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Donnerstag, 10. Mai 2007
frau marion hat mich darauf gebracht,
kelef, 15:59h
aus anderen gründen.
vorige woche ist der e.b. (kennt hier sowieso keiner) gestorben.
47 jahre, einiges jünger als ich also. kopftumor, hat man voriges jahr entdeckt. operiert, herausgeschnitten, zugenäht.
acht monate hat er gebraucht, von der diagnose bis zum sterben.
und auch bei ihm, in den letzten wochen: er sah besser aus, hatte sein altes gewicht wieder - zwischendurch abgenommen nach der operation, dann zugenommen nach cortison - aber die ohren wuchsen.
die ohren wuchsen unverhältnismäßig, die knorpel ebenso wie die ohrläppchen, grotesk fast als ich ihn das letze mal sah vor ein paar wochen und er meinte, siehst du, ich werde wieder ganz gesund, und meine kinder aufwachsen sehen. und auf dem maturaball meiner tochter tanzen. mich bringt nichts um, schau, die narbe ist ganz schön, die haare wachsen schon wieder darüber, ja, sagte ich, wenn das so ist wünsch' ich dir alles gute, find ich toll, gut schaust du aus. und dachte dabei, mein gott, e., deine ohren, nein, das sollte nicht sein, noch nicht, deine tochter ist 12, der sohn 10.
am 15.05. ist sein begräbnis.
eine(r) der vielen, die starben, jünger als ich bin.
ich brauch ein neues telefonbuch, hab' ich festgestellt, besser ist das für mich. das ausradieren der adressen und telefonnummern der verstorbenen nimmt langsam viel zeit in anspruch, und hat so was von "aus den augen, aus dem sinn". so soll das aber nicht sein, und so ist das auch nicht. ich will mich erinnern an menschen die ich so lange kannte.
merkwürdige stimmung hier und heute.
vorige woche ist der e.b. (kennt hier sowieso keiner) gestorben.
47 jahre, einiges jünger als ich also. kopftumor, hat man voriges jahr entdeckt. operiert, herausgeschnitten, zugenäht.
acht monate hat er gebraucht, von der diagnose bis zum sterben.
und auch bei ihm, in den letzten wochen: er sah besser aus, hatte sein altes gewicht wieder - zwischendurch abgenommen nach der operation, dann zugenommen nach cortison - aber die ohren wuchsen.
die ohren wuchsen unverhältnismäßig, die knorpel ebenso wie die ohrläppchen, grotesk fast als ich ihn das letze mal sah vor ein paar wochen und er meinte, siehst du, ich werde wieder ganz gesund, und meine kinder aufwachsen sehen. und auf dem maturaball meiner tochter tanzen. mich bringt nichts um, schau, die narbe ist ganz schön, die haare wachsen schon wieder darüber, ja, sagte ich, wenn das so ist wünsch' ich dir alles gute, find ich toll, gut schaust du aus. und dachte dabei, mein gott, e., deine ohren, nein, das sollte nicht sein, noch nicht, deine tochter ist 12, der sohn 10.
am 15.05. ist sein begräbnis.
eine(r) der vielen, die starben, jünger als ich bin.
ich brauch ein neues telefonbuch, hab' ich festgestellt, besser ist das für mich. das ausradieren der adressen und telefonnummern der verstorbenen nimmt langsam viel zeit in anspruch, und hat so was von "aus den augen, aus dem sinn". so soll das aber nicht sein, und so ist das auch nicht. ich will mich erinnern an menschen die ich so lange kannte.
merkwürdige stimmung hier und heute.
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Montag, 7. Mai 2007
liebe frau kelef
tantekitsch, 10:15h
alles gute zu ihrem 28. geburtstag!
so jung kommen wir nie wieder zusammen :))
so jung kommen wir nie wieder zusammen :))
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Donnerstag, 3. Mai 2007
der pitsch, reinhard,
kelef, 15:58h
wurde gestern interviewt, oder wie auch immer man das nennen soll, von der "damenriege" in der sendung "extrazimmer" im orf: http://tv.orf.at/program/orf2/20070502/409205601/234974
peinlich. für den orf, für die damen die keine sind (und auch nie welche werden werden resp. werden können). sogar für die kameramänner. unbestrittener gewinner war "der pitsch". der, wenn er nicht ratzinger genannt wurde, schon immer so genannt wurde. aber um das zu wissen, hätte es einer informierten "damenriege" bedurft.
lieber orf, liebe journalisten und liebe solche, die es gerne werden möchten: informieren tut man sich vorher, damit man dann nachher mitreden kann ohne rotwerden zu müssen.
so alt bin ich doch, weiss der teufel, wirklich nicht, und keineswegs war mir das trotzkistische gedankengut jemals sonderlich nahe. aber den pitsch hat doch jeder, der damals studiert hat, gekannt? der hat doch mit jedem, der nicht bei drei auf dem baum war, diskutieren wollen? der hat doch seine zettelchen und traktätchen verteilt wie ein böser? der lief doch im NIG (=neues institutsgebäude der uni wien) schon herum als er noch nicht einmal die matura hatte? und verbreitete sein politisches gedankengut mit aller vehemenz (verbaler, bittesehr, damit hier kein falscher eindruck entsteht). sogar wenn ich NICHT nachdenke fallen mir mindestens fünf journalist-en und -innen ein, die heute durchaus einen "guten" namen haben und damals mit ihm diskutiert haben, nächtelang? wo waren denn die gestern?
hat der frau univ.-prof. keiner gesagt, dass damals die kaffeehauszeit eine zweite blüte hatte? dass es eine unzahl von klubs gab (klub war kaffeehaus mit ohne konzession, daher als klubbetrieb geführt: nur mitglieder durften hinein). da sassen wir alle und diskutierten und hörten musik und diskutierten, nächtelang.
und hat irgendwer eigentlich bemerkt, wie elegant der pitsch immer noch keinen vernadert? das cafe drechsler hat er genannt, logo, der engelbert ist in der pensi und die hütten haben andere, über den rest schwieg er sich aus.
der pitsch alleine ist immer noch mehr "sir" als seine vier gesprächspartnerinnen miteinander damen. aber so war er auch schon immer. und rhetorisch war er auch schon immer gut. hat dem orf und seiner "damenriege" das keiner gesagt? denn: dass er keine anderen antworten gab, und nicht so klar und deutlich sagte was die "damenriege" wissen wollte, das, lieber orf, lag einfach daran dass die vier keine kompatiblen gesprächspartner waren. und keine ahnung hatten: nicht von kommunismus, nicht von trotzkismus, nicht von der damaligen zeit, nicht von dem einen oder dem anderen RAF, und von einer sehr grossen menge anderer dinge auch nicht.
bei ein paar der gestellten fragen war es mir sogar peinlich zuzusehen. voyeurismus ist nun mal nicht meins.
aber vielleicht hat es mir ja auch nur keiner erklärt, und deshalb versteh' ich es nicht. und sinn und zweck der übung war es lediglich, die "damenriege" zu blamieren. dabei hätten die dabei gar keine hilfe gebraucht, das war da einzige was sie wirklich tadellos alleine konnten.
o tempora, o mores.
peinlich. für den orf, für die damen die keine sind (und auch nie welche werden werden resp. werden können). sogar für die kameramänner. unbestrittener gewinner war "der pitsch". der, wenn er nicht ratzinger genannt wurde, schon immer so genannt wurde. aber um das zu wissen, hätte es einer informierten "damenriege" bedurft.
lieber orf, liebe journalisten und liebe solche, die es gerne werden möchten: informieren tut man sich vorher, damit man dann nachher mitreden kann ohne rotwerden zu müssen.
so alt bin ich doch, weiss der teufel, wirklich nicht, und keineswegs war mir das trotzkistische gedankengut jemals sonderlich nahe. aber den pitsch hat doch jeder, der damals studiert hat, gekannt? der hat doch mit jedem, der nicht bei drei auf dem baum war, diskutieren wollen? der hat doch seine zettelchen und traktätchen verteilt wie ein böser? der lief doch im NIG (=neues institutsgebäude der uni wien) schon herum als er noch nicht einmal die matura hatte? und verbreitete sein politisches gedankengut mit aller vehemenz (verbaler, bittesehr, damit hier kein falscher eindruck entsteht). sogar wenn ich NICHT nachdenke fallen mir mindestens fünf journalist-en und -innen ein, die heute durchaus einen "guten" namen haben und damals mit ihm diskutiert haben, nächtelang? wo waren denn die gestern?
hat der frau univ.-prof. keiner gesagt, dass damals die kaffeehauszeit eine zweite blüte hatte? dass es eine unzahl von klubs gab (klub war kaffeehaus mit ohne konzession, daher als klubbetrieb geführt: nur mitglieder durften hinein). da sassen wir alle und diskutierten und hörten musik und diskutierten, nächtelang.
und hat irgendwer eigentlich bemerkt, wie elegant der pitsch immer noch keinen vernadert? das cafe drechsler hat er genannt, logo, der engelbert ist in der pensi und die hütten haben andere, über den rest schwieg er sich aus.
der pitsch alleine ist immer noch mehr "sir" als seine vier gesprächspartnerinnen miteinander damen. aber so war er auch schon immer. und rhetorisch war er auch schon immer gut. hat dem orf und seiner "damenriege" das keiner gesagt? denn: dass er keine anderen antworten gab, und nicht so klar und deutlich sagte was die "damenriege" wissen wollte, das, lieber orf, lag einfach daran dass die vier keine kompatiblen gesprächspartner waren. und keine ahnung hatten: nicht von kommunismus, nicht von trotzkismus, nicht von der damaligen zeit, nicht von dem einen oder dem anderen RAF, und von einer sehr grossen menge anderer dinge auch nicht.
bei ein paar der gestellten fragen war es mir sogar peinlich zuzusehen. voyeurismus ist nun mal nicht meins.
aber vielleicht hat es mir ja auch nur keiner erklärt, und deshalb versteh' ich es nicht. und sinn und zweck der übung war es lediglich, die "damenriege" zu blamieren. dabei hätten die dabei gar keine hilfe gebraucht, das war da einzige was sie wirklich tadellos alleine konnten.
o tempora, o mores.
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