Sonntag, 21. August 2005
haben die beiden was abgekriegt?
fragt frau syberia. was denkt die denn, warum die zwei mitkommen? nur wegen der frischen luft, des stoffwechselproduktabsatzes und der körperlichen ertüchtigung?

ordentlich erzogen wie sie sind, warten sie aber natürlich, bis ich gegessen haben. so heissen die regeln: die tiere kriegen was ab, wenn was übrigbleibt, aber erst nachdem der tisch abgeräumt wurde resp. nachdem ich mit dem essen fertig bin.

in der zwischenzeit kann katz sich die gegend anschauen



auf den kellner warten



und am nachbarstisch kontrollieren. vielleicht sind da ja noch weichere polster auf den sesseln.



nach einer weile beginnt katz, mir in die magengrube zu schauen:



"gib mir fleisch! jetzt! ich riech es doch!"



funktioniert, wie man sieht.



dymka nimmt den obulus sehr elegant aus der hand.



um mich ja nicht zu verletzen, noch nicht mal mit den zähnen:



die hunt kriegt derweilen schlitzaugen von den pawlow'schen reflexen und deshalb auch ein stück,



sie war schon fast am verhungern.



so, hat sie dem katz gezeigt, so und nicht anders nimmt man die spenden vom tisch entgegen - niemals nie nicht mit den beisserchen.



ist da auch gerecht geteilt worden? niemand bevorzugt? immer ein stück der hunt, eines dem katz?



dymka hat genug gekriegt und verdaut mal ein wenig, ganz manierlich, gentleman der er ist.



notes to myself:
der katz nimmt grillkotelette und hühnerbrust ohne creme fraiche,
die hunt mit.
lungenbratenspiess ebenfalls.
das nächste mal für mich pommes extra bestellen.

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Samstag, 20. August 2005
cat on the catwalk.
der katz glaubt er ist ein hund. und geht gassi mit der hunt wie die hunt.

zuerst wird bei der haustür gedrängelt, wer zuerst raus darf.



dann auf dem gehsteig schreitet der katz immer an der wand lang.



erstes ziel erreicht: eigentlich ein parkplatz,



aber für beide sehr interessant. am rand sind jede menge kleine sträucher, wilde erdbeeren die nächtens von mäusen und ratten gepflückt werden, und andere spuren der stadt. mäuse und ratten tun übrigens gut daran rechtzeitig zu verschwinden, wenn die hunt kommt, sonst sind die erdbeeren die henkersmahlzeit.



da muss doch was gewesen sein?



die beiden sind immer sehr genau beim kontrollieren.






der katz macht sich manchmal auch in die andere richtung auf, und kontrolliert eifrig, wo der reifen schon überall drübergerollt ist. katz kann nicht vorsichtig genug sein, die hunt ist alt und könnte etwas überrochen haben - obwohl ich persönlich diese angst ja nicht habe, die gute kriegt immer alles mit.



ist dann alles benasert, kontrolliert, perlustriert und markiert (ebenfalls von beiden, ein tröpferl hier, eins dort, damit nur nix sein kann), gehen die beiden auch gerne ins wirtshaus und setzen sich dort in den schanigarten, leut' schauen



und aufpassen, dass keine verdächtige person sich nähert.



schliesslich hatte ich eine grillplatte bestellt. aber das ist eine andere geschichte.

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Montag, 15. August 2005
die polizei, dein freund und helfer II
es soll nicht so aussehen, als ob ich ein problem mit der polizei hätte, oder die eines mit mir oder den tieren. weit gefehlt.

es ist nur so, dass meine erfahrungen mit der polizei, wie soll ich sagen, einigermassen interessant sind.

fiel mir gerade wieder ein:

vor vielen jahren, als ich noch mit der vermittlung von kunscht und künschtlern beschäftigt war, hatten wir ein büro in einem haus, in dem auch veranstaltungen stattfanden. vorschriftsmässig muss da ab einer gewissen menschenmenge immer theaterpolizei dabei sein. so weit so gut.

unter den vermittelten künschtlern befand sich auch ein junger schimpanse namens tam. sein herrchen hatte ihn in einer tierhandlung als dreimonatiges baby ohne mutter gesehen, und da er in einem zoo gearbeitet hatte war ihm klar, dass das baby so ein todeskandidat war. er kaufte es, kurierte es, erzog es. der kleine war entzückend. stubenrein, in einen overall gekleidet mit riesengrossen basketballschuhen an den füssen ging er mit einkaufen, ins kaffehaus, ins restaurant, fuhr mit begeisterung im auto mit (angeschnallt im kindersitz), benahm sich hervorragend, kurzum, ein wonneproppen. die beiden tingelten jahrelang als "sam & tam" durch die welt. tam spielte geige und flöte, machte akrobatik, und war ein äusserst verständiges tier, unkomplizierter als manches kind.

was das mit der polizei zu tun hat, fragen sie?

nun, tam war mit zwei jahren stubenrein, er brauchte keine windelhose wie die meisten seiner artgenossen. tam benützte die toilette, und zwar sehr ordentlich.

für das kleine geschäft klappte er deckel und brille hoch, sprang in seinen basketballschuhen auf die muschel, hose runter, pieselte in die schüssel und nie daneben, stückchen klopapier, abwischen, kontrollieren dass alles trocken, spülung, hose rauf, runterspringen, deckel zu. hände waschen.

grosses geschäft: hose runter, auf die brille setzen, geschäft erledigen, abwischen, sauberkeitskontrolle von erziehungsberechtigtem oder -beauftragtem homo sapiens einfordern, hose rauf, spülung, stolz hinterhergucken und auf die eigene brust schlagen. hände waschen.

nun, tam war ja ein affe.

und sie fragen noch immer, was das mit der polizei zu tun hat?

nun, immer, wenn die theaterpolizei im haus war, war die betreffeffende resp. betroffene toilette zugesch...en und heillos verstopft, und dabei rundum so grindig und versifft, dass schon mal die putzfrauen kotzten..

woraus wir schliessen können dass das, was ein kleiner schimpanse kann ... aber uuups, ich verliere mich.

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es regnet
und das ist etwas, was die hunt gar nicht mag. nass werden von oben steht auf der beliebtheitsskala ungefähr bei tierarzt. muss sich die hunt also unterstellen und zuschauen, wie das wasser die gasse hinunterrinnt.





irgendwie nicht nur kein wetter zum spazierengehen, sondern auch keines zum motorradfahren.



und weil bei regen die fenster geschlossen sind, fressen sich julchen und dymka aus langeweile gegenseitig auf.





als die hunt wieder trocken war ging sie nachschauen, ob nachbars langhaariger kater flo, der sich nicht kämmen lassen wollte, schon wieder ausschaut wie früher. tut er nicht. maunzt aber ilvie nun doch weinerlich an, um sie auf sein unglück aufmerksam zu machen. wie konnte man mit einem kater auch zum pudelscherer gehen.

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