Freitag, 4. Februar 2005
o tempora, o mores.
im tv gerade opernball geschaut.

wie viele erinnerungen werden da doch wach gerufen.

und wie viele leut ich kennengelernt hab in meinem leben. es ist zum grausen.

ein paar assoziationen kann ich nie entrinnen, z.b.

immer wenn ich h-w schimanko sehe, denke ich an seine lange zeit sehr dick verbundene hand, weil der grosse hundekenner meinte, seine rottweilerhündin beisst ihn nicht, wenn er die drei tage alten welpen angreifen will.

immer wenn ich arabella kiesbauer sehe, denke ich an eine liebe bekannte, die einen sehr netten rauhhaardackel namens arabella sittete, und dann irgendwann durch den garten schrie "kiesbauer, scheiss nicht in die ecke".

immer wenn ich die baronesse von tripstrill sehe, fällt mir wieder ein, wie sie vor jahrzehnten im alten moulin rouge (vor schimanko) in wien als jeanette auftrat, damals schon weit über zwanzig, mit unnachahmlicher grandezza mitten in der conference (die sie übrigens ganz ausgezeichnet machte) das oberteil ihres abendkleides fallen liess, den busen herausstreckte mit den worten "kaiserbirnen, kein fallobst".

edit: braucht mich nicht noch jemand kontaktieren, ich weiss, dass es baronesse lips von lipstrill heisst, bei mir heisst es trotzdem tripstrill.

immer beim anblick der feststiege in der oper denke ich an einen opernball, bei dem der legendäre roman s., stockbesoffen auf seinem platz zwischen den journalisten, beim einzug der ehrengäste, plötzlich brüllte "geht's doch alle sch..., ihr a...löcher!".

das leben ist doch etwas vergnügliches, kann man nix dagegen sagen.

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Freitag, 28. Jänner 2005
heute früh
schon vor dem wohnhaus schneetreiben und -wächten (meterhohe).

gehsteige sehr teilweise oder gar nicht geräumt. ich hatte keine ski mit.

zwischendurch eisplatten. ich hatte keine eislaufschuhe mit.

u-bahn mit verspätung (8 min).

bim mit verspätung: fährt planmässig alle 4 minuten, nächster zug: in 17 minuten. passant: "i wart scho länger".

anzeige springt auf: nächster zug in 7 min.
nächster sprung: 12 min.
arbeitet sich hinunter auf: 7 min.
nächster sprung: 12 min.
arbeitet sich hinunter auf: 6 min.
nächster sprung: 13 min.

und tatsächlich: das stimmte dann.

dass in der zwischenzeit jede menge bims fuhren, aller sorten und arten und linien, die auf diesen schienen weder was verloren noch was zu suchen hatten, erwähne ich nur am rande.

dass die echten minus 4,5 grad durch den wind gefühlte minus 25 waren, ist nicht der rede wert.

dass meine augen so tränten, dass die brille innen voller flecken war, gehört wohl so.

meine stirnhöhlen schmerzten.

ich kam 59 minuten zu spät (kratzt mich unter diesen umständen weniger).

ich liebe den neuen bürostandort.

könnte mich bitte jemand erschiessen (wie oft frag' ich das eigentlich schon???)

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Mittwoch, 26. Jänner 2005
schneetreiben
rund um das haus.

die flocken fliegen abwechselnd waagrecht von rechts nach links, von rechts oben nach links unten, oder von unten nach oben.

nur nicht so, wie man es erwartet.

der krähenschwarm ist schon landeinwärts gezogen, in grosser formation, die nachzügler wurden gewaltig zur ordnung gerufen von den aufpassern.

die schwäne auf dem kleinen see am rand der donau haben ihren hinteren binnenhafen angesteuert, der ist geschützter.

die landschaft sieht man nicht mehr.

nur die möven machen noch begeisterte flugübungen, und lassen sich vom sturm tragen.

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