Mittwoch, 7. September 2011
hausverwaltungsblogging
hausverwaltung kann auch gas.

hamma derzeit keines, weil: da ist eine leitung undicht. vermutlich irgendwo.

man erfährt das dadurch, dass man kein warmes wasser hat und auch nichts kochen kann, wenn man denn einen gasherd hat.

und näheres erfährt man, wenn man aus dem haus geht und an der haustür ein zettel pickt, auf dem steht dass das gas abgedreht wurde bis zu einer entsprechenden sanierung des gebrechens und nachfolgender überprüfung durch eine entsprechende stelle.

abgedreht wurde um 01.30 in der früh.

die hausverwaltung weiss um 11.23 uhr schon bescheid, und hat sogar schon eine firma beauftragt.

aber wann die firma kommt und sich das anschaut, weiss die hausverwaltung nicht. man braucht auch nicht anrufen und nachfragen, weil: man merkt das dann eh.

ach ja.

die geschichte vom klo hab ich auch noch nicht fertig erzählt. nur soviel: jetzt keine runden flecken mehr an der decke. dafür streifen an der wand.

irgendwann krieg ich einen anfall.

edit: eine woche mindestens ohne gas. ohne herd. ohne heizung. OHNE WARMES WASSER!!!

teilte mir der herr vorarbeiter gerade mit, der übrigens auf tiere allergisch ist und zu trio haarial nur kscht, kscht sagte.

das hausverwaltungstraumbild und der hausverwalter, die meinten sie würden mich verständigen wenn sie was wüssten, haben sich übrigens noch nicht gemeldet. fragen zu meiner laune werden übrigens nicht beantwortet, besser ist das.

überhaupt wenn ich daran denke, dass das stiegenhaus acht monate lang nicht gereinigt wurde, der hausverwalter aber brav die normalen betriebskosten kassierte.

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Samstag, 3. September 2011
proudly introducing: Mummi
juli schreibt:

Auch Mummi ist ein 100 Jahre alter Herr, ihn habe ich hier, nicht weit von Lovasberény auf einem Waldweg gefunden. Ich habe den Besitzer vergeblich gesucht, obwohl er damals kürzlich beim Kosmetiker gewesen sein dürfte und ein teueres Zeckenhalsband getragen hatte. Auch das Leben in einer Wohnung, Treppen dürften ihm von früher bekannt gewesen sein. Vielleicht ist sein Besitzer verstorben? Er ist gestorben im Dez. 2010.

juli writes:

mummi too is an 100 year old gentleman, i found him here in lovasberény on a forest road. i looked for his owner without any result, in spite of the fact that mummi had been to a cosmetician shortly, and wore an expensive vermin protection collar. he seemed to know life in an apartment, and staircases. maybe his former owner passed away? he died in december 2010.



sieht doch nett aus, der alte herr?

doesn't the old gentleman look nice?

juli hat mir einmal geschrieben dass sie gerne wüsste was die tiere so erlebt haben, und wie es gekommen ist dass sie in einem tierheim, einer tötungsstation oder einfach auf einer landstrasse oder einem parkplatz landeten. und dann wieder, einen satz später, schrieb sie, nein, eigentlich wolle sie es dann eigentlich doch nicht wissen. es würde uns wohl zu traurig machen in vielen fällen, und zu zornig in vielen anderen. aber es würde helfen zu verstehen wie die tiere reagieren, wie sie sich benehmen, wovor sie angst haben und was ihnen gefällt.

juli once wrote that she would like to know what the animals went through, and how it came that they ended in a shelter, an euthanization station, or just on a country road or a parking lot. and then, one sentence later, she wrote that on the other hand she actually does not want to know. it would make us too sad in many cases, and too angry in many others. but it would help to understand how the animals react, and how they behave, what they fear and what they like.

nun, mummi liegt jetzt nicht mehr alleine, minitücsi liegt neben ihm, und andere werden folgen. respekt in den letzten jahren des lebens, und respekt nach dem tod.

und respekt vor den menschen, die den tieren diesen respekt erweisen.

well, mummi does not rest alone any more, minitücsi joined him, and others will follow. they were respected in the last years of their lives, and respected after death as well.

and respect to the people who pay this respect to the animals.

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Dienstag, 30. August 2011
summer in the city
es war viel zu heiss.

den katzen, dem hund, den piepkis und mir.

die katzen schliefen auf den marmorplatten jener räume, die auf der nicht-sonnenseite liegen. das lässt sich gut machen durch die ost-west-lage der wohnung. trotzdem mussten sie manchmal aufstehen, einen halben meter weiter gehen und dann umgehend auf die gefundene kühlere stelle fallen. die nachtruhe geruhte dat julchen vor dem fernseher im leichten luftzug,



und dymka im türvorhang zu halten - so kalte fliesen auf dem bauch sind ja auch nix.



pixy lag auf dem parkettboden, gerne auch auf den fliesen in vorzimmer oder badezimmer. zur nacht begab sie sich verbotenerweise ins lederfauteuil.



die piepkis brauchten alle drei stunden frisches bade- und trinkwasser und veranstalteten eine sauerei, dass das wort dreckfink eine ganz neue bedeutung bekam. auf den spriesseln ist es wenigstens luftig, gekuschelt wurde im gegensatz zu sonst nicht wirklich.



frau kelef wohnte quasi im badezimmer unter der dusche.

am abend dann wurden die von der hitze paralysierten wieder munter.

die katzen fühlten sich kräftig genug ein wenig stampede zu spielen, etwas katzefutter und katzegras zu sich zu nehmen, eine schale katzemilch auszuschlürfen, und sich umgehend einem ausgedehnten verdauungsschlaf hinzugeben. gerade dass sie sich unter auferbietung aller kräfte noch auf das katzeklo schleppen konnten.

die piepkis wollten vor dem schlafengehen noch eine frische minigurke, man braucht ja vitamine, und gegen den durst hilft gemüse auch.

pixy und frau kelef aber - sowie die temperaturen wieder heruntergingen unter die 30°-marke - machten einen abendspaziergang.

die alte hundezone hat man ja planiert, weil dort wird jetzt ein jugendtreff initiiert, hat die bezirksvorstehung beschlossen, zusammen mit ein paar architekten die die sozialverträgliche, integrationspolitisch korrekte, migrantenfreundliche umgestaltung einer fussgängerzone des bezirkes ausschreibungshalber gewonnen haben.

die zahnärztin, die ein stück weiter ihre ebenerdige praxis hat, hat sich übrigens beschwert bei der bezirksvorstehung, weil ihre kunden aus allen gegenden wiens, viele auch von ausserhalb, sich beschwert hätten dass es in der hundezone immer so dreckig sei, und stinke. über 100 meter vom praxiseingang, wohlgemerkt. unter keinem wohn- oder sonstigen fenster, und mitten in einem park.

jedenfalls, die neue hundezone - von der man prahlerisch in der bezirkszeitung berichtete, sie werde grösser sein als die vorherige - die ist höchstens knapp ein drittel der alten. quasi ein erweitertes meerschweinchengehege. wasser gibt es keines mehr drinnen, dafür steht aber der mistkübel so neben der sitzbank, dass man quasi die nase reinhängt beim sitzen. aber je nun - für die "trotteln mit de huntsviecha" (o-ton) reicht das ja wohl. von der wohlüberlegten lage des hundeauslaufplatzes entlang eines geh/fahrradweges, der von schulkindern der ca. 150 m entfernten schule benutzt werden muss wenn die zu u-bahn oder bus wollen, und dem keine 50 m entfernt liegenden zweit-eingang des städtischen bades reden wir nicht, weil: ein schelm wer böses dabei denkt.

das mit der sauberkeit im zukünftigen jugendtreff haben frau kelef und frau pixy fotografisch festgehalten, status quo um ~ 20.30 uhr, an einem mittwoch abend. die bezirksvorstehung will ja nicht, dass sich die jugendlichen in lokalen oder so herumtreiben, da ist so ein lauschiges parkplatzerl mit ohne klo und auch keinem mistkübel weit und breit schon ein super angebot. schaut dann eben so aus:



30 meter weiter bot sich ein interessanter anblick, der frau pixy umgehend dazu veranlasste mit hochgerecktem kopf, gesträubtem nackenhaar und steif aufgerichtetem schwanz merkwürdige, leise töne von sich zu geben. tja, den jadgterrier kann sie nicht verleugnen. bezüglich der integration von personen mit möglichem migrationshintergrund tat frau kelef dann das gleiche, das sie auch im falle eines definitiven österreichers gemacht hätte: als das betreffende objekt auch durch angehüpft, angebellt und angewinselt werden von seiten der frau pixy auch nicht einen ton von sich gab, und überhaupt sehr flach atmete, da machte frau kelef ein foto und ging damit zur polizei, deren wachstube 100 m vom "fundort" des objektes entfernt ist. schaut dann so aus:



die kleine wauwau wurde entsprechend gelobt - sie hatte ja auf den mann aufmerksam gemacht - und dann ging es weiter auf der runde.

frau pixy hoppelte an einem kinderspielplatzzaun vorbei - hier ist ja heutzutage alles hinter gitter - und wurde plötzlich so dünn dass sie zwischen den stäben durchpasste.

wedel, freu, wedel, leises weffweff: ein riesenigel mit einem babyigel, also mutter mit kind, also ein grosser ball der zischt mit einem kleinen ball der zischt. und das war ja einmal toll zu beobachten, wie die mutter sich aufplusterte und dem baby irgendwas zuzischte, und das baby kurz aufhorchte und sich dann eilfertig in die andere richtung unter ein paar blätter begab, während die mutter frau pixy ablenkte. als die mutter sicher war, dass das baby ausser sichtweite war - was weiss man, was die alte dem kleinen erzählt hat - da liess der mama-igel wieder luft ab, stellte ein wenig die stacheln auf und begab sich gemächlichen igelschrittes in die andere richtung, sich mehrmals nach frau pixy umsehend. letztere war von frau kelef aber aus medizinischen gründen schon vorher wieder aus dem zaun entfernt worden, es bestand also für niemanden gefahr. aber toll, wenn man sowas in der stadt so hautnah miterleben kann.

natürlich posierten die igel nicht gemeinsam, aber ein foto der mutter ist gelungen.



das baby denken sie sich bitte unter den blättern.



und damit alles seine ordnung hat, geleitete frau pixy frau kelef dann höchst siegessicher: ins eisgeschäft des vertrauens. hat sie sich verdient, die gute.



nicht abgebildet ist übrigens das nachdenkliche gesicht der kleinen wauwau, wenn sie den fledermäusen nachschaut. wäre auch sinnlos ohne das bild von den fledermäusen. von denen fliegen hier aber auch genug herum in der finsternis der nacht.

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