Mittwoch, 21. März 2007
neues lieblingswort
mikrologistiklastig

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Sonntag, 18. März 2007
der akademisch gebildete österreicher an sich
ist ja, ebenso wie der österreichische funktionär, politiker etc. davon überzeugt, er sei ZUMINDEST der nabel der welt, wenn nicht des universums. und die deutschen werden hier ja auch gerne behandelt, dass man sich schämen muss. frau novala hat uns ja ein sehr schönes bespiel gebracht, wie das sein kann:

http://sodazitron.blogger.de/stories/701065

nicht nur, dass also manche unserer honoratioren bezüglich benimm mit der v2 durch die kinderstube geschossen wurden, es wurde ihnen offensichtlich auch in die wiege gelegt dass die österreichische küche die beste der welt ist.

gerne bestellen sie sich daher, wenn sie es denn so weit überhaupt schaffen vor heimweh, ein wiener schnitzel in kiel, oder in caorle, oder in sevilla, marseille und in der komischen publik (dominikanischen republik, aber der versprecher ist einfach zu schön), und ein gulasch in budapest, und einen schweinsbraten in bahrain..

wie es der teufel nun haben will, gibt es wiener schnitzel in deutschland meist mit tunke, in der komischen publik wird es aus ziege hergestellt, und gulasch heisst in ungarn pörkölt, weil gulyas eine suppe ist. und in arabischen ländern gibt es keinen schweinsbraten, welche überraschung.

gerne weist der akademisch gebildete österreicher in solchen fällen dann darauf hin, dass das ja unglaublich - nicht zu essen - keine kultur - eine frechheit - man müsse doch - und überhaupt - und um dieses geld - und wo denn das ganze multikulti, das man doch erwarten dürfe - und es gäbe doch für jedes gericht feste regeln und vorschriften wann, wo und wie es zubereitet und gegessen werden müsse.

haben wir ja alle schon erlebt, nicht wahr?

ich red' ja jetzt nicht davon, dass ich schon akademisch gebildete österreicher dabei beobachten durfte, wie sie mit messer und gabel bewaffnet austern in der schale zerfitzelten und dann mühsam kauten, um anschliessend festzustellen das sei kein gutes restaurant gewesen: die messer waren nicht richtig scharf, und die austern waren zäh.

gerne aber erzähle ich von vergangenem freitag, damit hier wieder ein wenig heiterkeit einkehre.

wir stellen uns vor:

wien mitteleuropa, also quasi das zentrum des universums. ein 4stern-hotel. treffen von ca. 70 akademikern, standesvertretern, geschäftsführern, etc.

wichtige und heikle gespräche werden den ganzen vormittag über geführt, um 13.00 uhr gibt es noch einen kleinen imbiss.

man schreitet richtung fütterungsplatz, parliert über die o.a. bereits angeführten monierungswürdigen kulinarischen und sittlichen unzulänglichkeiten des feindlichen auslands, nimmt ein tellerchen und belädt dies mit einem paar der dargebotenen würste, dazu senf und gebäck. dann holt man sich noch besteck und einen orangensaft, weil der ja so gesund ist.

und dann stehen an einem freitag nach 13.00 uhr selbige personen an den stehpulten und schneiden die weißwürscht in scheiben und fressen sie mitsamt der haut. dazu beißen sie manierlich kleine stücke vom laugengebäck ab und schimpfen darüber, dass die bayern nicht einmal anständige wurst machen können, weil, die schmeckt ja nach gar nichts, und die haut ist auch ganz zäh. und dann hätt' das hotel doch wenigstens die paare auseinanderschneiden können, für wenn jemand nur eine wurst will. und dann noch laugengebäck zur wurst, das kann man ja nicht essen.

dass das viersternhotel zu den weißwürschten einen mir bislang unbekannten sauscharfen süßen senf servierte, erwähne ich hier nur mehr am rande. wenigstens war bierradi dabei, aber der war ziemlich ausgetrocknet und ein wenig holzig.

und jetzt machen wir einen quiz: wer findet die fehler?

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Dienstag, 13. März 2007
abfallwirtschaft
ich hab' ja nie wirklich was davon gehalten die tiere übermässig zu verwöhnen, fresstechnisch. die beste schwägerin von allen z.b. hat dem familienhund bereits in frühester jugend eine uhr einbauen lassen, die pünktlichst um 16.45 zu schlagen beginnt. anzuschlagen, nämlich. um 17.00 uhr ist es dann nicht mehr auszuhalten, hund will futter, jetzt und hier und auf der stelle. ich persönlich finde das ja nun ein wenig übertrieben, ich ess' ja auch nicht um punkt sonstwieviel uhr, sondern dann wenn ich appetit/hunger hab. das gleiche gilt für die viechereien. sonst ist man ja sklave von denen, und das geht nicht. wer will schon auf einem stadtbummel ein halbes kilo hundefutter mittragen (ich meine jetzt, ausser meiner schwägerin).

andererseits ergibt sich durch den stoffwechsel der lebewesen ebenso wie durch jahreszeitenwechsel und tag/nachtwechsel ein gewisser rhythmus, der auch wiederum beachtung finden muss. keinesfalls darf man mich aufwecken und nahrung heischen, das hat üble folgen. und wenn ich nicht zu hause bin ist das anbrüllen der nahrungsenthaltenden schränke mangels gegengreifender daumen der an hungerödemen leidenden wenig erfolgversprechend. zudem gilt: herbst/winters für alle ein wenig mehr fett, frühlings/sommers für alle ein wenig weniger fett, leichte kost, und so weiter und so fort.

belohnungen gibt es über das ganze jahr verteilt, je nach art, alter und vorlieben.

essensabfälle gibt es nur in ausnahmefällen, ein wenig nudeln mit sauce für die hunt, fleischschnipsel vor dem kochen, nach dem kochen ein wenig knorpeln z.b. von den suppenknochen, jeweils für hund und katzen.

besonders beliebt ist bei allen dreien fisch, am gernsten z.b. lachsfilet, in der mikrowelle leicht angegart, innen roh, da schnurrt sogar die hunt.

neulich, im sushi-restaurant, die hunt kriegt da immer die schwanzenden von den gebackenen garnelen aufgehoben, und sabbert die nach dem essen glücklich und geräuschvoll in sich hinein, denk' ich mir, jetzt hab ich da so eine menge von den kleinen gekochten auch gegessen, geb ich der hunt die reste, köpfe und so, will sie aber nicht: muss spucken weil die beine am gaumen kitzeln. denk ich, jetzt hab' ich die schon aufgehoben, nehm' ich die doch mit und frag' mal die katzen.

quel odeur aus der handtasche beim heimfahren im bus! zuhause dann die tasche gleich in die küche gestellt, ich geh' mir die schuhe ausziehen und die hunt abhängen, komm' zurück in die küche, dat julchen macht schon kontrolle:



und knurrt dabei und zerrt und schnurrt und quiekt.

das sabbrichte zeug wird also in die katzeschüssel geschaufelt, und dat julchen ist im paradies:



natürlich muss man genau aufpassen was man da ins maul kriegt - degoustieren hat man ja im blut als katze:



zehn minuten braucht sie um alles ratzeputz aufzufuttern.



der schwarze elegantkatz findet das unter seinem niveau, kostet und geht sofort wieder pennen.



in der zwischenzeit hat ein weiterer versuch allerdings ergeben, dass er nur die gekochten nicht mag, er will futter das kracht beim hineinbeissen: jetzt bring ich ihm auch gebackene garnelenschwanzenden, die liebt er.

die hunt kann sich nur wundern, und schaut in die andere richtung.



dat julchen weiss um die wichtigkeit eines verdauungsschlafes, und als der napf leer ist arrangiert sie sich im fauteuil und bewegt sich - bis auf ein paar undamenhaft laute rülpser - einmal sicherheitshalber drei stunden lang nicht.

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