Freitag, 24. Oktober 2008
aller guten dinge sind drei?
mitnichten. leise vor sich hinsummend verstarb nunmehr die spotleiste zwischen den fenstern hinter der karniesenblende. die aufgabe der diesen wäre es ja eigentlich gewesen, ein wenig indirektes licht ins zimmer zu zaubern und die pflanzen quasi von der maschek- also raumseite her zu beleuchten. da leuchtet jetzt statt der vier halogendinger nur mehr eines. drei jahre alt, das ding, und drei von vier fassungen einfach durchgeschmort. fein. ich freu mich.

es ist, kann ich hier berichten, nicht einfach, eine spotleiste in messing käuflich zu erwerben. nicht, weil ich sie nicht bezahlen könnte oder so, sondern weil derzeit messing nicht modern ist. "hat man derzeit nicht" meinte ein fachverkäufer in einem darob fluchtartig wieder verlassenen geschäft.

was heisst "hat man nicht"? die frage, mit verlaub, war nicht "was hat man", sondern weitaus einfacher "ich hätte gerne ... - haben sie sowas?" wtf bitteschön, ich meine, ich frag ja nur, bilden sich diese lemuren mit erweitertem kompetenzbereich eigentlich ein? dass ich nicht weiss was ich will? dass sie mir was aufschwatzen können? dass ich was kauf was ich nicht will und was nicht ins zimmer passt, nur weil andere das derzeit auch haben? grrr.

aber nun gut, das war ein geschäft mit blöder werbung, sie wissen schon.

im nächsten geschäft: messing ist heuer nicht modern. - ja, und? - das passt nicht zu den möbeln die man jetzt hat. - zu meinen schon. - vielleicht sollten sie sich dann gleich neu einrichten, da hätten wir gerade in der möbelabteilung ... - SIE!!! meine möbel sind so zwischen 100 und 200 jahre alt, warum sollte ich mich von denen trennen? - wenn die eh schon so alt sind, da halten die sicher nicht mehr lange. - doch, die sind ja nicht von ihnen. -
aber gut, das war auch ein geschäft mit blöder werbung. frau hunt und frau kelef also erzürnt ab durch die mitte.

eine der nächsten stationen: in messing? na, ich weiss nicht, ob ich das besorgen kann. - vielleicht könnten sie das feststellen? - ja, vielleicht. - na, würden sie das dann bitte? - was? - feststellen. - was? - ob sie das besorgen können. - das modell da? - ja. in messing. - ich weiss nicht, das hat man jetzt ja momentan gerade gar nicht. - ich will es eh schief. - was? - frau hunt und frau kelef erzürnt ab duch die mitte.

mehrfach mit einem "hamma derzeitn net" abgeschmettert worden, zwischenzeitlich auch durch nichtbeachtung "kollege kommt gleich" vertrieben

dann aber doch in einem möbelhaus fündig geworden, in messing zwar nicht lagernd: "die leut' wollen alle jahre was anderes, immer das was modern ist, aber schauen sie doch einmal, die würde vielleicht das sein was sie brauchen können und die könnte ich ihnen auch in messing besorgen, ich kann ihnen nur nicht genau sagen wie lange die firma für die lieferung braucht. aber die ist noch stromsparender und hat ein angenehmeres licht, weil die funktioniert mit stromsparlampen. die werde nicht so heiss, sind zum reinschrauben, also bedienerfreundlicher quasi, und blenden nicht so. ganz neues modell, leider ein wenig teurer. ich kann ihnen aber noch 10% geben." geht doch. und dass die erfindung des deodorants an dem herrn vorbeigegangen ist, sei ihm ob der vernünftigen beratung, bemühung etc. verziehen.

der hausinstallatuer war auch wieder da. die nassen flecken - sie erraten es kaum - kommen von oben. vermutlich ist was undicht, irgendwo. man werde sich darum kümmern.

der maler war auch da. er hätte gerade zeit, da könnte er die flecken schnell übermalen.

der maurer des vertrauens meinte, so wie der baumeister des vertrauens, die decke gehhöre abgeklopft und neu verputzt. der maurer - der so gott will und nicht wieder was dazwischen kommt dieses wochenende den keller saniert - ist ein ganz netter und meint, für die sache mit der decke würde er allerdings in summe um die €600.-- schwarz verlangen, aber er würde diesen auftrag nicht annehmen, denn das sei eine besch... arbeit. der baumeister ist seiner meinung, meint allerdings, mit diesem preis sei der gute recht billig, auch wenn mit ohne rechnung. letztlich habe ich ja nix anderes zu tun, als mich tagelang mit derlei unfug zu beschäftigen.

jetzt warte mer mal eine woche lang, was passiert, und wenn dann noch immer nix passiert ist von seiten der hausverwaltung dann schreib ich dem hausverwalter seinen namen hier in die öffentlichkeit, und den von der installationsfirma auch. damit gugel auch was hat davon. so. angekündigt hab ich denen das ja schon seit längerer zeit, und sie haben gemeint, wenn ich meine. nun ja, bald werde ich meinen, und dann auch ganz haarklitzekleingenau hier aufschreiben, warum das alles so gehandhabt wird. ist eine interessante geschichte, wiewohl ich mich ja eigentlich der schriftlichen festhaltung ganz anderer dinge widmen sollte, so hobbymässig quasi. aber der zweck heiligt ja bekanntlich die mittel, und aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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Freitag, 17. Oktober 2008
eh kloa.
meinte der Pathologe in den Kommentaren: Der Geschirrspueler lebt noch laenger. Da bin ich mir sicher. Also laenger als das Joergl auf jeden Fall. Der Geschirrspueler faehrt aber auch kein Auto.

Und: es gehen immer drei elektrische kaputt.

und was tut gott? der geschirrspüler hat länger gelebt als das jörgl, aber nur ganz, ganz kurz. dann pumpte er nicht mehr ab. wasch' mer halt das geschirr zu fuss ab. am montag kommt der neue, zum sonderokkasionspreis von € 600.--. ich freu mich.

der hausverwaltungstrampel hat, nach dem grossen brüllen meinerseits, es tatsächlich geschafft den maler anzurufen, er möge doch über die nassen flecken drüberstreichen, mit nitro, das hält.

der installateur meinte, die nassen flecken an der decke könnten auch aus der steigleitung kommen, die allerdings in der wand verläuft, vermutlich befindet sich extra für mich eine steigleitung in der wand/decke, die das unten aus der steigleitung austretende wasser ...

immerhin darf ich aber vermelden, dass diesmal die lieferanten und monteure einander nicht im weg standen, auch nicht gleichzeitig kamen, und überraschenderweise lediglich weder schreibgerät noch rohrzange mit sich führten, ansonsten aber freundlich, höflich, nett und wohlerzogen waren, und noch nicht einmal schlecht rochen. drei tranken kaffee, zwei tee, einer cola, und alle bedankten sich jeweils höflich.

fast noch erstaunlicher fand und finde ich den umstand, dass ich beim aussuchen der neuen hausgenossen - es waren ein paar sonderwünsche zu erfüllen, und daher ein paar rundreisen durch wien notwendig - über mehrere eigentlich sehr junge - so um die zwanzig - elektrofachverkäufer stolperte. die supersonderbilligpreisgeschäfte mit der widerlichen werbung meide ich ja tunlichst, wenn möglich, ich weiss jetzt auch wieder ganz genau warum.

aber es fanden sich tatsächlich sonderangebotsgeschäfte (transportbeschädigte maschinen mit kratzer, etc.), die wesentlich günstiger waren als die widerlichsberger. und ein kratzer im lack links hinten, den man eh nicht sieht, der kratzt mich ja nicht.

jedenfalls, die verkäufer in diesen geschäften waren jung, männlich, und was soll ich sagen: sie kannten sich aus, sie konnten beraten, sie wussten auswendig welche maschine was wie wann warum, sie rieten zu und ab, und waren überhaupt so wie man sich derlei herrschaften nur wünschen kann. und damit hier alles seine richtigkeit hat: eines der geschäfte gehört einer türkischen familie, dort scheint das alles aber eine genetische disposition zu sein, denn der 18jährige sohn ist genauso wie sein vater und sein grossvater: informiert, kompetent, höflich, und überhaupt. man darf noch hoffnung haben.

ich zerleg jetzt teile meiner küche zum dritten mal in zwei wochen. ich freu mich. sehr.

und nächstes wochenende, so es denn sein soll, wird der keller saniert. da freu ich mich noch mehr, quasi.

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Sonntag, 12. Oktober 2008
gut, dass morgen der 13. ist
weil in der vergangenen woche hätte der keinen platz mehr gehabt.

montags war frau hunt beim tierarzt, service quasi: letzte injektion für die augen, zähne kontrollieren, plomben polieren, ohren spülen (leicht entzündet, ergo madame sehr wehleidig), auspuffreinigung, das erste mal in vierzehneinhalb jahren krallen schneiden (sie latscht in der letzten zeit manchmal ein wenig, die gelenke halt), sonst alles in ordnung, für ihr zartes alter schon überhaupt.

kostenpunkt: € 335.--

frau hunt brauchte dafür natürlich eine schlafsprizte, weil, der anblick der ordinationstür bereitet ihr bereits unsägliche schmerzen, und der gang in ein behandlungszimmer schon überhaupt bringt sie zu sopranistisch-falsettistischen lautmalereien, dass anschliessend ich auch eine ohnenentzündung habe.

anschliessend schläft man dann die medizin aus, vergisst aber nach jeweils zwei stunden, dass man vor zwei stunden eigentlich schon auf dem wiesi war, pinkeln. gemma halt noch einmal. hält sie prima zwei tage durch. ich weniger prima, aber doch durch.

am samstag vorher hatte die waschmaschine beschlossen, die trommel nicht mehr zu drehen (frau godany, vielleicht ein wiener virus?), gerade, als grosswaschtag anstand. nun denne. man hat ja gerne ungewaschene über drei meter lange vorhänge herumliegen, ganz helle, auf denen man die dunklen katzehaare genau sieht, einzeln.

dienstag und mittwoch damit verbracht, nach versterbens des dichtungsgummis des tiefkühlers - der dann auch prompt ein paar stunden lang ein klitzekleinwenig ungeschlossen vor sich hin vereiste - ein neues modell gesucht. sinnigerweise darf das nur 54 cm breit sein, optional mit energieeffizienz A und no frost - ausrüstung. gibt es natürlich - nicht. oder nur klein. oder zu breit. oder überhaupt. also beschlossen, doch ein kombigerät käuflich zu erwerben.

kostenpunkt: € 600.--

kommt am montag, dem 13. ich weiss nicht, ob das ein gutes datum ist.

für mittwoch nachmittag war der waschmaschinenmechaniker angesagt, kam auch zu ende der angegebenen zeitspanne, und teilte mit: elektronik kaputt (hatte ich schon befürchtet).

kostenpunkt: mitteilung € 120.--
reparatur: € 500.--, oder so.

neue maschine: € 600.-- plus ein paar zerquetschte, wurde am freitag vormittag geliefert. ein wenig nachlass gab es in anbetracht der diagnosestelltung. die herren kamen vier minuten vor ablauf der angegebenen zeitspanne.

der tiefkühler ist 18 jahre alt. hat nie gemotzt, kann man also mit fassung tragen.

der geschirrspüler ist 17 jahre alt, ich bete.

der hausverwaltungstrampel hat mir auf mehrfaches befragen mitgeteilt, sie hätte nachgefragt, und der chef habe ihr gesagt, der installateur habe ihm gesagt, der maler habe diesem gesagt, dass an meiner scheisshausdecke - sie erraten es - nasse flecken sind. aber eh erst seit zwei jahren. das komme von oben - was mich überrascht, denn normalerweise pinkeln ja ich und meine gäste gerne und mit grosser freude zielsicher immer an dieselben stellen an der decke, selbwelche sich in einer patschierlichen, ergo für derlei vorhaben und die umsetzung derselben leicht erreichbaren höhe von fast 3,50 metern über dem boden befindet.

froh und glücklich über diese - bereits mehrfach getroffene, sie erinnern sich - gar treffliche aussage frag ich also, und jetzt, was passiert weiter? ja, das weiss sie nicht, da muss sie den hausverwalter fragen was der installateur und der maler sagen. klecksel hat ja - ich weiss nicht ob ich sagen soll leider oder gott sei dank - der schlag getroffen, und zwar restlos, der kommt also nicht mehr. wie ich den verwalter kenn, wird er aber mit sicherheit ein ähnliches exemplar in petto haben. vorher muss aber der installatuer schauen, ob das wasser wirklich von oben kommt und dann den pfusch, den er dort oben angerichtet hat, beheben. das könnte noch ein klitzekleinwenig dauern, ich hoffe, ich werde alt genug.

frau öl (die hausbesitzerin) ist auch gestorben, otto öl, ergo, so wie der merkwürdige hund, der immer wolfsgeheul anstimmt wenn er alleine ist, sind ein wenig geistig derangiert ob dieses ereignisses. schon vorher nicht die klügsten ihrer art, pinkelt der hund quer durch das stiegenhaus, während otto öl unansprechbar hinter ihm hertaumelt und aussieht, dass man angst kriegt: verdattertes gesichtt, wirres haar und merkwürdige bewegungen. riechen tun sie auch beide nicht gut. vielleicht säuft ja aber er wieder mehr, und der hunt pinkelt nicht nur das stiegenhaus, sondern auch anderes an. was weiss man, und was davon will man eigentlich wissen.

das haus erben die töchter, die eine ist geschieden, hat vier unmündige kinder und ist auf dem öko-trip, die andere wohnt im haus und hat nicht alle tassen im schrank, wir erinnern uns: stellt öl in der pfanne auf den herd, wirft das gas darunte ran und geht ein wenig schlafen, bis ich die feuerwehr rufe.

des weiteren ward im stiegenhaus mehrfach eine maus gesichtet (möglicherweise auch mehrere mäuse einfach), ebenso wieder eine fledermaus (früher wohnten hier zwei).

sonst geht es mir aber gut, nur manchmal wache ich schreiend aus dem schlaf, weil ich träume dass der geist von frau öl in begleitung der fledermaus durch das stiegenhaus schwebt und klagende geräusche ausstösst, während herr öl an die decke zu pinkeln versucht. es ist dann aber doch immer nur der hund, der alleine ist und daher heult, und das wasser, das aus unerfindlichen gründen in die bassena im halbstock plätschert. nur die schlurfenden schritte konnte ich noch nicht zuordnen, nehme aber an, dass sie am ehesten vom lebensgefährten der hier wohnhaften halbhaus-besitzerin verursacht werden. der ist ebenfalls geschäftsunfähig, wie die schläferin, und von beruf eigentlich posaunist. begrüssenswerterweise säuft er so viel, dass die posaune meistens in der pfandleihanstalt ist, oder er beim versuch sie zu halten aufs maul schlägt (also nicht sich, sondern im ganzen so flach hin, und er bleibt dann liegen, gerne auch beim mist hinuntertragen im hof. ungeklärt ist, wozu er da die posaune mitnimmt, aber was weiss schon ein fremder).

kennt jemand einen guten psychiater? sonst geht es mir aber gut, nur am vorigen wochenende hat dat julchen bei einer schmuseattacke die tastatur zu boden geworfen und dann waren da ein paar freilaufende tasten, die ich nicht gleich wiederfinden konnte. die dame hatte sie unter meinem kopfpolster versteckt, nur weil ich ihre schätze im bett unter dem polster immer finde, hat sie diesmal den sofapolster gewählt. das problem hab ich jetzt aber bereinigt, wie man sieht. und dat julchen denkt unter der decke im fauteil über ein neues versteck nach.

nur dymka ist unerschütterlich in seiner eigenschaft als haushaltsvorstand, strassen- und hofoberbeaufsichtiger, und wenn es ihm zu bunt wird (oder zu laut) dann legt er sich lieblich auf sein schaffell und hält sich die pfoten vor augen oder ohren. guter katz.

im übrigen ist hier herrlicher altweibersommer, und frau hunt und ich begeben uns auf den wienerberg, jetzt demnächst in diesem theater, einen spaziergang machen und dann ordentlich einen trinken gehen. vielleicht sind wir dann wieder bei sinnen. darf nicht vergessen, anschliessend noch ein paar hölzer zuzuschneiden damit die neue kühlmaschine dann in der richtigen höhe ist und darunter noch ein bissel stauraum entsteht. gefährliches trau ich mich morgen nicht angreifen, das aus- und umräumen reicht mir schon als gefahrenpotenzial.

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