Mittwoch, 30. März 2011
set the dog free
seit heute amtlich: frau pixy läuft frei in der hundezone.

viereinhalb wochen nach der op. das verhältnis zu ihrem linken vorderbein verändert sich immern noch von tag zu tag, je nachdem sich der n. radialis benimmt.

wir nehmen das mit dem gebotenen interesse zur kenntnis. ohne fisimatenten. geht, ist gut. geht nicht, ist auch gut.

auf das linke vorderbein kann sich frau pixy nicht verlassen, man könnte auch sagen: versucht sie sich darauf zu verlassen, fliegt sie auf's maul.

aber:

das linke vorderbein benutzend: ihren freund, einen berner sennenhund (1,5 jahre) zu boden werfend

wie eine irre (jagdterrier, das muss so) im kreis laufend und andere hunde zum spielen (gemma laufen? kommkommkomm!!!) auffordernd

stöckchen apportierend (manchmal). zwischendurch kann man auch einmal eines zerkauen, wenn keiner "bring" ruft

mit hängender zunge und ohne jede kondition (noch) bei "meine mammi, meine mammi" auf den füssen liegend

ein wenig eifersüchtig auf kleine, weisse, krummbeinige, glubschäugige, die man nicht kennt, und so, hunde sein. wenn man die hunde kennt und weiss, die haben ein rudel mit dem sie wieder gehen, sind die aber o.k.

steh, komm, bleib: alles perfekt.

ein wenig müssen wir noch arbeiten, dann machen wir den hundeführ(er)schein.

frau pixy und ich. ha!

frau kelef ist stolz auf die kleine paprika, oder klavlav, oder wauwau: kurzum: auf frau pixy. guter hund.

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Montag, 28. März 2011
herr, wirf hirn vom himmel
während frau kelef und frau pixy lieblich-friedlich ihr mittagessen einnehmen, am nachbartisch ein paar y-chromosomenträger:

y1: wos blinzlst denn so?

y2: die augna, waast eh.

y1: brauchst injektiona, in de augna?

y2: naa. de san so juckat.

y3: ah so?

y2: jo.

y1: do brauchst injektiona, i sog das.

y2: maanst?

y3: i maan ah.

y2: no, wons es des sogts ...

y1: jo. do kaufst da de injektionan in da awotheken, do vurn, de haassn xyz, und de tuast da donn in de augna. moch i a ollawäu, wonn i auf de berg geh.

y3: i brauch des ned.

y1 + y2: schee!

y3: jo.

y3: i hob owa drei wohnunga. eine vo da gmoa, ane wo ma des haus ghert, und in ana wohn i. owa des is a haus.

y1 + 2: schee!

y3: und ich brauch kane injektiona in de augna.

y1 + y2: schee!

frau kelef: owa a neiche lewa (=anm.: leber, der mann hat leberzirrhose, aber definitiv nicht vom alkohol, weil: alkoholunverträglichkeit, ergo: aber sowas von antialkoholiker).

y3: jo. woarscheinlich. sunstan how i nua no a joa zan lewn, oda so.

y1 + y2: net schee!

y3 : jo.

pause.

y1: heast, y2, kauf da de injektiona. de höfnan.

y2: maanst?

y3: wonn da da y1 des sogt!

y2, zu frau kelef: soll i des tuan?

frau kelef: ich tät ja tropfen kaufen. injektionen sollte man sich nicht selber geben, schon gar nicht ins auge. und bevor ich überhaupt was tät, tät ich zum augenarzt gehen. sicherheitshalber. und nachschauen lassen was wirklich los ist.

y2: i hob a no an grauen star.

y1: do muasst wos nemma.

y2: wos?

y1 + y3: do gibt's sicha wos.

y2: wos?

y1: injektiona.

y2: nu ondare a no?

y1 + y3: no sicha. heit gibt's fia ollas injektiona. oda pulva.

y2: maants es des echt?

frau kelef, die zwischendurch immer wieder beifallheischend angeblickt wird, von allen drei gesprächsteilnehmern, leise mahnend:

ich tät ja erst einmal zum augenarzt gehen ...

y2: des dauert owa so long ...

y1: und wonn i eahm eh scho sog wöchane injektiona dass a se nemma soi ...

y3: da y1 kennt se aus, der hot a maturah ...

y2: ah so?

y3: und i hob drei wohnunga ...

frau kelef: und ka neiche lewa ...

y3: des stimmt.

frau kelef: zahlen, bitte.


na dann. der rest der unterhaltung kann hier nicht mehr wiedergegeben werden, aus gründen. sie verstehen.

zum weiteren, näheren verständnis:

y3 hat aufgrund der leberzirrhose und der daher notwendigen medikamente das, was man gemeinhin als hepatische enzephalopathie bezeichnet. vermute ich mal so unbedarft.

y2 hat vor einem halben jahr gerade mal so knapp zungenkrebs überlebt, und laboriert an nebenwirkungen der medikamente, und ein wenig alkoholischen nebenwirkungen. vermute ich mal so unbedarft.

y1: hat keine matura, aber dafür heuer schon den dritten oder vierten sonnenbrand und/oder -stich. ist ja auch nicht gerade das gesündeste. vermute ich mal so unbedarft.

alle drei sind gut über sechzig jahre alt (jeweils).


zum thema krankenkassendefizit und mündiger patient sagt frau kelef jetzt mal nix. besser ist das.

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Sonntag, 27. März 2011
kinder und halbwüchsige erschrecken
ist manchmal eine gute idee.

besonders dann, wenn erstere unter den augen der zugehörigen verziehungsberechtigten laut schreiend, hüpfend und mit plastikschwertern, stöcken oder spielzeuggewehren auf frau pixy hinschlagen oder -stechen wollen. o-ton: schau, mama, ich kämpf mit dem hund! ich mach den tot!

auch dann, wenn halbwüchsige mädels sms-tippend und nicht schauend wo sie hinhatschen fast in frau kelef und/oder die kleine wauwau hineinlatschen und dann absonderliche kreisch-geräusche machen und mit den vorderläufen wedeln als wollten sie zu windmühlen mutieren.

frau pixy ist das grundsätzlich eher wurscht, sie kann sich ja benehmen. schaut die merkwürdigen zweibeiner erstaunt an, zuckt mit den ondulierten samtöhrchen und setzt unbeeindruckt ihren weg fort. gibt interessanteres, und wichtigeres.

was grundsätzlich stimmt, aber: irgendwann kommt dann ein hund der das weniger von der lockeren seite nimmt, und der beisst so einem kleinen scheisser aus berechtigtem schreck ins gesicht. oder kriegt so eine quietschende jungtusse am haltlos wedelnden arm.

frau kelef also, im falle derartiger vorkommnisse, und weil frau pixy ja aufgrund ihrer dreieinhalbbeinigkeit ein wenig probleme mit dem schnellen kurvenhoppeln hat, quietscht neuerdings weitaus lauter als die oben beschriebenen individuen. gerne auch direkt richtung trommelfell der jeweiligen eltern oder jungtussen. man sorgt sich ja um die mitmenschen, und ein kaputtes trommelfell heilt schneller als ein zerbissenes gesicht oder ein zerkauter arm. auch ist die narbenbildung weniger sichtbar und daher auch weniger entstellend.

es wurde übrigens von seiten unbeteiligter beobachter der verdacht ausgesprochen, frau pixy grinse bei solchen gelegenheiten insgeheim ein wenig.

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