Donnerstag, 4. August 2005
die polizei, dein freund und helfer I
bei einem nächtlichen spaziergang mit der hunt und dem katz auf der meidlinger hauptstrasse, fussgängerzone.

die hunt an der langen roten laufleine, in adrettes und weithin sichtbares weiss/hellbraun gepelzt, hurtelt wie immer voraus, an ihrem halsband hundemarke, tollwutimpfmarke und adressanhänger.

der katz (noch) an der kurzen roten katzeleine, aufgrund seiner schwarzen bepelzung hauptsächlich dadurch erkennbar, dass er ein rotes katzegeschirr anhat, geht als kavalier neben mir. na ja, er schreitet eher eleganter pfote an meiner seite.

kommen zwei polizisten vorbei (ein unglück kommt ja bekanntlich selten allein).

schauen die die hunt an, schauen die den katz an, schauen die mich an.

fragt der eine:

"sie, ham sie für den hund der ausschaut wie a katz auch eine hundemarke?"

sag ich:

"sie, des is weder a hund noch a katz, des is a panthera pardus montana minima rohrensis, die rasse is in österreich steuerbefreit!"

schauen die zwei einander an, nicken, schauen mich an, sagen:

"ah so, na dann."

wenn die mich nicht so blöd gefragt hätten könnte ich ja auf die idee kommen die hätten mich gefrotzelt.

so komm ich leider nur auf die idee, dass, während der katz steuerbefreit ist, die besagten herren merkbefreit sind.

seitdem fühl ich mich so richtig sicher und bewacht hier in dieser stadt.

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Mittwoch, 3. August 2005
limbo tanzen
ist offensichtlich eine grundvoraussetzung, wenn man in der fabrique, in der ich arbeite, einen job haben will.

über jahre hinweg schau ich mir das jetzt an: seit es die "human resource"-abteilung gibt, werden die leut immer kleiner.

die leiterin der abtlg. ist, sagen wir mal, 1,65 mit hut, ~ 45+, dunkelhaarig und hat einen leicht verkniffenen gesichtsausdruck. sieht man die meist weiblichen neuen angestellten an, sehen die alle aus wie schlecht nachmodelliert. phänomenal.

sind zwar allesamt weitaus jünger, haben dafür (fast) keine berufserfahrung, sonst auch keine erfahrung, sind nach möglichkeit nicht verheiratet und haben keine kinderwünsche. dafür aber allesamt dicke waden, jede einzelne.

weitere voraussetzung: innerliche blauäugigkeit und eine quietschende stimme. und psychisch blond, unbedingt.

langsam fang ich an, die dämchen, die noch dazu weder solche noch damen sind, zu verwechseln.

die grossgewachsenen mitarbeiterinnen wurden sukzessive entfernt, echte rote haare kommen nur einmal vor, rot gefärbt gar nicht, blond (echt oder gefärbt) fast nicht, ein paar sind mit strähnchen.

langsam setzt sich aber ein trend auch bei den neu aufgenommenen y-chromosomenträgern durch. nur nicht über 1,70, wirken wie ein "lausbub" (oder zumindest so tun als ob), keine erfahrung sowieso, statt der quietschenden stimme sind hier allerdings dringend leises nuscheln und heftige unkonzentriertheit, begleitet von absoluter uneinsichtigkeit, erforderlich.

bis auf zwei sind alle grossgewachsenen weg.

ein einziger mitarbeiter ist dick, aber der wurde infolge eines mergers mit einem anderen konzern übernommen, und war zu etabliert bei den kunden und zu alt = zu teuer zum rausschmeissen.

oh, hab ich vergessen zu erwähnen: der scheffe über die 350 leut misst auch keine 1,80 ...

im herstellwerk bei meinem vorigen arbeitgeber hatte der werksleiter eine bemerkenswert grosse hakennase. im werk arbeiteten an die 200 personen. alle leitenden angestellten hatten grosse nasen, alle. sogar die einzige weibliche wies ein profil auf wie ein adler. dort war vermutlich das negativ eines scherenschnittes das aufnahmekriterium.

und eine firma kannte ich, da waren alle weiber blond. egal wie alt.

und eine andere firma lernte ich kennen, da hatten alle y-chromosomenträger dunkle haare und irgendeinen bart.

und nein, ich bilde mir das nicht ein. und ich habe auch keinen verfolgungswahn.

aber eines habe ich: nämlich festgestellt, dass bei auftreten derartiger auffallender äusserlichkeiten bei den innerlichkeiten einiges nicht stimmt.

man kann auch sagen, der fisch stinkt vom kopf. immer.

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Montag, 1. August 2005
geht doch.
heute endlich nimmer so heiss, und daher einen ordentlichen spaziergang gemacht, die hunt und ich.

stellenweise sind die kleinen tümpel eingetrocknet, nur das schilf steht noch und biegt sich im wind. die kröten sind schon in die grösseren teiche gewandert.



enten gesehen - die kennen hunde und machen einen entsprechenden bogen herum, sind aber doch neugierig.



die hunt hat immer noch so viel durst, dass sie einen ganzen see austrinken könnte.



dann waren da auch noch die drei jungen männer mit dem drachen,



der allerjüngste hatte spass ohne ende, er rannte abwechselnd dem vater und dem onkel und dem drachen nach und lachte vor freude so laut, dass man ihn weithin hören konnte. so was gefällt.



der herbst kommt aber, scheint es, auch schon wieder bald.



noch ein wenig blässlich, aber er kommt.



die vorboten sind jedenfalls schon da. aber dazwischen kriegen wir ja vielleicht noch ein paar tage ganz normalen sommer, so zur belohnung, weil wir das alles bisher überstanden haben?

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