden durch den alkoholismus.

aber je nun, vielleicht sollte man sich da auch irgendeine strafsteuer oder so was überlegen?

ich würde ja vorschlagen, dass z.b. jede frau, die nach nach dem ableben eines alkoholkranken ehemannes eine witwenpension beantragt, nachweisen muss dass sie die letzten, sagen wir einmal, dreissig jahre nichts unversucht gelassen hat ihren lieben ehemann vom alkoholtrinken abzuhalten, ihm kein bier nach hause gebracht, sollte er es selber heimgetragen haben es ausgeschüttetet hat, etc..

die von den jeweiligen wirten jeweils schriftlich zu bestätigenden versuche, den bereits illuminierten ehemann mit brachialgewalt aus dem lokal nach hause in eine alkoholfreie umgebung zu bringen sollten natürlich in protokollarischer form über die entsprechenden jahrzehnte aufbewahrt und auf verlangen vorgelegt werden, das könnte dann z.b. eine verminderung der pensionsminderung bewirken. damit alles mit rechten dingen zugeht muss natürlich jeder wirt eine kopie der jeweiligen bestätigung solange aufbewahren, bis der jeweilige gast, nun ja, ein bankl gerissen hat.

man muss das so sehen: die ehefrau nimmt unmittelbar teil an der freizeitgestaltung des ehemannes, der wirt braucht einen eigenen dokumentationsbeauftragten, und auch auf den ämtern werden viele neue posten geschaffen (irgendwer muss ja die protokolle sichten und überprüfen und abgleichen und genehmigen), und dann muss das alles elektronisch erfasst und weiterverarbeitet werden.

die ehefrau kriegt derweilen eine verminderte witwenpension (ein gewinn für die pensionskassen), von der sie nicht leben kann, und als ausgleich bekommt sie ausgleichszahlungen aus irgendeinem sozialfond.

mit ein wenig glück kratzt die alte dann eh ab bevor die ganzen einsprüche durchgeboxt wurden von anwälten der rechtsschutzversicherungen, die da ein völlig neues betätigungsfeld vor sich hätten. ein einspruch könnte ja z.b. lauten: nein, meine mandantin konnte in der woche ... bis zur woche ... leider ihren mann nicht aus dem wirtshaus nach hause zu bringen versuchen, weil sie nach dem letzten versuch, dies zu tun, leiderleider mit einem kieferbruch und verschiedenen prellungen sowie einer gehirnerschütterung im krankenhaus aufhältig war und ebendortselbst stationär behandelt wurde, ohne eine genehmigung für ein temporäres verlassen des krankenhauses beantragen zu können, da sie leider auch noch zwei durch hämatome geschlossene augen hatte. dass der ehemann in dieser woche die besäufnisse in der krankenhauseigenen cafeteria abhielt kann meiner mandantin nicht zur last gelegt werden, insbesondere, als sie durch die o.a. hämatome an der optischen wahrnehmung des zustandes ihres mannes gehindert wurde. eine akustische wahrnehmung wurde sowohl durch die bettlägerigkeit, als auch durch die geschlossenen fenster des krankenzimmers (am tag X hatte es minus 12°C und es herrschte starkes schneetreiben) als auch die entfernung zwischen cafeteria und gebäudeteil des krankenzimmers, in dem meine mandantin untergebracht war, unmöglich gemacht.

hossa. ich werde gerade kreativ.

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Samstag, 9. März 2013
erste reihe fussfrei
oder: manche dinge erledigen sich selbst.

man beachte meine fürsorgliche wortwahl, und dleses hier:

http://orf.at/stories/2170741/2170739/

wie ich schon seit jahrzehnten immer wieder sage: ich brauch' weder boshaft sein, noch jemand was böses wünschen, irgendwann erledigt sich vieles ganz ohne zutun anderer.

hehehe.

neulich frag' ich einen künstler - also: einen richtigen, der wirklich was kann und auch einen guten namen hat, und so - ob er bzgl. eventueller gigs irgendwelche ressentiments oder berührungsängste hätte. nö, sagt er, nix dergleichen. politisch nicht, nationalitätenhalber nicht, firmenmässig nicht, branchenmässig nicht, solange alles in einem vernünftigen rahmen abläuft..

tritt ihn seine frau ans knie.

uups, sagt er, blau geht nicht. aber das hab ich nicht dazugesagt, weil ich dachte, das muss ich erst gar nicht.

hehehe.

es besteht noch hoffnung für dieses land.

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