... newer stories
Dienstag, 10. Oktober 2006
hirntschechern for the records
kelef, 02:18h
beim nachdenken über die dinge, die gerade so rundherum passieren - könnt' sich keiner ausdenken, so wirr und kraus, das kann alles nur echt sein - fällt frau kelef wieder ein, dass man ihr mehrfach ein horoskop erstellt hat. so ein richtiges mit allem pipapo und transzendenten und aszendenten und sonstigen denten. hat anderer leute geld gekostet und frau kelef nicht weh getan.
interessant war und ist aber, dass einige der übersinnlich (teilweise auch rechnerisch, vorhersehtechnisch oder was auch immer) begabten frau kelef quasi übersinnliche kräfte nachsagten oder andichteten.
die uroma sprach mit den bergmanderln, die oma machte heilkräuter-salben und -tränke, die mutter legte tarot-karten, wär' ja kein wunder. auch frau kelef hört man ja oft genug sagen: "ich hab's ja gleich gesagt" oder "hab ich damals schon wieder recht gehabt" oder "das wird der/dem noch zurückkommen" und ähnliches mehr. und früher oder später ist es dann auch immer so.
natürlich lernte frau kelef im laufe ihres lebens auch ein paar gewerbliche wahrsager, parapsychologen, hypnotiseure etc. kennen, und auch die hatten ein interessantes angebot an übersinnlichem im repertoire.
eigentlich, stellte frau kelef heute wieder einmal (sie hat schon wieder recht gehabt, nebstbei) fest, ist es aber ganz einfach: es ist sehr vieles logisch, nämlich. da braucht es weder karten noch kristallkugel. aussitzen muss man viele dinge, abwarten und tee trinken und genau hinschauen:
wer seinen kopf dorthin legt, wo demnächst ein schmiedehammer herunterfällt, dem tut mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit demnächst der kopf weh.
wer sich mit verflohten hunden niederlegt, der wird mit flöhen aufstehen.
und: wenn einer, der mit mühe kaum gekrochen ist auf einen baum schon meint, dass er ein vogel wär', so irrt sich der. (sie dürfen den autor erraten!)
die welt rückt immer näher zusammen, die kreise schliessen sich, wenn man genügend erlebt hat dann überrascht einen immer weniger. und man sagt nur mehr "wieder was erledigt".
vielleicht sollte frau kelef doch ein paar bücher schreiben, obwohl ... mal sehen, was die rechtsschutzversicherung dazu sagt.
grosses vergnügen empfindend und beifällig (in frau kelefs kreisen kennt man dieses wort ja) grinsend wird die dame des hauses jetzt also ein gläschen likör trinken und sich dann satt und zufrieden unter die bettdecke begeben um den schlaf der gerechten zu schlafen.
der schwarze hexenkatz wird derweilen elegant und mit schmalen augen in den mond schauen und sich sein teil denken. dazu ist er ja schliesslich da.
interessant war und ist aber, dass einige der übersinnlich (teilweise auch rechnerisch, vorhersehtechnisch oder was auch immer) begabten frau kelef quasi übersinnliche kräfte nachsagten oder andichteten.
die uroma sprach mit den bergmanderln, die oma machte heilkräuter-salben und -tränke, die mutter legte tarot-karten, wär' ja kein wunder. auch frau kelef hört man ja oft genug sagen: "ich hab's ja gleich gesagt" oder "hab ich damals schon wieder recht gehabt" oder "das wird der/dem noch zurückkommen" und ähnliches mehr. und früher oder später ist es dann auch immer so.
natürlich lernte frau kelef im laufe ihres lebens auch ein paar gewerbliche wahrsager, parapsychologen, hypnotiseure etc. kennen, und auch die hatten ein interessantes angebot an übersinnlichem im repertoire.
eigentlich, stellte frau kelef heute wieder einmal (sie hat schon wieder recht gehabt, nebstbei) fest, ist es aber ganz einfach: es ist sehr vieles logisch, nämlich. da braucht es weder karten noch kristallkugel. aussitzen muss man viele dinge, abwarten und tee trinken und genau hinschauen:
wer seinen kopf dorthin legt, wo demnächst ein schmiedehammer herunterfällt, dem tut mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit demnächst der kopf weh.
wer sich mit verflohten hunden niederlegt, der wird mit flöhen aufstehen.
und: wenn einer, der mit mühe kaum gekrochen ist auf einen baum schon meint, dass er ein vogel wär', so irrt sich der. (sie dürfen den autor erraten!)
die welt rückt immer näher zusammen, die kreise schliessen sich, wenn man genügend erlebt hat dann überrascht einen immer weniger. und man sagt nur mehr "wieder was erledigt".
vielleicht sollte frau kelef doch ein paar bücher schreiben, obwohl ... mal sehen, was die rechtsschutzversicherung dazu sagt.
grosses vergnügen empfindend und beifällig (in frau kelefs kreisen kennt man dieses wort ja) grinsend wird die dame des hauses jetzt also ein gläschen likör trinken und sich dann satt und zufrieden unter die bettdecke begeben um den schlaf der gerechten zu schlafen.
der schwarze hexenkatz wird derweilen elegant und mit schmalen augen in den mond schauen und sich sein teil denken. dazu ist er ja schliesslich da.
... link (2 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 27. September 2006
mama, stell' den buben weg.
kelef, 04:31h
die werbung - auch im fernsehen - wird ja bekanntlich von lauter sehr gescheiten leuten gemacht , diese werbung diese, von studierten sogar manchmal, jedenfalls aber von meist sehr gut bezahlten. auch die sendeplätze werden teuer gelöhnt, die ideen, das copyright, etc.
zu den wenig-verdienern gehören sicherlich auch die leute nicht, die seitens der auftraggeber die werbeagenturen aussuchen, die von ebendiesen vorgeschlagenen vorschläge vergleichen und sich dann für einen spot entscheiden.
für diesen selben wird dann - soferne sich frau kelef recht entsinnt - ein richtiges drehbuch geschrieben, der wortlaut wird mehrfach durchdacht, überdacht, bedacht;.es gibt ein casting um die am besten für die zu transportierende botschaft geeigneten darsteller zu finden. es ward sogar ruchbar, dass auch psychologen und psychiater und ärzte und fachwissenschaftler engagiert werden, damit so ein teurer spot auch entsprechend makellos über den bildschirm flimmert, immer und immer wieder.
jetzt fragt sich frau kelef, in der üblichen ihr zutiefst zueigenen bescheidenheit: hat man alle diese klugen, studierten, einfühlsamen, fachwissenschaftlich hochgebildeten menschen mit der rakete durch die kinderstube geschossen? sind die auf einer mülldeponie aufgewachsen? hat man die ohne jeden sozialen kontakt aufgezogen? waren die nie in einer tanzschule? kommen die aus einer baumschule?
oder wie erklärt sich der satz "jasmin, darf ich dir meine mama vorstellen?"? die mutter war vorher schon da, die freundin kommt erst, die freundin ist definitiv jünger als die mutter, wessen wohnung auch immer es sein soll, herrjemineh, noch nicht einmal wenn die freundin prinzessin ist und die mutter klofrau im palast geht das.
o tempora, o mores. frau kelef graust's.
deshalb:
mama, stell' den buben weg und geh' dich schämen, in der erziehung hast du versagt, aber mit der deinen ist es auch nicht weit her.
jasmin, such dir einen anderen freund, mit diesem musst du dich mit sicherheit zu oft genieren, aber offensichtlich merkst du das sowieso nicht, sonst hättest du anders reagiert.
mama und jasmin, mit so was sitzt man nicht an einem tisch.
bub, kauf' dir ein benimmbuch, und lies es, laut, mehrfach, und zwar zusammen mit mama und jasmin.
denen jedoch, die frau kelef mit diesem spot obst und gemüse nahebringen wollen, sei gesagt: solche und ähnliche werbeeinschaltungen führen hier höchstens dazu, dass obst und gemüse vom speisezettel gestrichen werden, aus protest. zugleich sei angemerkt, dass das entsetzen so gross war, dass die werbebotschaft erst beim vierten oder fünften, höchst widerwilligen, ansehen des filmchens entschlüsselt werden konnte, so gut wird sie transportiert. wahrlich eine glanzleistung. müssen andere lange üben, damit sie sowas zustandebringen.
und schreibe hier bitte niemand, das sei witzig gemeint, so kommt es nämlich schon gar nicht herüber.
zu den wenig-verdienern gehören sicherlich auch die leute nicht, die seitens der auftraggeber die werbeagenturen aussuchen, die von ebendiesen vorgeschlagenen vorschläge vergleichen und sich dann für einen spot entscheiden.
für diesen selben wird dann - soferne sich frau kelef recht entsinnt - ein richtiges drehbuch geschrieben, der wortlaut wird mehrfach durchdacht, überdacht, bedacht;.es gibt ein casting um die am besten für die zu transportierende botschaft geeigneten darsteller zu finden. es ward sogar ruchbar, dass auch psychologen und psychiater und ärzte und fachwissenschaftler engagiert werden, damit so ein teurer spot auch entsprechend makellos über den bildschirm flimmert, immer und immer wieder.
jetzt fragt sich frau kelef, in der üblichen ihr zutiefst zueigenen bescheidenheit: hat man alle diese klugen, studierten, einfühlsamen, fachwissenschaftlich hochgebildeten menschen mit der rakete durch die kinderstube geschossen? sind die auf einer mülldeponie aufgewachsen? hat man die ohne jeden sozialen kontakt aufgezogen? waren die nie in einer tanzschule? kommen die aus einer baumschule?
oder wie erklärt sich der satz "jasmin, darf ich dir meine mama vorstellen?"? die mutter war vorher schon da, die freundin kommt erst, die freundin ist definitiv jünger als die mutter, wessen wohnung auch immer es sein soll, herrjemineh, noch nicht einmal wenn die freundin prinzessin ist und die mutter klofrau im palast geht das.
o tempora, o mores. frau kelef graust's.
deshalb:
mama, stell' den buben weg und geh' dich schämen, in der erziehung hast du versagt, aber mit der deinen ist es auch nicht weit her.
jasmin, such dir einen anderen freund, mit diesem musst du dich mit sicherheit zu oft genieren, aber offensichtlich merkst du das sowieso nicht, sonst hättest du anders reagiert.
mama und jasmin, mit so was sitzt man nicht an einem tisch.
bub, kauf' dir ein benimmbuch, und lies es, laut, mehrfach, und zwar zusammen mit mama und jasmin.
denen jedoch, die frau kelef mit diesem spot obst und gemüse nahebringen wollen, sei gesagt: solche und ähnliche werbeeinschaltungen führen hier höchstens dazu, dass obst und gemüse vom speisezettel gestrichen werden, aus protest. zugleich sei angemerkt, dass das entsetzen so gross war, dass die werbebotschaft erst beim vierten oder fünften, höchst widerwilligen, ansehen des filmchens entschlüsselt werden konnte, so gut wird sie transportiert. wahrlich eine glanzleistung. müssen andere lange üben, damit sie sowas zustandebringen.
und schreibe hier bitte niemand, das sei witzig gemeint, so kommt es nämlich schon gar nicht herüber.
... link (14 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 20. September 2006
beliebtheitsskala II
kelef, 03:22h
fiel mir gerade so ein: kennen sie auch die leute, die, wenn sie nicht die bohne verstehen wovon die rede ist, einfach "jaaa" sagen?
dieses ja heisst bei mir "das jaaa des evangelischen pfarrerstöchterlein", bei einem solchen habe ich es nämlich vor vielen jahren das erste mal kennen und hassen gelernt.
sie hatte fertig studiert und sollte uns eigentlich ein jahr lang ein wenig arbeit abnehmen; so weit so gut. gleich zu beginn fiel auf, dass man ihr alles nur einmal erklären musste, sie verstand immer sofort.
toll, dachten wir.
ja, toll. ganz toll. als wir versuchten, fertige ergebnisse zu bekommen, hiess es: bin dann gleich fertig. am nächsten tag wieder. dann hatte sie sich leider geirrt, oder wir hatten nicht richtig erklärt. alles noch mal von vorn.
später begann sie, wenn maier ihr was erklärte, anschliessend müller zu fragen ob sie es denn richtig verstanden habe. wenn müller meinte, er könne ja nicht wissen was maier aufgetragen habe, beschwerte sie sich sicherheitshalber überall, man unterstütze sie nicht und erkläre nichts. erklärte man ihr eine sache zum 33.874 mal und fragte nach, ob sie es verstanden habe, sagte sie "jaaa", mit dieser ganz besonderen intonation, ein wenig höher in der stimmlage als ihre sonstige sprache, und in ganz gleichbleibender tonhöhe.
bis es mir nach sechs wochen zu blöd wurde und ich sie zur rede stellte. die geschichte war die: ihre grossmutter hatte sie gelehrt, immer, aber auch immer wenn etwas erklärt, besprochen, gezeigt wurde "ja" zu sagen. das zeuge von interesse, klugheit, bildung, wohlerzogenheit und arbeitswille.
ich hasse diese grossmutter unbekannterweise, und alle anderen solchen grossmütter gleich mit.
dieses "jaaa" höre ich in letzter zeit immer öfter, in dieser ganz bestimmten tonlage, betonungslos, leicht gezogen, und es jagt mir schauer über den rücken. und jedesmal, wenn ich dann hinterfrage, hat die oder der jaaaende nicht die bohne eine ahnung von was denn gerade die rede war.
ein herzerfrischendes "wos genau woinns vo mia?" oder "hähhh?" oder "wie meinen?" oder sonstwas in dieser größenordnung zeugt meiner meinung nach jedenfalls von mehr interesse, klugheit und arbeitswille. und von wohlerzogenheit und bildung zeugt das "jaaa" sowieso nicht.
dieses ja heisst bei mir "das jaaa des evangelischen pfarrerstöchterlein", bei einem solchen habe ich es nämlich vor vielen jahren das erste mal kennen und hassen gelernt.
sie hatte fertig studiert und sollte uns eigentlich ein jahr lang ein wenig arbeit abnehmen; so weit so gut. gleich zu beginn fiel auf, dass man ihr alles nur einmal erklären musste, sie verstand immer sofort.
toll, dachten wir.
ja, toll. ganz toll. als wir versuchten, fertige ergebnisse zu bekommen, hiess es: bin dann gleich fertig. am nächsten tag wieder. dann hatte sie sich leider geirrt, oder wir hatten nicht richtig erklärt. alles noch mal von vorn.
später begann sie, wenn maier ihr was erklärte, anschliessend müller zu fragen ob sie es denn richtig verstanden habe. wenn müller meinte, er könne ja nicht wissen was maier aufgetragen habe, beschwerte sie sich sicherheitshalber überall, man unterstütze sie nicht und erkläre nichts. erklärte man ihr eine sache zum 33.874 mal und fragte nach, ob sie es verstanden habe, sagte sie "jaaa", mit dieser ganz besonderen intonation, ein wenig höher in der stimmlage als ihre sonstige sprache, und in ganz gleichbleibender tonhöhe.
bis es mir nach sechs wochen zu blöd wurde und ich sie zur rede stellte. die geschichte war die: ihre grossmutter hatte sie gelehrt, immer, aber auch immer wenn etwas erklärt, besprochen, gezeigt wurde "ja" zu sagen. das zeuge von interesse, klugheit, bildung, wohlerzogenheit und arbeitswille.
ich hasse diese grossmutter unbekannterweise, und alle anderen solchen grossmütter gleich mit.
dieses "jaaa" höre ich in letzter zeit immer öfter, in dieser ganz bestimmten tonlage, betonungslos, leicht gezogen, und es jagt mir schauer über den rücken. und jedesmal, wenn ich dann hinterfrage, hat die oder der jaaaende nicht die bohne eine ahnung von was denn gerade die rede war.
ein herzerfrischendes "wos genau woinns vo mia?" oder "hähhh?" oder "wie meinen?" oder sonstwas in dieser größenordnung zeugt meiner meinung nach jedenfalls von mehr interesse, klugheit und arbeitswille. und von wohlerzogenheit und bildung zeugt das "jaaa" sowieso nicht.
... link (3 Kommentare) ... comment
... older stories

