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Montag, 5. Dezember 2011
in griechenland ist alles anders
kelef, 05:31h
heisst es so schön am ende des filmes "katzelmacher" von rainer werner fassbinder.
ich werd' alt, jetzt hab' ich so lange darüber nachgedacht woher ich das "in ... ist alles anders" herhab, und jetzt, wo ich gerade wieder einmal "die ehe der maria braun" gesehen habe, ist es mir dann endlich wieder eingefallen.
wieso ich darüber nachdenken musste? na, wegen thailand, natürlich. denn wenn ich einmal blut geleckt habe an solchen: http://gastgeberin.blogger.de/stories/1823734/ geschichten, dann will ich natürlich auch eine fortsetzung.
es ist nämlich so, dass in thailand auch alles anders ist. und der erfahrene, weltgewandte und gebildete thailand-reisende betont das oft und gerne, weil es ja von grossem interesse für die allgemeinheit ist, dass in thailand alles anders ist. jetzt nicht, dass es irgendjemand interessiert, schon gar nicht ernsthaft. einmal erträgt man die tiefschürfenden auslassungen über die unterschiede zwischen hier und dort ja zur not, aber einmal ist keinmal, meinen die thailanderfahrenen wiener, und wiederholen sich wie eine platte mit einem sprung-sprung-sprung immer wieder-wieder-wieder. es ist ziemlich egal, was man sagt, tut oder fragt, und es ist auch ziemlich gleichgültig welche jahres- oder tageszeit gerade ist. der erfahrene thailand-reisende lässt seine umwelt - von taxifahrer bis zu kellnerin, von supermarkt-kassiererin bis zu arabischem rosenverkäufer, von bauarbeiter bis zu gast am nebentisch, gerne, lautstark und mit allen ihm zur verfügung stehenden mitteln teilnehmen an seinen tiefgreifenden erfahrungen.
das geht dann ungefähr wie folgt:
frau am nachbartisch sagt zu ihrem mann, dass sie der meinung sei das wohnzimmer bedürfe einer neuen tapete.
thailandspezialist zum mann: wissns, bei de thai, do is des ondascht. do hot de frau ka meinung zum hom. oiso, de hot scho ane, a meinung, owa de interessiert kan. nur hamlich, wonn's kana heat. de dätn nia in wiatshaus üwa tapetn redn. de gengan net amoi ins wiatshaus, so is des duatn.
_________
bauarbeiter kommt ins lokal, bestellt sich einen tee, reibt sich die hände und meint, es werde jetzt draussen kalt, womöglich würde es vor weihnachten doch noch schneien.
thailandspezialist zu bauarbeiter: in thailond, do schneibts nia. hechstens auf de beag, owa do kumm i e ned hin. i bin jo nua in ressort auf da bietsch, und in bungalo. mit da thai.
_________
die supermarktkassiererin tippt die einzelnen posten in die kasse, drückt auf den addierknopf und sagt: summe xyz.
thailandspezialist zur kassiererin und allen, die hinter ihm in der schlange stehen und warten: wissns, in thailond tätatns sa se net traun sofü göd zum valongan fia des. wäu, do homs net so vü göd.
_________
der wirt hat sich ein paar neue hemden gekauft, weil in küche und hinter der schank ja schon einmal flecken draufkommen, und merkt bei seiner frau an, dass so ganz normale hemden in der zwischenzeit auch schon ganz schön teuer geworden seien.
thailandspezialist zum wirt: na, hemmadn kauf i ma imma in thailond. do kostn de xyz batt. (anm.: wer zum teufel weiss eigentlich normalerweise wieviel euro wieviel baht sind? ich verrat es ihnen: nicht einmal die erfahrenen thailand-reisenden. die verrechnen sich noch öfter als ich). mit de hemmadn kumm i des gonze joa aus, und wonn i wieda noch thailond foa, kauf i ma neiche. leiwaln a. des soitast a duan, de hemadn in thailond kaufn, do san de vü büllicha.
_________
frau am nachbartisch bedankt sich bei dem mann, der mit ihr am tisch sitzt, für die ohrringe die er ihr geschenkt hat.
thailandspezialist zu den beiden: schmuck hob i ma in thailond a an kauft. der is net wiaklich echt, nua so, oiso scho a süwa, und de schtana san a bunt. i schteh auf an schenan schmuck. schaun's, dea ring is a von duatn. schee, net?
_________
junger mann verhandelt mit seinem vater über die bezahlung eines motorradführerscheins. mühsames unterfangen.
thailandspezialist zum vater: meina thai how i jetzt des zweite motorradl kauft. de foat mit den. des hots woin. do how i ia 300 euro gschickt. des moch i monchmoi, dos i ia a göd schick. de frogt monchmoi, obs wos hom ko.
_________
taxi wurde bestellt, taxifahrer kommt ins lokal und meldet sich zur stelle.
thailandspezialist zum taxifahrer: in thailond, do griassn de ondas, de thai, wonn do a taxi bestöht is und des kummt.
_________
der ägyptische rosenverkäufer - altgedient und seit mehr als zehn jahren im selben gebiet tätig - kommt mit einem büschel rosen ins lokal, und latscht von tisch zu tisch.
thailandspezialist: waasst, habibe, in thailond, do kunntast von den net lehm, von den rosnvakaufn, do kauft kana rosn, do miassast wos ondas vakaufn, kane rosn.
_________
kellnerin kommt an den tisch und fragt, ob noch wer was zu trinken will.
thailandspezialist zu kellnerin und allen, die am tisch sitzen: oiso, in thailond, do wird net long gfrogt, do waass da boy wos ma wü, dea schtöht des glei automatisch hi wonn des glasl lea is.
_________
natürlich grüsst der erfahrene thailand- reisende auch keineswegs in irgendeiner verständlichen sprache, nein, er grüsst auf thailändisch, soll heissen, er gibt töne von sich von denen er meint, es handle sich dabei um einen thailändischen gruss. gebürtige thailänder, die versehentlich der genannten silbenaneinanderreihung anhörig wurden, konnten allerdings nicht verstehen was gmeint war. aber nun ja.
ich versteh ja auch nicht, wie diese thailand-reisenden sich dort verständigen. dass die deutschen gäste kolportieren wo es schnitzel gibt ist sicherlich hilfreich, auch dass dort irgendwo einer sitzt der fleischlaberln produziert ist sicherlich sehr nett, aber darüber hinaus?
na gut, der eine fährt, wie man hört, schon seit jahren dorthin, der kriegt sozusagen automatisch jeden tag eine kiste bier geliefert. sechs wochen lang - man versteht, dass da der preis dann schon interessant ist. vermutlich auch der preis für die lebertransplantation in ein paar jahren, aber des menschen wille, und ausserdem zahlen das ja sowieso wir alle.
von den erfahrenen und geübten thailandreisenden hat jeder "seine thai" dort. sozusagen eine fernbeziehung. man telefoniert ab und an, und zwar auf englisch, oder in tönen die man dafür hält. damit auch alle das ganz genau mitbekommen, da wird natürlich hochoffiziell vor allen stammgästen telefoniert. und zwar in einer lautstärke die es auch dem höflichsten schlichtweg unmöglich macht, wegzuhören, geschweige denn, zu überhören.
entsprechend sind das sehr, sehr kurze sätze, die man da hören muss, immerhin etwas, und die unterhaltung geht grundsätzlich über "wetha fain bai ju?" und "hier räining!" nicht wesentlich hinaus, bis auf "ju nied manni, for wott?" und "okee, i send ju manni!", das war es dann meist, einmal hörte ich noch "ju knit a schal for mi!". und ich frage mich dann doch, wie sich so eine beziehung abspielt. ich meine, ich stelle mir das so vor:
ältlicher wiener mit bierbauch, krampfadern und ohrhorchkabeln liegt im liegestuhl am strand und trinkt 20 bier am tag, zuzüglich zu ein paar harten getränken. junge, hübsche frau sitzt daneben und strickt ihm einen schal. das alles bei mehr als 30°C im schatten. sechs wochen lang. weggehen tut er alleine, zu den deutschen die sich dort niedergelassen haben und schnitzel und fleischlaberln und erdäpfelsalat verkaufen. schwimmen tut der wiener weniger, höchstens schnorcheln, sagt er, wie man das ohne zu schwimmen macht ist jetzt eine andere geschichte, man will ja keine vermutungen anstellen hier, und die fragen nach den schwimmkünsten bleiben auch tunlichst unbeantwortet.
kultur und kunst und ähnliches sind weitestgehend ignoriert worden, wie man hört, weil: "de thai gengan do in ka museum" und "auf da bietsch san nua kinstla aus von daham, hippeh wia i, de mochn a a musik". manchmal, da gehe man in ein hotel in dem am abend eine bänd spielt, wenn es hoch kommt auch zu einem karakake-abend, weil man ja was tun muss.
und jedenfalls sind diese erfahrenen thailandtouristen allesamt entschlossen, demnächst in diesem theater, also wenn man sie in frühpension gehen lässt zehn oder so jahre vor erreichen des entsprechenden alters, also dann jedenfalls werden sie dort hinunterziehen und dort leben, mit ihnera thai, sicherheitshalber bunkern sie "dort unten" schon seit jahren cds und bücher und tshirts und hemden und hosen und schuhe, die allesamt aufgrund des wetters vermutlich längst schimmel angesetzt haben.
ihre wohnung in wien haben sie schon jemandem versprochen, zu den gleichen günstigen bedingungen zu denen sie selbst sie vor dreissig jahren gemietet haben, der hausbesitzer weiss nix davon, aber hauptsache, der folgemieter verlässt sich darauf. möbliert, die wohnung, versteht sich, weil: in thailand kann man die möbel ja sowieso nicht brauchen.
und de thai, also denen ihnare, die warten natürlich seit ein paar jahren die restlichen mehr als zehn monate des jahres treu und brav und bieder auf den traumprinzen aus europa. da hat nämlich jeder einzelne eine ganz besondere thai, die nicht so ist wie die anderen, denn da gibt es natürlich eine menge suspekter und geldgieriger weiber dort, die mehrere männer hintereinander zu besuch haben, zehn monate sind ja auch lang, aber denen ihnare, die sind anders, und die glauben auch dass ihnen die männer hier treu und bieder ergeben sind und keiner anderen frau auch nur nachschauen.
in thailand ist eben alles anders, so wie in griechenland. dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin.
in diesem sinne: ein fröhliches "sabaaydie" ihnen allen.
ich werd' alt, jetzt hab' ich so lange darüber nachgedacht woher ich das "in ... ist alles anders" herhab, und jetzt, wo ich gerade wieder einmal "die ehe der maria braun" gesehen habe, ist es mir dann endlich wieder eingefallen.
wieso ich darüber nachdenken musste? na, wegen thailand, natürlich. denn wenn ich einmal blut geleckt habe an solchen: http://gastgeberin.blogger.de/stories/1823734/ geschichten, dann will ich natürlich auch eine fortsetzung.
es ist nämlich so, dass in thailand auch alles anders ist. und der erfahrene, weltgewandte und gebildete thailand-reisende betont das oft und gerne, weil es ja von grossem interesse für die allgemeinheit ist, dass in thailand alles anders ist. jetzt nicht, dass es irgendjemand interessiert, schon gar nicht ernsthaft. einmal erträgt man die tiefschürfenden auslassungen über die unterschiede zwischen hier und dort ja zur not, aber einmal ist keinmal, meinen die thailanderfahrenen wiener, und wiederholen sich wie eine platte mit einem sprung-sprung-sprung immer wieder-wieder-wieder. es ist ziemlich egal, was man sagt, tut oder fragt, und es ist auch ziemlich gleichgültig welche jahres- oder tageszeit gerade ist. der erfahrene thailand-reisende lässt seine umwelt - von taxifahrer bis zu kellnerin, von supermarkt-kassiererin bis zu arabischem rosenverkäufer, von bauarbeiter bis zu gast am nebentisch, gerne, lautstark und mit allen ihm zur verfügung stehenden mitteln teilnehmen an seinen tiefgreifenden erfahrungen.
das geht dann ungefähr wie folgt:
frau am nachbartisch sagt zu ihrem mann, dass sie der meinung sei das wohnzimmer bedürfe einer neuen tapete.
thailandspezialist zum mann: wissns, bei de thai, do is des ondascht. do hot de frau ka meinung zum hom. oiso, de hot scho ane, a meinung, owa de interessiert kan. nur hamlich, wonn's kana heat. de dätn nia in wiatshaus üwa tapetn redn. de gengan net amoi ins wiatshaus, so is des duatn.
_________
bauarbeiter kommt ins lokal, bestellt sich einen tee, reibt sich die hände und meint, es werde jetzt draussen kalt, womöglich würde es vor weihnachten doch noch schneien.
thailandspezialist zu bauarbeiter: in thailond, do schneibts nia. hechstens auf de beag, owa do kumm i e ned hin. i bin jo nua in ressort auf da bietsch, und in bungalo. mit da thai.
_________
die supermarktkassiererin tippt die einzelnen posten in die kasse, drückt auf den addierknopf und sagt: summe xyz.
thailandspezialist zur kassiererin und allen, die hinter ihm in der schlange stehen und warten: wissns, in thailond tätatns sa se net traun sofü göd zum valongan fia des. wäu, do homs net so vü göd.
_________
der wirt hat sich ein paar neue hemden gekauft, weil in küche und hinter der schank ja schon einmal flecken draufkommen, und merkt bei seiner frau an, dass so ganz normale hemden in der zwischenzeit auch schon ganz schön teuer geworden seien.
thailandspezialist zum wirt: na, hemmadn kauf i ma imma in thailond. do kostn de xyz batt. (anm.: wer zum teufel weiss eigentlich normalerweise wieviel euro wieviel baht sind? ich verrat es ihnen: nicht einmal die erfahrenen thailand-reisenden. die verrechnen sich noch öfter als ich). mit de hemmadn kumm i des gonze joa aus, und wonn i wieda noch thailond foa, kauf i ma neiche. leiwaln a. des soitast a duan, de hemadn in thailond kaufn, do san de vü büllicha.
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frau am nachbartisch bedankt sich bei dem mann, der mit ihr am tisch sitzt, für die ohrringe die er ihr geschenkt hat.
thailandspezialist zu den beiden: schmuck hob i ma in thailond a an kauft. der is net wiaklich echt, nua so, oiso scho a süwa, und de schtana san a bunt. i schteh auf an schenan schmuck. schaun's, dea ring is a von duatn. schee, net?
_________
junger mann verhandelt mit seinem vater über die bezahlung eines motorradführerscheins. mühsames unterfangen.
thailandspezialist zum vater: meina thai how i jetzt des zweite motorradl kauft. de foat mit den. des hots woin. do how i ia 300 euro gschickt. des moch i monchmoi, dos i ia a göd schick. de frogt monchmoi, obs wos hom ko.
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taxi wurde bestellt, taxifahrer kommt ins lokal und meldet sich zur stelle.
thailandspezialist zum taxifahrer: in thailond, do griassn de ondas, de thai, wonn do a taxi bestöht is und des kummt.
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der ägyptische rosenverkäufer - altgedient und seit mehr als zehn jahren im selben gebiet tätig - kommt mit einem büschel rosen ins lokal, und latscht von tisch zu tisch.
thailandspezialist: waasst, habibe, in thailond, do kunntast von den net lehm, von den rosnvakaufn, do kauft kana rosn, do miassast wos ondas vakaufn, kane rosn.
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kellnerin kommt an den tisch und fragt, ob noch wer was zu trinken will.
thailandspezialist zu kellnerin und allen, die am tisch sitzen: oiso, in thailond, do wird net long gfrogt, do waass da boy wos ma wü, dea schtöht des glei automatisch hi wonn des glasl lea is.
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natürlich grüsst der erfahrene thailand- reisende auch keineswegs in irgendeiner verständlichen sprache, nein, er grüsst auf thailändisch, soll heissen, er gibt töne von sich von denen er meint, es handle sich dabei um einen thailändischen gruss. gebürtige thailänder, die versehentlich der genannten silbenaneinanderreihung anhörig wurden, konnten allerdings nicht verstehen was gmeint war. aber nun ja.
ich versteh ja auch nicht, wie diese thailand-reisenden sich dort verständigen. dass die deutschen gäste kolportieren wo es schnitzel gibt ist sicherlich hilfreich, auch dass dort irgendwo einer sitzt der fleischlaberln produziert ist sicherlich sehr nett, aber darüber hinaus?
na gut, der eine fährt, wie man hört, schon seit jahren dorthin, der kriegt sozusagen automatisch jeden tag eine kiste bier geliefert. sechs wochen lang - man versteht, dass da der preis dann schon interessant ist. vermutlich auch der preis für die lebertransplantation in ein paar jahren, aber des menschen wille, und ausserdem zahlen das ja sowieso wir alle.
von den erfahrenen und geübten thailandreisenden hat jeder "seine thai" dort. sozusagen eine fernbeziehung. man telefoniert ab und an, und zwar auf englisch, oder in tönen die man dafür hält. damit auch alle das ganz genau mitbekommen, da wird natürlich hochoffiziell vor allen stammgästen telefoniert. und zwar in einer lautstärke die es auch dem höflichsten schlichtweg unmöglich macht, wegzuhören, geschweige denn, zu überhören.
entsprechend sind das sehr, sehr kurze sätze, die man da hören muss, immerhin etwas, und die unterhaltung geht grundsätzlich über "wetha fain bai ju?" und "hier räining!" nicht wesentlich hinaus, bis auf "ju nied manni, for wott?" und "okee, i send ju manni!", das war es dann meist, einmal hörte ich noch "ju knit a schal for mi!". und ich frage mich dann doch, wie sich so eine beziehung abspielt. ich meine, ich stelle mir das so vor:
ältlicher wiener mit bierbauch, krampfadern und ohrhorchkabeln liegt im liegestuhl am strand und trinkt 20 bier am tag, zuzüglich zu ein paar harten getränken. junge, hübsche frau sitzt daneben und strickt ihm einen schal. das alles bei mehr als 30°C im schatten. sechs wochen lang. weggehen tut er alleine, zu den deutschen die sich dort niedergelassen haben und schnitzel und fleischlaberln und erdäpfelsalat verkaufen. schwimmen tut der wiener weniger, höchstens schnorcheln, sagt er, wie man das ohne zu schwimmen macht ist jetzt eine andere geschichte, man will ja keine vermutungen anstellen hier, und die fragen nach den schwimmkünsten bleiben auch tunlichst unbeantwortet.
kultur und kunst und ähnliches sind weitestgehend ignoriert worden, wie man hört, weil: "de thai gengan do in ka museum" und "auf da bietsch san nua kinstla aus von daham, hippeh wia i, de mochn a a musik". manchmal, da gehe man in ein hotel in dem am abend eine bänd spielt, wenn es hoch kommt auch zu einem karakake-abend, weil man ja was tun muss.
und jedenfalls sind diese erfahrenen thailandtouristen allesamt entschlossen, demnächst in diesem theater, also wenn man sie in frühpension gehen lässt zehn oder so jahre vor erreichen des entsprechenden alters, also dann jedenfalls werden sie dort hinunterziehen und dort leben, mit ihnera thai, sicherheitshalber bunkern sie "dort unten" schon seit jahren cds und bücher und tshirts und hemden und hosen und schuhe, die allesamt aufgrund des wetters vermutlich längst schimmel angesetzt haben.
ihre wohnung in wien haben sie schon jemandem versprochen, zu den gleichen günstigen bedingungen zu denen sie selbst sie vor dreissig jahren gemietet haben, der hausbesitzer weiss nix davon, aber hauptsache, der folgemieter verlässt sich darauf. möbliert, die wohnung, versteht sich, weil: in thailand kann man die möbel ja sowieso nicht brauchen.
und de thai, also denen ihnare, die warten natürlich seit ein paar jahren die restlichen mehr als zehn monate des jahres treu und brav und bieder auf den traumprinzen aus europa. da hat nämlich jeder einzelne eine ganz besondere thai, die nicht so ist wie die anderen, denn da gibt es natürlich eine menge suspekter und geldgieriger weiber dort, die mehrere männer hintereinander zu besuch haben, zehn monate sind ja auch lang, aber denen ihnare, die sind anders, und die glauben auch dass ihnen die männer hier treu und bieder ergeben sind und keiner anderen frau auch nur nachschauen.
in thailand ist eben alles anders, so wie in griechenland. dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin.
in diesem sinne: ein fröhliches "sabaaydie" ihnen allen.
... link (4 Kommentare) ... comment
Montag, 28. November 2011
wohnungslos
kelef, 16:08h
http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/11/wohnungslos.html
und ach herrjeh wie klug sind doch manche kommentare. himmelherrgottsakrakruzitürken.
niemand von uns ist münchhausen und kann sich am eigenen schopf aus welchem unglück auch immer herausziehen.
wer nie panikattacken, depressionen, hoffnungslosigkeit erlebt hat, sollte keine diesbezüglichen äusserungen von sich geben, und wer mich kennt oder hier schon länger liest weiss, wie ich das eigentlich formulieren würde.
im grunde genommen geht es nie ohne fremde hilfe. wir kommen auf diese welt ohne gefragt zu werden ob wir das wollen, und wenn keiner da ist der uns hilft dann überleben wir schon einmal die ersten paar stunden nicht.
ohne hilfe können wir die ersten jahre unseres lebens ebenfalls nicht überleben, weil wir nämlich in keiner weise in der lage sind, für uns selbst zu sorgen.
ohne hilfe können wir auch kaum lesen und schreiben lernen, oder rechnen, geschweige denn irgendetwas darüber hinaus.
ohne hilfe bekommen wir keine schulausbildung, keinen job, keine wohnung, kein gar nichts.
diese hilfe ist nicht immer sache der eltern, manchmal gibt es ja auch aus den verschiedensten gründen gar keine, da muss dann eben die gemeinschaft helfen.
diese gemeinschaft wiederum sind wir alle. der staat, die gemeinden, die nachbarn, die freunde, die bekannten, die arbeitgeber, die lehrer, und so weiter.
so haben sich die gesellschaften gebildet - durch gegenseitige hilfe und unterstützung. so war das bei der gemeinsamen jagd unserer vorfahren, bei der bestellung der ersten äcker, und warum meint jemand haben sich in allen urkulturen immer erst kleinere, dann grössere wohngemeinschaften gebildet? um sich gegenseitig helfen oder, wenn das wort genehmer ist, unterstützen zu können.
hilfe ist ein gegenseitiges geben und nehmen, jeder gibt was er kann, sonst kriegt er nämlich nix.
wer nie einem anderen zuhört, dem wird auch niemand zuhören, und wer nie einem anderen ein stück brot gibt, der wird vielleicht irgendwann einmal selber hunger haben.
jemandem helfen heisst nicht, dem anderen die arbeit abzunehmen oder seine fehler auszubügeln, und auch nicht, faulheit oder unwillen zu unterstützen. es heisst vielmehr, eine momentane situation richtig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. ob das nun durch zuhören, hand anlegen oder geldspenden geschehen kann, oder durch das anbieten einer unterkunft oder was auch immer, das ist situationsbedingt jeweils ganz individuell.
natürlich ist es nicht jedermanns sache um hilfe zu bitten, in welcher form auch immer. aber um hilfe oder unterstützung zu bitten heisst nicht, seine probleme auf andere abwälzen zu wollen, sondern nur, dass jemand aus welchen gründen auch immer mit der momentanen situation alleine nicht umgehen kann.
ist man in so einer situation, dann kommt schnell das eine zum anderen, auch wenn man nach aussen den fröhlichen clown macht. die angst vor dem inhalt eines schreibens führt oft dazu, dass man es nicht aufmacht, und logischerweise weiss man dann auch nicht, was drinnen steht. die angst vor auseinandersetzungen führt oft dazu, dass menschen nicht mehr miteinander sprechen - obwohl doch nur ein missverständnis auszuräumen wäre. die angst vor der eigenen hilflosigkeit einer situation gegenüber zieht manchmal ebenfalls kontaktabbrüche nach sich: nicht einmal weil man nicht helfen will, sondern weil man nicht weiss wie hilfe anzubieten oder zu leisten ist.
natürlich sind aber alle die, die interessante und wenig elegante kommentare zu diesem o.a. thema hinterlassen haben menschen, die noch nie einen anruf auf dem telefon weggedrückt haben. die haben auch noch nie eine berufliche email, die am freitag kurz vor urlaubsantritt als "besonders wichtig" aufploppte NICHT geöffnet, und die haben auch noch nie gesagt "ich habe leider keine zeit" wenn jemand sagte "ich hätte da gerne über ein problem mit dir gesprochen".
kurzum, das sind alle keine prokrastinierer, sondern ganz tolle, in sich gefestigte menschen, denen nie im leben irgendwas schief gelaufen ist. die haben alle ganz alleine im alter von drei tagen ihre windeln gewechselt, ohne zutun anderer lesen und schreiben gelernt, konnten kurz nach dem ersten öffnen ihrer augen schon autofahren und haben natürlich nie auf der bank ihr konto überzogen.
nun kann ich von mir behaupten dass ich wirklich eine menge sehr verschiedener und unterschiedlicher menschen kenne. unterschiedlich in bezug auf hautfarbe, religion, bildung, was auch immer man will.
und ich frage mich, wieso ich in all den vielen jahren, die ich nun schon lebe, nie und nimmer einen einzigen von diesen tollen, in sich gefestigten, etc., menschen getroffen habe.
alle, alle, alle die ich kennengelernt habe, wann und wo und wie auch immer, haben irgendwann einmal hilfe und unterstützung gebraucht, und wenn es ihnen gut genug gegangen ist, dann haben sie auch rechtzeitig laut und deutlich danach verlangt, und sie vernünftigerweise angenommen wenn sie angeboten wurde.
anderen zu helfen ist ein normaler vorgang des täglichen lebens, das fängt beim türaufhalten an und hört bei der unterstützung obdachloser noch lange nicht auf.
man könnte noch viel dazu schreiben. auch, welchen betrag man warum und wie oder auf welchem umweg auf welches konto schickt. das hat aber, erlauben sie bitte, hier nix zu suchen und geht auch keinen was an. das ergebnis ist das einzige, was zählt.
aber eines kann ich mir - und da habe ich sicher viele auf meiner seite - gerade nicht verkneifen:
den oben angesprochenen kommentatoren wünsche ich von ganzem herzen und aus tiefster seele dass ihnen in hinkunft:
wenn sie mit vielen papierenen einkaufssackerln, autoschlüsseln und telefon in der hand vor einer tür im regen stehen KEINER ebendiese aufhält, sondern dass sie ihr zeug in die nässe stellen müssen und die papiersackerln sich auflösen, die schlüssel in den gully und das telefon in einen haufen hundekacke fallen.
menschen, mit denen sie arbeiten können, sollen, wollen oder müssen mögen ihnen in hinkunft auf jedes "kannst du bitte mal" ein fröhliches "nein" entgegenschmettern.
der teure hut oder schal, den ihnen der wind vom kopf weht, soll in eine öllacke fallen und dann noch sicherheitshalber von einem lkw überfahren werden, während die passanten, an denen hut oder schal vorbeifliegen, die hände in den hosentaschen behalten und interessiert zuschauen wie der besitzer im neuen wintermantel bei der jagd nach dem eigentum ausrutscht, der länge nach hinfällt (gerne in feuchte erde oder baustellenmüll) und sich die nase zerschrammt. kurz vor einem wichtigen treffen, bitte. und dann soll niemand da sein, der ihnen ein taschentuch gibt damit sie sich den dreck aus dem gesicht wischen können. und die krätze soll sich entzünden und eine ordentliche narbe hinterlassen.
danke für ihre aufmerksamkeit.
und ach herrjeh wie klug sind doch manche kommentare. himmelherrgottsakrakruzitürken.
niemand von uns ist münchhausen und kann sich am eigenen schopf aus welchem unglück auch immer herausziehen.
wer nie panikattacken, depressionen, hoffnungslosigkeit erlebt hat, sollte keine diesbezüglichen äusserungen von sich geben, und wer mich kennt oder hier schon länger liest weiss, wie ich das eigentlich formulieren würde.
im grunde genommen geht es nie ohne fremde hilfe. wir kommen auf diese welt ohne gefragt zu werden ob wir das wollen, und wenn keiner da ist der uns hilft dann überleben wir schon einmal die ersten paar stunden nicht.
ohne hilfe können wir die ersten jahre unseres lebens ebenfalls nicht überleben, weil wir nämlich in keiner weise in der lage sind, für uns selbst zu sorgen.
ohne hilfe können wir auch kaum lesen und schreiben lernen, oder rechnen, geschweige denn irgendetwas darüber hinaus.
ohne hilfe bekommen wir keine schulausbildung, keinen job, keine wohnung, kein gar nichts.
diese hilfe ist nicht immer sache der eltern, manchmal gibt es ja auch aus den verschiedensten gründen gar keine, da muss dann eben die gemeinschaft helfen.
diese gemeinschaft wiederum sind wir alle. der staat, die gemeinden, die nachbarn, die freunde, die bekannten, die arbeitgeber, die lehrer, und so weiter.
so haben sich die gesellschaften gebildet - durch gegenseitige hilfe und unterstützung. so war das bei der gemeinsamen jagd unserer vorfahren, bei der bestellung der ersten äcker, und warum meint jemand haben sich in allen urkulturen immer erst kleinere, dann grössere wohngemeinschaften gebildet? um sich gegenseitig helfen oder, wenn das wort genehmer ist, unterstützen zu können.
hilfe ist ein gegenseitiges geben und nehmen, jeder gibt was er kann, sonst kriegt er nämlich nix.
wer nie einem anderen zuhört, dem wird auch niemand zuhören, und wer nie einem anderen ein stück brot gibt, der wird vielleicht irgendwann einmal selber hunger haben.
jemandem helfen heisst nicht, dem anderen die arbeit abzunehmen oder seine fehler auszubügeln, und auch nicht, faulheit oder unwillen zu unterstützen. es heisst vielmehr, eine momentane situation richtig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. ob das nun durch zuhören, hand anlegen oder geldspenden geschehen kann, oder durch das anbieten einer unterkunft oder was auch immer, das ist situationsbedingt jeweils ganz individuell.
natürlich ist es nicht jedermanns sache um hilfe zu bitten, in welcher form auch immer. aber um hilfe oder unterstützung zu bitten heisst nicht, seine probleme auf andere abwälzen zu wollen, sondern nur, dass jemand aus welchen gründen auch immer mit der momentanen situation alleine nicht umgehen kann.
ist man in so einer situation, dann kommt schnell das eine zum anderen, auch wenn man nach aussen den fröhlichen clown macht. die angst vor dem inhalt eines schreibens führt oft dazu, dass man es nicht aufmacht, und logischerweise weiss man dann auch nicht, was drinnen steht. die angst vor auseinandersetzungen führt oft dazu, dass menschen nicht mehr miteinander sprechen - obwohl doch nur ein missverständnis auszuräumen wäre. die angst vor der eigenen hilflosigkeit einer situation gegenüber zieht manchmal ebenfalls kontaktabbrüche nach sich: nicht einmal weil man nicht helfen will, sondern weil man nicht weiss wie hilfe anzubieten oder zu leisten ist.
natürlich sind aber alle die, die interessante und wenig elegante kommentare zu diesem o.a. thema hinterlassen haben menschen, die noch nie einen anruf auf dem telefon weggedrückt haben. die haben auch noch nie eine berufliche email, die am freitag kurz vor urlaubsantritt als "besonders wichtig" aufploppte NICHT geöffnet, und die haben auch noch nie gesagt "ich habe leider keine zeit" wenn jemand sagte "ich hätte da gerne über ein problem mit dir gesprochen".
kurzum, das sind alle keine prokrastinierer, sondern ganz tolle, in sich gefestigte menschen, denen nie im leben irgendwas schief gelaufen ist. die haben alle ganz alleine im alter von drei tagen ihre windeln gewechselt, ohne zutun anderer lesen und schreiben gelernt, konnten kurz nach dem ersten öffnen ihrer augen schon autofahren und haben natürlich nie auf der bank ihr konto überzogen.
nun kann ich von mir behaupten dass ich wirklich eine menge sehr verschiedener und unterschiedlicher menschen kenne. unterschiedlich in bezug auf hautfarbe, religion, bildung, was auch immer man will.
und ich frage mich, wieso ich in all den vielen jahren, die ich nun schon lebe, nie und nimmer einen einzigen von diesen tollen, in sich gefestigten, etc., menschen getroffen habe.
alle, alle, alle die ich kennengelernt habe, wann und wo und wie auch immer, haben irgendwann einmal hilfe und unterstützung gebraucht, und wenn es ihnen gut genug gegangen ist, dann haben sie auch rechtzeitig laut und deutlich danach verlangt, und sie vernünftigerweise angenommen wenn sie angeboten wurde.
anderen zu helfen ist ein normaler vorgang des täglichen lebens, das fängt beim türaufhalten an und hört bei der unterstützung obdachloser noch lange nicht auf.
man könnte noch viel dazu schreiben. auch, welchen betrag man warum und wie oder auf welchem umweg auf welches konto schickt. das hat aber, erlauben sie bitte, hier nix zu suchen und geht auch keinen was an. das ergebnis ist das einzige, was zählt.
aber eines kann ich mir - und da habe ich sicher viele auf meiner seite - gerade nicht verkneifen:
den oben angesprochenen kommentatoren wünsche ich von ganzem herzen und aus tiefster seele dass ihnen in hinkunft:
wenn sie mit vielen papierenen einkaufssackerln, autoschlüsseln und telefon in der hand vor einer tür im regen stehen KEINER ebendiese aufhält, sondern dass sie ihr zeug in die nässe stellen müssen und die papiersackerln sich auflösen, die schlüssel in den gully und das telefon in einen haufen hundekacke fallen.
menschen, mit denen sie arbeiten können, sollen, wollen oder müssen mögen ihnen in hinkunft auf jedes "kannst du bitte mal" ein fröhliches "nein" entgegenschmettern.
der teure hut oder schal, den ihnen der wind vom kopf weht, soll in eine öllacke fallen und dann noch sicherheitshalber von einem lkw überfahren werden, während die passanten, an denen hut oder schal vorbeifliegen, die hände in den hosentaschen behalten und interessiert zuschauen wie der besitzer im neuen wintermantel bei der jagd nach dem eigentum ausrutscht, der länge nach hinfällt (gerne in feuchte erde oder baustellenmüll) und sich die nase zerschrammt. kurz vor einem wichtigen treffen, bitte. und dann soll niemand da sein, der ihnen ein taschentuch gibt damit sie sich den dreck aus dem gesicht wischen können. und die krätze soll sich entzünden und eine ordentliche narbe hinterlassen.
danke für ihre aufmerksamkeit.
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Mittwoch, 23. November 2011
und was machen SIE am 27.11.2011?
kelef, 11:21h
wenn sie es noch nicht wissen und in wien wohnen oder zufällig in wien sind am nachmittag:
animal care austria macht wieder ein weihnachtskonzert, mit buffet (beginn 13.00 uhr) vorher und so weiter und so fort. weihnachtsmarkt und flohmarkt gibt es auch, und eine tombola.
findet übrigens am heumarkt 11 statt, da haben sie dann - wenn es nach dem konzert schon finster ist - nicht mehr weit zum weihnachtsmarkt auf dem karlsplatz.
schauen sie auch hier:
http://www.facebook.com/event.php?eid=196124707133715
oder dort:
ac-austria
animal care austria macht wieder ein weihnachtskonzert, mit buffet (beginn 13.00 uhr) vorher und so weiter und so fort. weihnachtsmarkt und flohmarkt gibt es auch, und eine tombola.
findet übrigens am heumarkt 11 statt, da haben sie dann - wenn es nach dem konzert schon finster ist - nicht mehr weit zum weihnachtsmarkt auf dem karlsplatz.
schauen sie auch hier:
http://www.facebook.com/event.php?eid=196124707133715
oder dort:
ac-austria
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