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Mittwoch, 1. September 2004
tierarzttermin
kelef, 02:47h
heute. vom büro nach hause gehurtelt, hund angehängt, katz eingepackt, und zur netten frau tierarzt gehetzt.
ilvie kennt den weg, und es ist ihr gleich ganz unheimlich zumute. dymka sitzt sehr interessiert, mit katzegeschirr angezogen und angehängt, in der tragetasche und fürchtet sich lediglich vor den vorbeidonnernden autos. ansonsten guckt er ganz frech aus dem guckloch, und lässt elegant eine pfote heraushängen.
der hund will hurtig an der praxistür vorbeidüsen, geht aber nicht, hängt an der laufleine und wird die acht meter wieder zurückgeholt. dann rein in den vorraum - frauli, ich will nicht in das nächste zimmer! - und hinein in den behandlungsraum. während ilvie dreimal im kreis läuft und sich dann in eine ecke neben der türe setzt, ist dem katz das erst einmal alles völlig wurscht, und dann kehrt er wieder einmal den charmeur heraus. schnurrt die ärztin an, posiert, lässt sich in die ohren leuchten, abhorchen, pfoten schauen, beisserchen kontrollieren, und nimmt zwei impfungen ohne den leisesten protestlaut. während ilvie natürlich, wie immer, bereits beim anblick der spritze von schmerzen geschüttelt wird. was wiederum bestätigt, was ich immer schon predige: weh tun die meisten injektionen nur, wenn man vor angst verkrampft und dann sogar subkutane injektionen quasi mit dem vorschlaghammer verabreicht werden müssen.
befund: ausnehmend schöner katz, sehr klein; lange beine, langer schwanz, farbe: wird vielleicht black-smoke; zahnfleisch, zähne, ohren, fell super, allgemeinzustand hervorragend, gewicht: 1,85 kg. angenehmster katzenpatient des jahres.
nach untersuchung und impferei bleibt der katz ohne mit der wimper zu zucken in bester katzenpose mit artig um die pfoten geringeltem schwanz auf dem untersuchungstisch sitzen und beäugt die umgebung.
dann will ich ihn wieder einpacken in die tasche, moniert der hund, sie muss erst kontrollieren, ob an dem baby noch alles dran ist. sabbert ihn tröstend ab, dann erst darf ich ihn die tasche stopfen.
zu hause: hund abgehängt, dymka ausgepackt, er kriegt noch einmal sabberlis von ilvie, und schnurrt und purrt als ob nix wär. nach einer stunde zieh ich ihm probeweise das geschirr wieder an, will er in die tasche steigen ...
und ich dumme nuss hatte den photoapparat nicht mit. in vier wochen haben wir den nächsten termin. aber dann.
ilvie kennt den weg, und es ist ihr gleich ganz unheimlich zumute. dymka sitzt sehr interessiert, mit katzegeschirr angezogen und angehängt, in der tragetasche und fürchtet sich lediglich vor den vorbeidonnernden autos. ansonsten guckt er ganz frech aus dem guckloch, und lässt elegant eine pfote heraushängen.
der hund will hurtig an der praxistür vorbeidüsen, geht aber nicht, hängt an der laufleine und wird die acht meter wieder zurückgeholt. dann rein in den vorraum - frauli, ich will nicht in das nächste zimmer! - und hinein in den behandlungsraum. während ilvie dreimal im kreis läuft und sich dann in eine ecke neben der türe setzt, ist dem katz das erst einmal alles völlig wurscht, und dann kehrt er wieder einmal den charmeur heraus. schnurrt die ärztin an, posiert, lässt sich in die ohren leuchten, abhorchen, pfoten schauen, beisserchen kontrollieren, und nimmt zwei impfungen ohne den leisesten protestlaut. während ilvie natürlich, wie immer, bereits beim anblick der spritze von schmerzen geschüttelt wird. was wiederum bestätigt, was ich immer schon predige: weh tun die meisten injektionen nur, wenn man vor angst verkrampft und dann sogar subkutane injektionen quasi mit dem vorschlaghammer verabreicht werden müssen.
befund: ausnehmend schöner katz, sehr klein; lange beine, langer schwanz, farbe: wird vielleicht black-smoke; zahnfleisch, zähne, ohren, fell super, allgemeinzustand hervorragend, gewicht: 1,85 kg. angenehmster katzenpatient des jahres.
nach untersuchung und impferei bleibt der katz ohne mit der wimper zu zucken in bester katzenpose mit artig um die pfoten geringeltem schwanz auf dem untersuchungstisch sitzen und beäugt die umgebung.
dann will ich ihn wieder einpacken in die tasche, moniert der hund, sie muss erst kontrollieren, ob an dem baby noch alles dran ist. sabbert ihn tröstend ab, dann erst darf ich ihn die tasche stopfen.
zu hause: hund abgehängt, dymka ausgepackt, er kriegt noch einmal sabberlis von ilvie, und schnurrt und purrt als ob nix wär. nach einer stunde zieh ich ihm probeweise das geschirr wieder an, will er in die tasche steigen ...
und ich dumme nuss hatte den photoapparat nicht mit. in vier wochen haben wir den nächsten termin. aber dann.
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Sonntag, 29. August 2004
das thema artgerechte fütterung von haustieren
kelef, 02:01h
wird ja immer wieder einmal angeschnitten.
in unserem haushalt gibt es da eigene regeln, die gemeinsam erarbeitet wurden.
ilvie ist ein alpha-hund, aber alpha bin ja eigentlich ich (sie kann viel, aber ohne gegengreifenden daumen tut sie sich halt doch schwer bei manchen dingen).
also esse ich zuerst. sie weiss genau, dass allfällige, für den hündischen genuss geeignete reste an sie fallen, aber eben erst nachdem ich gegessen habe, mein verdauungszigaretterl geraucht habe und der tisch abgeräumt ist.
gibt es etwas, das ihrer meinung nach besonders für den hund geeignet ist, wird sie dann allerdings schon einmal laut mit mir.
voriges wochenende hatten wir besuch, als vorspeise gab es geräucherte forelle.

die ungeniessbaren teile (plus ein wenig überschuss) kamen auf den resteteller. völlig entfernt wurde lediglich das fischgebiss.
sofort erhielt ich anweisung, den teller doch BITTE umgehend auf den boden zu stellen.

da der katz einerseits noch im wachsen ist und daher ordentlicher ernährung bedarf, und andererseits sich bereits lautstark angemeldet hatte, kam auch etwas von der köstlichkeit in sein schüsselchen.

das trockenfutter - die beilage - hat er sofort entfernt, und dann in sich hineingeschmatzt.

die fischaugen und -bäckchen waren besonders fein.
es dauerte nur wenige minuten, dann war bis auf ein paar zu harte gräten und die grossen, zellophanartigen teile vom fischkopf (die der hund immer übrig lässt) aber rein gar nichts mehr da.

der katz hat es kontrolliert.

und nein, keiner der beiden hat gekotzt, die können das.
in unserem haushalt gibt es da eigene regeln, die gemeinsam erarbeitet wurden.
ilvie ist ein alpha-hund, aber alpha bin ja eigentlich ich (sie kann viel, aber ohne gegengreifenden daumen tut sie sich halt doch schwer bei manchen dingen).
also esse ich zuerst. sie weiss genau, dass allfällige, für den hündischen genuss geeignete reste an sie fallen, aber eben erst nachdem ich gegessen habe, mein verdauungszigaretterl geraucht habe und der tisch abgeräumt ist.
gibt es etwas, das ihrer meinung nach besonders für den hund geeignet ist, wird sie dann allerdings schon einmal laut mit mir.
voriges wochenende hatten wir besuch, als vorspeise gab es geräucherte forelle.

die ungeniessbaren teile (plus ein wenig überschuss) kamen auf den resteteller. völlig entfernt wurde lediglich das fischgebiss.

sofort erhielt ich anweisung, den teller doch BITTE umgehend auf den boden zu stellen.

da der katz einerseits noch im wachsen ist und daher ordentlicher ernährung bedarf, und andererseits sich bereits lautstark angemeldet hatte, kam auch etwas von der köstlichkeit in sein schüsselchen.

das trockenfutter - die beilage - hat er sofort entfernt, und dann in sich hineingeschmatzt.

die fischaugen und -bäckchen waren besonders fein.
es dauerte nur wenige minuten, dann war bis auf ein paar zu harte gräten und die grossen, zellophanartigen teile vom fischkopf (die der hund immer übrig lässt) aber rein gar nichts mehr da.

der katz hat es kontrolliert.

und nein, keiner der beiden hat gekotzt, die können das.
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Sonntag, 29. August 2004
eisengeschirr
kelef, 00:40h
kann man gar nicht genug haben,

fiel mir gerade ein.
so richtig geröstete erdäpfel, bratkartoffeln, etc. werden in den uralten pfannen rechts einfach am besten, ebenso steaks. für würstel, spiesse etc. hingegen verwende man die gusseisernen mit den rillen.
risotto und eintöpfe bereite man im grossen topf.
dickwandiges geschirr ist auch auf offenem feuer zu verwenden, beim grillen im garten oder am lagerfeuer.

fiel mir gerade ein.
so richtig geröstete erdäpfel, bratkartoffeln, etc. werden in den uralten pfannen rechts einfach am besten, ebenso steaks. für würstel, spiesse etc. hingegen verwende man die gusseisernen mit den rillen.
risotto und eintöpfe bereite man im grossen topf.
dickwandiges geschirr ist auch auf offenem feuer zu verwenden, beim grillen im garten oder am lagerfeuer.
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wir erinnern uns
kelef, 15:26h
es war einmal, vor vielen jahren, ein entzückendes kleines mädchen von, sagen wir einmal, etwas über zwei jahren. blauäugig, blondlockig, von bestechendem charme, wie aus dem bilderbuch.
die mutter lebte alleine mit ihm, und hatte gar grosse freude an dem kinde. das mädchen war aufgeweckt, verbraucherfreundlich, an allem interessiert. besonderes interesse hatte dieser zwerg erstaunlicherweise daran, sich vor dem schlafengehen ungestört die abendnachrichten anzusehen.
nun wohnte die freundin der mutter mit ehemann und sohn zwei türen weiter, und rationellerweise kochte man manchmal für die anderen mit, und tauschte dann, sehr praktisch, war ja nur über den gang.
so begab es sich in einem sehr kalten november, dass in dem einen haushalt reisauflauf gekocht wurde (brrr) und im anderen mit fleisch gefüllt weinblätter (hmmm). beide frauen waren wie immer gleichzeitig fertig, und trafen sich im stiegenhaus zwecks austausch - weinblätter für den ehemann, reisauflauf für das kleine mädchen. wie das aber so ist bei draussen minusgraden und kleinen kindern die vor dem schlafengehen gebadet werden, war es in den wohnungen schön warm und die mutter des kleinen mädchens, der sowie immer heiss ist, machte die paar schritte barfuss und in einem, nun ja, eher als strandkleid geeigneten outfit.
das kleine mädchen - für das schlafengehen bereits in ein handbesticktes, schneeweisses flanellhemdchen gehüllt - wollte von dem weibertratsch im stiegenhaus nicht gestört werden, und schloss die wohnungstür. und damit nichts passieren konnte -war ja alleine zu hause jetzt, das kleine engelchen - schloss es auch noch von innen zu und legte die kette vor. und war nicht mehr zu sprechen.
nach einer stunde zureden, bitten, etc. schickte dann ein weiterer nachbar, der bei der feuerwehr arbeitete und telephonisch kontaktiert wurde, und dessen frau kindergärtnerin war, die feuerwehr vorbei. die kam auch, sechs mann hoch, mit brechstangen bewaffnet, plus zwei polizisten
draussen fiel leise der schnee, die mutter des kleinen mädchens stand barfuss auf dem gang, im mini-spaghettiträger-strandkleid, mit nischt darunter. daraus nun schloss die polizei messerscharf, dass diese rabenmutter wohl eben gerade von einer sauftour nach hause gekommen war, und machte erst einmal eine anzeige. die anwesende kindergärtnerin begann zu brüllen. man drohte mit der kinderübernahmsstelle. das essen war schon (fast) kalt. hunger hatte sowieso niemand mehr.
die feuerwehr brach die türe auf (billiger spass im nachhinein, altbautür mit doppelflügeln, zwei schlösser kaputt). man konnte endlich die wohnung wieder betreten.
auf dem wohnzimmersofa vor dem fernseher, in dem gerade die abendnachrichten liefen, sass das entzückende kleine mädchen. die blonden locken umrahmten das süsse gesichtchen, und fielen über die stickerei auf dem blütenweissen flanellnachthemdchen.
das kind warf einen blick auf die in der zwischenzeit nun doch vor kälte blau angelaufene mutter, die nachbarliche kinderärtnerin, die alte nachbarin von gegenüber, die auch mitgekommen war, die freundin der mutter, die immer noch den teller mit reisauflauf hielt (dass der nicht die hand abgefallen war!), deren ehemann und sohn. dann schweifte der blick des reizenden kleinen mädchens gelassen weiter über die zwei polizisten mit den notizblöcken, die sechs feuerwehrleute mit den brechstangen und riesenkneifzangen, und dann sagte es:
"thönes fernthehen, du auch fernthehen?" und wies einladend auf die noch freien plätze vor dem fernsehgerät.
die mutter lebte alleine mit ihm, und hatte gar grosse freude an dem kinde. das mädchen war aufgeweckt, verbraucherfreundlich, an allem interessiert. besonderes interesse hatte dieser zwerg erstaunlicherweise daran, sich vor dem schlafengehen ungestört die abendnachrichten anzusehen.
nun wohnte die freundin der mutter mit ehemann und sohn zwei türen weiter, und rationellerweise kochte man manchmal für die anderen mit, und tauschte dann, sehr praktisch, war ja nur über den gang.
so begab es sich in einem sehr kalten november, dass in dem einen haushalt reisauflauf gekocht wurde (brrr) und im anderen mit fleisch gefüllt weinblätter (hmmm). beide frauen waren wie immer gleichzeitig fertig, und trafen sich im stiegenhaus zwecks austausch - weinblätter für den ehemann, reisauflauf für das kleine mädchen. wie das aber so ist bei draussen minusgraden und kleinen kindern die vor dem schlafengehen gebadet werden, war es in den wohnungen schön warm und die mutter des kleinen mädchens, der sowie immer heiss ist, machte die paar schritte barfuss und in einem, nun ja, eher als strandkleid geeigneten outfit.
das kleine mädchen - für das schlafengehen bereits in ein handbesticktes, schneeweisses flanellhemdchen gehüllt - wollte von dem weibertratsch im stiegenhaus nicht gestört werden, und schloss die wohnungstür. und damit nichts passieren konnte -war ja alleine zu hause jetzt, das kleine engelchen - schloss es auch noch von innen zu und legte die kette vor. und war nicht mehr zu sprechen.
nach einer stunde zureden, bitten, etc. schickte dann ein weiterer nachbar, der bei der feuerwehr arbeitete und telephonisch kontaktiert wurde, und dessen frau kindergärtnerin war, die feuerwehr vorbei. die kam auch, sechs mann hoch, mit brechstangen bewaffnet, plus zwei polizisten
draussen fiel leise der schnee, die mutter des kleinen mädchens stand barfuss auf dem gang, im mini-spaghettiträger-strandkleid, mit nischt darunter. daraus nun schloss die polizei messerscharf, dass diese rabenmutter wohl eben gerade von einer sauftour nach hause gekommen war, und machte erst einmal eine anzeige. die anwesende kindergärtnerin begann zu brüllen. man drohte mit der kinderübernahmsstelle. das essen war schon (fast) kalt. hunger hatte sowieso niemand mehr.
die feuerwehr brach die türe auf (billiger spass im nachhinein, altbautür mit doppelflügeln, zwei schlösser kaputt). man konnte endlich die wohnung wieder betreten.
auf dem wohnzimmersofa vor dem fernseher, in dem gerade die abendnachrichten liefen, sass das entzückende kleine mädchen. die blonden locken umrahmten das süsse gesichtchen, und fielen über die stickerei auf dem blütenweissen flanellnachthemdchen.
das kind warf einen blick auf die in der zwischenzeit nun doch vor kälte blau angelaufene mutter, die nachbarliche kinderärtnerin, die alte nachbarin von gegenüber, die auch mitgekommen war, die freundin der mutter, die immer noch den teller mit reisauflauf hielt (dass der nicht die hand abgefallen war!), deren ehemann und sohn. dann schweifte der blick des reizenden kleinen mädchens gelassen weiter über die zwei polizisten mit den notizblöcken, die sechs feuerwehrleute mit den brechstangen und riesenkneifzangen, und dann sagte es:
"thönes fernthehen, du auch fernthehen?" und wies einladend auf die noch freien plätze vor dem fernsehgerät.
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