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Donnerstag, 29. September 2005
es war noch nicht genug II
kelef, 03:33h
lautes brüllen verhalf otto öl zu einer beschleunigten bewegung (sein fluchtinstinkt wurde gar trefflich ausgenützt) in richtung sicherungskasten und einschalten der sicherungen. anschliessend latschte er in den keller und drehte den hauptwasserhahn ab. dann verschwand er in der wohnung von frau öl. die war sicherheitshalber nicht da.
nach ein wenig nachdenken und im internetz gucken welcher notdienst denn verfügbar sei, machte sich frau kelef wieder auf die suche nach herrn öl. dieser hatte sich in der wohnung verbarrikadiert und öffnete erst nach lautem trommeln an der tür. natürlich hatte er niemanden angerufen, weil der verwalter ...
rufen sie den notdienst!
der kummt net.
warum wissen sie das?
des waass i ned.
dann rufen sie einen notdienst an.
den muss man gleich zahlen.
nein.
i glaub scho.
aber wissen tun sie nix?
naa.
dann rufen sie den notdienst. jetzt. schnell. sofort. und sagen sie mir bitte, wenn sie jemanden erreicht haben.
ja.
eine stunde später, frau kelef latscht wieder eineinhalb stock höher.
und?
i hob an erwischt.
und?
der kummt.
wann?
na, eh donn.
tatsächlich, nach einer weiteren halben stunde eintrifft ein beauftragter der notdienst-firma.
blickt hinauf zum in der zwischenzeit wieder aktivierten wasserfall,
und spricht die bedeutungsschwangeren worte:
do muass i in de wohnung.
na, dann läuten sie und gehen sie nachschauen.
sagt otto öl: do is niemand daham.
sag ich: haben sie nicht nachgeschaut?
sagt otto: ojoh, owa vuaher woa kana daham. jetztn is a kana do.
sagt der herr notdienst: na guat, donn fohr i wieda. weg war er.
herr öl!!! und jetzt?
do muass ma aufn vawoita ...
NEIN! kann man nicht! der kommt erst am montag, da sind auch noch andere leute in dem haus. wir wollen wasser. wir wollen kaffee kochen. wir wollen in unser eigenes klo sch...
friehra hot ma a ka woams wossa ghobt, und is klo woa am gang.
aber jetzt ist 2005!
jo. und de telephonnumma von de leit hot da vawoita.
diese gar nützliche diskussion wurde über eine weile fortgesetzt, dann ging frau kelef wieder einmal richtung eigener wohnung und internetz und klopfte die vorhandenen daten der betroffenen partei in die tasten. telephon unter namen des mannes eingetragen, wohnung auf ihren namen, kein so grosses problem, handynummer, geht bei den ersten anrufen keiner dran (war ja auch schon lange ein uhr vorbei), dann meldete sich die ehefrau doch und meinte, sie seien in einer halben stunde da.
also wieder raus, otto öl aus den federn geklopft, und angewiesen, den notdienst wieder herbeizutelephonieren. in der zwischenzeit so übler laune, dass nur mehr kurze aufträge gegeben wurden.
als alle versammelt waren, öffneten die geplagten eheleute, die die wohnung gerade renovieren und daher woanders wohnen, die tür und betraten das vorzimmer.
in diesem war eine grosse, grosse wasserlache.

detto im benachbarten wc und bad.

detto im angrenzenden wohnzimmer mit dem funkelnagelneuen echtholzparkett.

ebenfalls wasser war in der therme, im sicherungskasten,

und in den vorzimmerschränken. ein leichtes antippen der eingezogenen nut-feder-decke endete in einem herabstürzenden wasserfall.

das ehepaar erbleichte, und nahm je ein glas hochprozentigen nusslikörs, frau kelef ebenfalls.
der installateur wollte nichts, und hatte keine lampe mit.
otto öl wurde also um eine werkzeuglampe geschickt, und kam mit einer nachttischlampe zurück, denn in der betroffenen wohnung traute sich doch keiner das licht anzudrehen.
als die decke ein stück geöffnet wurde,

kam der nächste sturzbach. das wasser plätscherte auch über die wände, und verschwand dann im nirgendwo unter dem fussboden.
das ehepaar nahm einen weiteren nusslikör, frau kelef auch.
der installateur befand, das wasser komme von oben (wieso überraschte das niemanden, und wo hatte ich das schon gehört?) und er müsse eigentlich in die obere wohnung.
da, bei meinen unmittelbaren nachbarn - und auch das überraschte niemanden - war keiner da. der installateur meinte, dann verliesse er uns jetzt. dies mussten wir ihm leider unter androhung von brachialgewalt untersagen.
der betroffene ehemann hatte in der zwischenzeit feststellen müssen, dass nicht nur die dokumentenmappe, sondern auch sein originaler vw-käfer-motor

eine gründliche wäsche abbekommen hatte, und spuckte gift und galle.
die betroffene ehefrau rief die polizei. die feststellung, das wasser sei im sicherungskasten, führte zu sehr baldigem eintreffen von zwei (ausnahmsweise sehr netten) polizisten (einer davon weiblich und blond, und durchaus vernünftig), und zehn herren von der brandbekämpfung. oioioi, was für ein auflauf im stiegenhaus.
nach längeren beratschlagungen des kompetenzzentrums wurde otto öl von mir in den letzten stock gejagt, um festzustellen, ob vielleicht die dort wohnhafte nichte meiner nachbarn die handynummer derselben habe, oder die des zugehörigen sohnes (beides nicht im internetz). otto öl kam unverrichteter dinge zurück, weil keiner die tür aufmachte. also via gegensprechanlage sturmgeklingelt, otto öl wieder raufgejagt, nichte wusste nix.
frau kelef weiss aber seither, dass die feuerwehr genau fünf minuten braucht,

um eine doppeltür mit drei sicherheitsbalken zu öffnen. mit frau kelefs strom. julchen und dymka hätten gerne geholfen, wurden aber niederträchtigerweise mit der hunt im schlafzimmer eingesperrt, und dort keppelten sie zu dritt wie die bösen.
in der wohnung meiner nachbarn war alles staubtrocken ...
die polizie und die feuerwehr beäugten auch mein klo, das neu ausgemalte, und beschlossen ich könne dem herrn verwalter ruhig von ihnen ausrichten, sie fänden diese art "arbeit" eine frechheit.
als der installateur in der betroffenen wohnung probehalber an die wand klopfte, traf ihn ein weiterer wasserschwall, und dann gleich noch einer. er verkündete, derartige schäden träten immer dann auf, wenn alte bleirohre (die hatte er im keller gesehen) mit neuen kupferrohren verlötet würden). er war schon ziemlich nass, und wollte nach hause, und dorthin begab er sich denn auch.
auch die poliei und die feuerwehr verliessen die stätte des geschehens und gaben auftrag, gas und strom erst nach kontrolle durch einen installateur resp. elektriker wieder aufzudrehen. wasser gab es im vordertrakt immer noch keines. otto öl kehrte in die wohnung von frau öl zurück.
das betroffene ehepaar und frau kelef befreiten die tiere aus dem schlafzimmer, und liessen sich in frau kelefs wohnung erschöpft in die möbel sinken. es war nach vier uhr früh. die wohnung hatte ihren chaotischen zustand bewahrt.
da der nusslikör aus war, mussten wir zum kaffelikör greifen (wer sorgen hat, ...). der kaffeelikör war sehr fein, ist aber jetzt auch aus.
dann musste noch das bett überzogen werden, und die hunt runter, und dann ungewaschen in die heia.
den sonntag verbrachte frau kelef mit wasserschleppen jeweils von der bassena

einen halbstock hoch, wasser wärmen, und wäsche und werkzeug etc. umschichten. duschen durfte ich mich bei meiner freundin.
am montag früh verliess frau kelef - immer noch wutschnaubend - die wohnung, um vor dem tagewerk die hunt auszuleeren. im stiegenhaus steht otto öl und teilt mit, die hausverwaltung hätte die telephonnummer des betroffenen ehepaares nicht, der installateur könne leider nicht in die wohnung.
auch dieses schwierige problem konnte gelöst werden, aber in diesem moment setzten heftige kopfschmerzen bei frau kelef ein, und ein leichtes zucken um das rechte auge, und auf dem linken auge schien die sehkraft abhanden gekommen zu sein.
nach ein wenig nachdenken und im internetz gucken welcher notdienst denn verfügbar sei, machte sich frau kelef wieder auf die suche nach herrn öl. dieser hatte sich in der wohnung verbarrikadiert und öffnete erst nach lautem trommeln an der tür. natürlich hatte er niemanden angerufen, weil der verwalter ...
rufen sie den notdienst!
der kummt net.
warum wissen sie das?
des waass i ned.
dann rufen sie einen notdienst an.
den muss man gleich zahlen.
nein.
i glaub scho.
aber wissen tun sie nix?
naa.
dann rufen sie den notdienst. jetzt. schnell. sofort. und sagen sie mir bitte, wenn sie jemanden erreicht haben.
ja.
eine stunde später, frau kelef latscht wieder eineinhalb stock höher.
und?
i hob an erwischt.
und?
der kummt.
wann?
na, eh donn.
tatsächlich, nach einer weiteren halben stunde eintrifft ein beauftragter der notdienst-firma.
blickt hinauf zum in der zwischenzeit wieder aktivierten wasserfall,
und spricht die bedeutungsschwangeren worte:
do muass i in de wohnung.
na, dann läuten sie und gehen sie nachschauen.
sagt otto öl: do is niemand daham.
sag ich: haben sie nicht nachgeschaut?
sagt otto: ojoh, owa vuaher woa kana daham. jetztn is a kana do.
sagt der herr notdienst: na guat, donn fohr i wieda. weg war er.
herr öl!!! und jetzt?
do muass ma aufn vawoita ...
NEIN! kann man nicht! der kommt erst am montag, da sind auch noch andere leute in dem haus. wir wollen wasser. wir wollen kaffee kochen. wir wollen in unser eigenes klo sch...
friehra hot ma a ka woams wossa ghobt, und is klo woa am gang.
aber jetzt ist 2005!
jo. und de telephonnumma von de leit hot da vawoita.
diese gar nützliche diskussion wurde über eine weile fortgesetzt, dann ging frau kelef wieder einmal richtung eigener wohnung und internetz und klopfte die vorhandenen daten der betroffenen partei in die tasten. telephon unter namen des mannes eingetragen, wohnung auf ihren namen, kein so grosses problem, handynummer, geht bei den ersten anrufen keiner dran (war ja auch schon lange ein uhr vorbei), dann meldete sich die ehefrau doch und meinte, sie seien in einer halben stunde da.
also wieder raus, otto öl aus den federn geklopft, und angewiesen, den notdienst wieder herbeizutelephonieren. in der zwischenzeit so übler laune, dass nur mehr kurze aufträge gegeben wurden.
als alle versammelt waren, öffneten die geplagten eheleute, die die wohnung gerade renovieren und daher woanders wohnen, die tür und betraten das vorzimmer.
in diesem war eine grosse, grosse wasserlache.

detto im benachbarten wc und bad.

detto im angrenzenden wohnzimmer mit dem funkelnagelneuen echtholzparkett.

ebenfalls wasser war in der therme, im sicherungskasten,

und in den vorzimmerschränken. ein leichtes antippen der eingezogenen nut-feder-decke endete in einem herabstürzenden wasserfall.

das ehepaar erbleichte, und nahm je ein glas hochprozentigen nusslikörs, frau kelef ebenfalls.
der installateur wollte nichts, und hatte keine lampe mit.
otto öl wurde also um eine werkzeuglampe geschickt, und kam mit einer nachttischlampe zurück, denn in der betroffenen wohnung traute sich doch keiner das licht anzudrehen.
als die decke ein stück geöffnet wurde,

kam der nächste sturzbach. das wasser plätscherte auch über die wände, und verschwand dann im nirgendwo unter dem fussboden.
das ehepaar nahm einen weiteren nusslikör, frau kelef auch.
der installateur befand, das wasser komme von oben (wieso überraschte das niemanden, und wo hatte ich das schon gehört?) und er müsse eigentlich in die obere wohnung.
da, bei meinen unmittelbaren nachbarn - und auch das überraschte niemanden - war keiner da. der installateur meinte, dann verliesse er uns jetzt. dies mussten wir ihm leider unter androhung von brachialgewalt untersagen.
der betroffene ehemann hatte in der zwischenzeit feststellen müssen, dass nicht nur die dokumentenmappe, sondern auch sein originaler vw-käfer-motor

eine gründliche wäsche abbekommen hatte, und spuckte gift und galle.
die betroffene ehefrau rief die polizei. die feststellung, das wasser sei im sicherungskasten, führte zu sehr baldigem eintreffen von zwei (ausnahmsweise sehr netten) polizisten (einer davon weiblich und blond, und durchaus vernünftig), und zehn herren von der brandbekämpfung. oioioi, was für ein auflauf im stiegenhaus.
nach längeren beratschlagungen des kompetenzzentrums wurde otto öl von mir in den letzten stock gejagt, um festzustellen, ob vielleicht die dort wohnhafte nichte meiner nachbarn die handynummer derselben habe, oder die des zugehörigen sohnes (beides nicht im internetz). otto öl kam unverrichteter dinge zurück, weil keiner die tür aufmachte. also via gegensprechanlage sturmgeklingelt, otto öl wieder raufgejagt, nichte wusste nix.
frau kelef weiss aber seither, dass die feuerwehr genau fünf minuten braucht,

um eine doppeltür mit drei sicherheitsbalken zu öffnen. mit frau kelefs strom. julchen und dymka hätten gerne geholfen, wurden aber niederträchtigerweise mit der hunt im schlafzimmer eingesperrt, und dort keppelten sie zu dritt wie die bösen.
in der wohnung meiner nachbarn war alles staubtrocken ...
die polizie und die feuerwehr beäugten auch mein klo, das neu ausgemalte, und beschlossen ich könne dem herrn verwalter ruhig von ihnen ausrichten, sie fänden diese art "arbeit" eine frechheit.
als der installateur in der betroffenen wohnung probehalber an die wand klopfte, traf ihn ein weiterer wasserschwall, und dann gleich noch einer. er verkündete, derartige schäden träten immer dann auf, wenn alte bleirohre (die hatte er im keller gesehen) mit neuen kupferrohren verlötet würden). er war schon ziemlich nass, und wollte nach hause, und dorthin begab er sich denn auch.
auch die poliei und die feuerwehr verliessen die stätte des geschehens und gaben auftrag, gas und strom erst nach kontrolle durch einen installateur resp. elektriker wieder aufzudrehen. wasser gab es im vordertrakt immer noch keines. otto öl kehrte in die wohnung von frau öl zurück.
das betroffene ehepaar und frau kelef befreiten die tiere aus dem schlafzimmer, und liessen sich in frau kelefs wohnung erschöpft in die möbel sinken. es war nach vier uhr früh. die wohnung hatte ihren chaotischen zustand bewahrt.
da der nusslikör aus war, mussten wir zum kaffelikör greifen (wer sorgen hat, ...). der kaffeelikör war sehr fein, ist aber jetzt auch aus.
dann musste noch das bett überzogen werden, und die hunt runter, und dann ungewaschen in die heia.
den sonntag verbrachte frau kelef mit wasserschleppen jeweils von der bassena

einen halbstock hoch, wasser wärmen, und wäsche und werkzeug etc. umschichten. duschen durfte ich mich bei meiner freundin.
am montag früh verliess frau kelef - immer noch wutschnaubend - die wohnung, um vor dem tagewerk die hunt auszuleeren. im stiegenhaus steht otto öl und teilt mit, die hausverwaltung hätte die telephonnummer des betroffenen ehepaares nicht, der installateur könne leider nicht in die wohnung.
auch dieses schwierige problem konnte gelöst werden, aber in diesem moment setzten heftige kopfschmerzen bei frau kelef ein, und ein leichtes zucken um das rechte auge, und auf dem linken auge schien die sehkraft abhanden gekommen zu sein.
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Mittwoch, 28. September 2005
es war noch nicht genug I
kelef, 18:37h
frau kelef hatte, voller freude über die nun endlich fertiggestellten reparaturen, schon vorbereitet was denn nun alles am wochenende zu erledigen sei: wieder einmal alle wäsche waschen, die badezimmer- etc. vorleger auch wieder, und dann noch die beigen schondecken vom beigen sofa, auf dem die tiere immer herumlümmeln auf der suche nach den stets verweigerten streicheleinheiten. und was sich sonst noch so in einem haushalt findet. bettzeug auch, wie jedes wochenende, und natürlich handtücher, badetücher, immer ein paar ladungen. und den überstand von der vorwoche, da die maschine ja kein wasser hatte. also die wäsche sortiert, nach farben und materialien, bereit, der reihe nach in das gerät gestopft zu werden. der hunt erklärt, dass sie nicht helfen kann.
natürlich war da auch noch die sache mit der auszubessernden malerei an den wänden in bad und küche. gott sei dank weiss, da kann man nicht viel falsch machen. also den kübel mit den farbresten herausgekramt, in die küche gestellt, pinsel und walze dazuarrangiert. dem julchen erklärt, dass es nicht helfen kann.
die sache mit der klecksel-malerei am klo stelle ich unter denkmalschutz, aber den rest mach ich selber.
im wohnzimmer zwischen den fenstern war bei den spots hinter der karniesenblende eine fassung defekt, kann man gleich neue spots montieren, frau gönnt sich ja sonst nix. bei den piepkis im vorzimmer dann vielleicht gleich passende, kleinere, dazu.
also leiter auch gleich herausgekramt, ins wohnzimmer gestellt, und alte spotleiste herunter. farbe darunter durch hitze auch geschädigt, malt man dann alles in einem aus. dem katz erklärt, dass er nicht helfen kann.
jetzt war schon samstag früh, ein paar ladungen wäsche gewaschen und getrocknet, schnell das bettzeug abgezogen, in die maschine, und dann hurtig auf den markt gelaufen, paar sachen organisiert, und die preiselbeeren für dieses wochenende geordert.
dann ebenso hurtig zum spotkauf gefahren, mit schon verbogenen knochen im geschäft herumgelaufen, ausgesucht, zur kasse. daselbst erfolgte ein heftiger angriff auf frau kelefs bronchien durch exzessive kunstvanille-mit-zucker-applikation auf irgendwelche backwaren. nach einem heftigen asthmaanfall, dem verlust einiger alveolen und der applikation einer ordentlichen cortisondosis wieder bei atem, geschäft verlassen, nach luft ringend auf den autobus gewartet, nach hause gefahren, erschöpft niedergebrochen und mal eine stunde geruht. dann lampen ausgepackt, alles hergerichtet. schraubenzieher, lusterklemmen, isolierband, etc. griffbereit, dem julchen erklärt, dass es nicht helfen kann.
bei genauer inspektion der alten lampenmontage den ex verflucht, weiteres material hergerichtet wie montagekleber, holz zugeschnitten zum aufsetzen weil sich sonst die halterung der spots schieflegt, dann war es 21.00 uhr. dem dymka erklärt, dass er nicht helfen kann.
der trockner trocknete, die therme thermte.
die freundin, die einen halbstock tiefer in der anderen hälfte des hauses wohnt, wollte auch noch kurz besucht werden. was ich gerne tat, denn sie hat eine hervorragende kaffeemaschine, und so ein bisserl sitzen, dann ein bisserl vollgas, passt schon. sonntag vormittag noch den staubsauger schwingen, aufwischen, dann heilige ruhe. spaziergang mit der hunt, sonne geniessen, nett essen gehen, fernsehen.
sie ahnen es? das fand so nicht statt.
es war nicht die therme.
es war nicht die waschmaschine.
es war auch nicht so, dass klecksel sich gemeldet hätte.
oder die hausverwaltung.
nein.
als frau kelef ausgeruht und voller fröhlichen tatendrangs die stiege hinaufstapfte, kam ihr der lebensgefährte der hausbesitzerin entgegen.
zur hausbesitzerin muss gesagt werden, dass sie (angeblich trockene) alkoholikerin ist. allerdings hat sie sich in den jahrzehnten der untrockenheit auf den intelligenzquotienten eines goldfisches hinuntergearbeitet. man könnte auch sagen, eine stufe tiefer und sie wäre eine pflanze. als an den stromleitungen, die interessanterweise vor zehn jahren im hintertrakt noch sogenannte "fetzenkabel" in den steigleitungen waren, mit hölzernen verteilerkästen, kleine flämmchen herumliefen und die lichter im ganzen hintertrakt flackerten, geschah folgendes: frau öl ("im öl" heisst in wien "stockbesoffen), wie ich sie hier der einfachheit halber nennen will, besah sich die flämmchen: "da muss man den verwalter fragen." auf den hinweis, da könne was passieren, meinte sie, dann muss man eben den strom abdrehen. es war ein samstag, vor pfingsten, es war warm, und es waren noch drei tage bis der verwalter wieder da sein würde ..... ausserdem meinte sie, wenn dann da jetzt kein strom sei, müsste man halt zum heurigen gehen, ein paar vierterln trinken: "dann macht die finstern eh nix, waun i wos trunkn hob, siech i sowieso nix". und warm war es ja ohnehin schon. damals rief frau kelef - die sich ja bekanntlich nicht auskennt - bei der polizei an und fragte, ob das mit den kleinen flammen - die sich trotz stromabschaltung hartnäckig über die kabel schlängelten - gefährlich sein könnte. oioioi, ich kann ihnen sagen, die kamen schnell, zwei mann hoch. und die feuerwehr auch, acht mann hoch. und eine notdienst-elektrifikations- und-reparaturfirma auch, vier mann hoch. war ein spass im stiegenhaus, und nach drei stunden alles repariert. seitdem grüsst mich frau öl nicht mehr. aber ich schweife ab.
ihr lebensgefährte ist ähnlich, es wundert uns nicht. wir wollen ihn hier ferner otto öl nennen.
er kam mir also die stiege herunter entgegen, und sagte: gut, dass ich sie treff, weil, wir ham an wasserrohrbruch,
und ich dreh jetzt im vordertrakt das wasser ab.
und dann? zischte frau kelef mit gefährlich fistelnder stimme.
dann? da muss man den verwalter fragen, aber der ist erst am montag frühestens wieder da.
in diesem moment begann eine rasende bildfolge vor meinem geistigen auge abzulaufen.
alles, was ich so mühsam hergerichtet hatte zur weiteren bearbeitung, fertigstellung, etc., die freude auf ein heisses bad am frühen morgen, eine angenehme nacht in einem frisch überzogenen bettchen, endlich das ende der handwerkerei - nichts. chaos. am montag wie phönix aus der asche ins büro. alles liegen lassen. wieder von vorne anfangen. alle eingeteilten termine verschieben, ein paar davon sind nicht zu verschieben.
zetero.
mordio.
herr otto öl, so geht das aber nicht. was sagt denn der notdienst?
notdienst???
na, der gebrechensnotdienst?
wieso?
haben sie den noch nicht angerufen?
nein.
warum nicht?
glaums, der kummt ihna?
na, sicher. deswegen heissen diese firmen ja tag-und-nacht-notdienst.
aha.
ja, dann gehen sie jetzt telephonieren, und sagen mir dann, wann der kommt.
ja.
hurtig.
ja.
nach erteilung dieser schwierigen aufgabe begab sich frau kelef zur inspektion des schadens, und siehe, im erdgeschoss, aus vier metern höhe, vor einer wohnungstür, direkt aus der wand, knapp über dem verteilerkasten: nicht tropfte, nicht lief, nein, sprudelte fröhlich ein quell des guten wiener hochquellenwasserleitungswassers, und platschte mit lieblichem geräusch, das an einen kleinen wasserfall eines quellbächleins im frühling gemahnte, auf die gangfliesen. zwischen diesen suchte es sich seinen weg in den untergrund und richtung einfahrt und richtung keller.
frau kelef schlug mit dem kopf zur beruhigung ein paarmal gegen die wand, und schickte sich an, die stiegen zur eigenen wohnung zu erklimmen. in diesem moment erlosch das licht. nicht das fünf-minuten-licht im stiegenhaus, nein, das licht im haus. tutto completto, sozusagen. finster wars, der mond schien nicht. frau kelef stolperte über eine tropfnasse fussmatte und kämpfte sich im finstern über die stiege.
otto öl derweilen fragte aus der finsternus: sengan se wos?
na.
i a net.
wäus finsta is.
aha.
to be continued.
natürlich war da auch noch die sache mit der auszubessernden malerei an den wänden in bad und küche. gott sei dank weiss, da kann man nicht viel falsch machen. also den kübel mit den farbresten herausgekramt, in die küche gestellt, pinsel und walze dazuarrangiert. dem julchen erklärt, dass es nicht helfen kann.
die sache mit der klecksel-malerei am klo stelle ich unter denkmalschutz, aber den rest mach ich selber.
im wohnzimmer zwischen den fenstern war bei den spots hinter der karniesenblende eine fassung defekt, kann man gleich neue spots montieren, frau gönnt sich ja sonst nix. bei den piepkis im vorzimmer dann vielleicht gleich passende, kleinere, dazu.
also leiter auch gleich herausgekramt, ins wohnzimmer gestellt, und alte spotleiste herunter. farbe darunter durch hitze auch geschädigt, malt man dann alles in einem aus. dem katz erklärt, dass er nicht helfen kann.
jetzt war schon samstag früh, ein paar ladungen wäsche gewaschen und getrocknet, schnell das bettzeug abgezogen, in die maschine, und dann hurtig auf den markt gelaufen, paar sachen organisiert, und die preiselbeeren für dieses wochenende geordert.
dann ebenso hurtig zum spotkauf gefahren, mit schon verbogenen knochen im geschäft herumgelaufen, ausgesucht, zur kasse. daselbst erfolgte ein heftiger angriff auf frau kelefs bronchien durch exzessive kunstvanille-mit-zucker-applikation auf irgendwelche backwaren. nach einem heftigen asthmaanfall, dem verlust einiger alveolen und der applikation einer ordentlichen cortisondosis wieder bei atem, geschäft verlassen, nach luft ringend auf den autobus gewartet, nach hause gefahren, erschöpft niedergebrochen und mal eine stunde geruht. dann lampen ausgepackt, alles hergerichtet. schraubenzieher, lusterklemmen, isolierband, etc. griffbereit, dem julchen erklärt, dass es nicht helfen kann.
bei genauer inspektion der alten lampenmontage den ex verflucht, weiteres material hergerichtet wie montagekleber, holz zugeschnitten zum aufsetzen weil sich sonst die halterung der spots schieflegt, dann war es 21.00 uhr. dem dymka erklärt, dass er nicht helfen kann.
der trockner trocknete, die therme thermte.
die freundin, die einen halbstock tiefer in der anderen hälfte des hauses wohnt, wollte auch noch kurz besucht werden. was ich gerne tat, denn sie hat eine hervorragende kaffeemaschine, und so ein bisserl sitzen, dann ein bisserl vollgas, passt schon. sonntag vormittag noch den staubsauger schwingen, aufwischen, dann heilige ruhe. spaziergang mit der hunt, sonne geniessen, nett essen gehen, fernsehen.
sie ahnen es? das fand so nicht statt.
es war nicht die therme.
es war nicht die waschmaschine.
es war auch nicht so, dass klecksel sich gemeldet hätte.
oder die hausverwaltung.
nein.
als frau kelef ausgeruht und voller fröhlichen tatendrangs die stiege hinaufstapfte, kam ihr der lebensgefährte der hausbesitzerin entgegen.
zur hausbesitzerin muss gesagt werden, dass sie (angeblich trockene) alkoholikerin ist. allerdings hat sie sich in den jahrzehnten der untrockenheit auf den intelligenzquotienten eines goldfisches hinuntergearbeitet. man könnte auch sagen, eine stufe tiefer und sie wäre eine pflanze. als an den stromleitungen, die interessanterweise vor zehn jahren im hintertrakt noch sogenannte "fetzenkabel" in den steigleitungen waren, mit hölzernen verteilerkästen, kleine flämmchen herumliefen und die lichter im ganzen hintertrakt flackerten, geschah folgendes: frau öl ("im öl" heisst in wien "stockbesoffen), wie ich sie hier der einfachheit halber nennen will, besah sich die flämmchen: "da muss man den verwalter fragen." auf den hinweis, da könne was passieren, meinte sie, dann muss man eben den strom abdrehen. es war ein samstag, vor pfingsten, es war warm, und es waren noch drei tage bis der verwalter wieder da sein würde ..... ausserdem meinte sie, wenn dann da jetzt kein strom sei, müsste man halt zum heurigen gehen, ein paar vierterln trinken: "dann macht die finstern eh nix, waun i wos trunkn hob, siech i sowieso nix". und warm war es ja ohnehin schon. damals rief frau kelef - die sich ja bekanntlich nicht auskennt - bei der polizei an und fragte, ob das mit den kleinen flammen - die sich trotz stromabschaltung hartnäckig über die kabel schlängelten - gefährlich sein könnte. oioioi, ich kann ihnen sagen, die kamen schnell, zwei mann hoch. und die feuerwehr auch, acht mann hoch. und eine notdienst-elektrifikations- und-reparaturfirma auch, vier mann hoch. war ein spass im stiegenhaus, und nach drei stunden alles repariert. seitdem grüsst mich frau öl nicht mehr. aber ich schweife ab.
ihr lebensgefährte ist ähnlich, es wundert uns nicht. wir wollen ihn hier ferner otto öl nennen.
er kam mir also die stiege herunter entgegen, und sagte: gut, dass ich sie treff, weil, wir ham an wasserrohrbruch,
und ich dreh jetzt im vordertrakt das wasser ab.
und dann? zischte frau kelef mit gefährlich fistelnder stimme.
dann? da muss man den verwalter fragen, aber der ist erst am montag frühestens wieder da.
in diesem moment begann eine rasende bildfolge vor meinem geistigen auge abzulaufen.
alles, was ich so mühsam hergerichtet hatte zur weiteren bearbeitung, fertigstellung, etc., die freude auf ein heisses bad am frühen morgen, eine angenehme nacht in einem frisch überzogenen bettchen, endlich das ende der handwerkerei - nichts. chaos. am montag wie phönix aus der asche ins büro. alles liegen lassen. wieder von vorne anfangen. alle eingeteilten termine verschieben, ein paar davon sind nicht zu verschieben.
zetero.
mordio.
herr otto öl, so geht das aber nicht. was sagt denn der notdienst?
notdienst???
na, der gebrechensnotdienst?
wieso?
haben sie den noch nicht angerufen?
nein.
warum nicht?
glaums, der kummt ihna?
na, sicher. deswegen heissen diese firmen ja tag-und-nacht-notdienst.
aha.
ja, dann gehen sie jetzt telephonieren, und sagen mir dann, wann der kommt.
ja.
hurtig.
ja.
nach erteilung dieser schwierigen aufgabe begab sich frau kelef zur inspektion des schadens, und siehe, im erdgeschoss, aus vier metern höhe, vor einer wohnungstür, direkt aus der wand, knapp über dem verteilerkasten: nicht tropfte, nicht lief, nein, sprudelte fröhlich ein quell des guten wiener hochquellenwasserleitungswassers, und platschte mit lieblichem geräusch, das an einen kleinen wasserfall eines quellbächleins im frühling gemahnte, auf die gangfliesen. zwischen diesen suchte es sich seinen weg in den untergrund und richtung einfahrt und richtung keller.
frau kelef schlug mit dem kopf zur beruhigung ein paarmal gegen die wand, und schickte sich an, die stiegen zur eigenen wohnung zu erklimmen. in diesem moment erlosch das licht. nicht das fünf-minuten-licht im stiegenhaus, nein, das licht im haus. tutto completto, sozusagen. finster wars, der mond schien nicht. frau kelef stolperte über eine tropfnasse fussmatte und kämpfte sich im finstern über die stiege.
otto öl derweilen fragte aus der finsternus: sengan se wos?
na.
i a net.
wäus finsta is.
aha.
to be continued.
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Sonntag, 25. September 2005
handwerks-update
kelef, 06:10h
klecksel: hat der hausverwaltung mitgeteilt, er hätte die arbeit erledigt, und gleich seine honorarnote vorgelegt - wir erinnern uns: die gelben flecken sind immer noch da, in den ecken ist sichtlich zu wenig farbe aufgetragen. klecksel-sohn - der gekleckselt hatte - war von seinem vater fernhallophonisch einfach zu früh abberufen worden. er hatte mir ja gleich mitgeteilt, dass vermutlich nachgebessert werden müsse, weil die aufgetragene schicht noch nass sei und man daher etwaige fehler nicht sehen könne.
die kombitherme: frau kelef ist ja eher selten kalt. meine gäste leihen sich wollsocken und kommen im sommer mit pullover, und meist hat sie auch im büro die temperatur der general-klimaanlage auf minimum, und die zusätzliche miniklimaanlage, die man ihr gegen die ständigen hitzezustände installiert hat, auch noch auf 18°C gedreht. frau kelef war zuhause also mit dem heissen wasser und der geräuscharmen therme zufrieden und glücklich. nur die tiere meldeten bei dem kälteeinbruch der letzten woche leises unbehagen an, und schliefen unter der decke (die katz und der katz) und auf der decke (die hunt) auf frau kelefs füssen. weswegen frau kelef erstens zu warm war und sie zweitens in ihrer unendlichen weisheit beschloss, die um in summe fast € 3.000.-- angeschaffte therme warmlaufen zu lassen. dazu muss man eigentlich nur den thermostat auf 20°C drehen, und schon geht es los. die elektronische zündung macht knicksknicksknicksknicksknicks, dann macht irgendwas zschschsch, und dann wird es warm. theoretisch, meine ich. meine therme machte knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, dann schaltete sich das gerät ein, dann aus, dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, dann schaltete sich das gerät ein, dann aus, in beliebiger endlosschleife. dazwischen wurde es ein wenig warm, aber nicht entscheidend, und dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, frau kelef versuchte den thermostat anders einzustellen, dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann macht irgendwas zschschsch, und dann siehe oben.
die waschmaschine trocknete zwar, und auch der entlaufene dichtungsring war von frau kelef hervorragend wieder an seinen angestammten platz zurückgebracht worden. die nässe unter der abwasch bei den anschlüssen wurde auf die kurzfristige absenz eben dieses dichtungsringes, der auf grund seines nicht plangemässen aufenthaltes nicht dichten konnte, zurückgeführt. drei tage lang, bei einer neuerlichen kontrolle wurde der waschmaschine die wasserzufuhr abgedreht, sicherheitshalber. man weiss ja nie.
ein gespräch mit der hausverwaltung ergab die tagelange abwesenheit des verwalters und eine bestätigung der dummheit und inkompetenz seiner angestellten und seines sohnes. erstere wussten nicht, wann er da sein könnte und meinten, ich solle halt am donnerstag (ich hatte schon eine woche lang getobt) wieder anrufen, zwischen 16.00 und 18.00 uhr. da war keiner da. um 18.00 uhr erreichte ich den sohn, der mir mitteilte, der papa werde mich zurückrufen (wenn so ein sohn schon durch die nase spricht krieg ich ausschlag). natürlich rief er nicht zurück, und um 19.30 ich wieder an. diesmal den papa erreicht, der mir mitteilte, der vater klecksel hätte ihm gesagt, der sohn klecksel hätte sehr schön ausgemalt (woher wollte er das wissen, wenn er es gar nicht gesehen hatte?). und wenn nicht, sei ich schuld, weil ich das stinkezeug nicht gewollt hatte. meine laune näherte sich einem tiefpunkt, mein vokabular liess gewisse deftige ausdrücke nicht missen. der hausverwalter wird mit dem klecksel noch reden, meinte er. ich meinte das auch, und harre weiter der dinge.
die fehlsichtigen installationsspezialisten teilten mir telephonisch geschlossen mit, die therme sei offensichtlich fehlerhaft und ich solle mich bitte an den hersteller wenden. das tat frau kelef mit unlieblicher laune, und schon erschien statt wie angekündigt um 07.00 uhr - es war der tag, an dem ein seminar stattfand, eben jener donnerstag an dem ich den hausverwalter endlich erreichen sollte - um 08.00 uhr ein netter junger mann. der mir nach kurzem überprüfen und austauschen der üblichen verdächtigen elektronischen kleinteile mitteilte, dann wisse er auch nicht weiter. da frau kelef in ihrer beliebten art aber stets beharrlich bleibt, konnte der nette junge mann davon überzeugt werden, noch einmal die anschlüsse zu überprüfen. dreipoliges kabel aus der wand, dreipoliges kabel zum thermostat. dazwischen zweipoliges, falsch angeschlossen. der schaden konnte also behoben werden, und seitdem heizt die therme auch. es ist ja draussen auch wieder warm geworden. frau kelef begann flammen zu spucken und der schwefelige brodem, der ihrem mund entwich, machte die tiere schaudern. er hatte übrigens keinen seitenschneider mit, und nahm kaffee mit zucker, ohne milch.
weil er so nett war, ersuchte ich ihn gleich bei dieser passenden gelegenheit und zum behufe seiner köperlichen ertüchtigung, und weil ich sowieso schon zu spät zum seminar kam, doch einmal nach der feuchtigkeit unter der abwasch zu sehen - als belohnung für seine gründlichkeit bei der fehlersuche, sozusagen. und was stellt sich heraus? beim wasserstopper war durch unsachgemässe verschraubung (da gibt es so einen gelben sicherungsnippel, den man beim drehen drücken muss) ein riss entstanden.

der fussboden war schon ganz nass. also der waschmaschine das wasser abgedreht gelassen, die restliche grosswäsche auf das wochenende verschoben - an dem schon einige andere arbeiten stattfinden sollten. wer braucht schon wochenende in meinem alter.
aber sofort den waschmaschinenreparaturdienst angerufen um neuen termin. nach über einer halben stunde verbunden werden, tonband, musik, aus der leitung fliegen, etc. endlich bei der serviceannahme angelangt. der junge mann - wir wollen ihn wegen der namensähnlichkeit hier kramuri nennen - derjenige, der bereits zwei termine verschoben und den dritten falsch eingetragen hatte - teilte mir feierlich mit, es werde wohl ein oder zwei wochen dauern, bis er einen neuen termin hätte, der mechaniker sei doch ohnehin erst bei mir gewesen. frau kelefs stimmlage war zu diesem zeitpunkt atonales falsett, und ihre haare bildeten dünne strähnen, an deren enden züngelnde schlangen zu erkennen waren. das muss durch das telephon zu spüren gewesen sein, denn der herr kramuri meinte, ich solle das vielleicht doch besser mit dem serviceleiter besprechen, aber der spreche gerade und sei dann nicht mehr zu sprechen, wenn er ausgesprochen habe. der firmeninhaber war dann bei einem neuerlichen anruf (unter angabe eines falschen namens meinerseits) schon zu sprechen, und meiner wirklich reizenden art war es zu verdanken, dass er sich meiner interpretation einer möglichen lösung, dass ein mechaniker am nächsten tag, freitags nämlich, mit dem besagte teil um 07.00 früh auf meiner türdacke zu stehen habe, anschloss. widerspruchslos. fast hätte er sich noch bedankt.
so geschah es dann auch, und als ich den riss - der sichtlich neu war - so betrachtete, erzählte mir der nette junge mann, der zur schadensbehebung herbeigeeilt war, der herr kramuri hätte gemeint, eine frau könne das ja gar nicht beurteilen. und der erste mechaniker hätte gar keine schuld an nichts nicht, denn da seien so viele leute bei mir in der küche gewesen, und ausserdem sei ich sowieso eine unangenehme, äh, schwierige kundin. er sehe das aber gar nicht so. und lobte mich für meine kontrolle, weil, wenn man da nicht aufpasst, dann passiert schnell ein unglück und es gibt eine heimtückische überschwemmung, die sich in so alten häusern dann auch gerne in stromleitungen wichtig macht mit kurzschlüssen und so. er hatte nur eine rohrzange mit (die zweite borgte er sich gerne von mir), nahm kaffee mit milch und zucker, und schnorrte gar höflich eine zigarette (hab ihm eh ein packerl gegeben).
nebel senkte sich über den bezirk, und hüllte frau kelefs klagegeheul gnädig in eine weiche, undurchsichtige decke.

auf dem weg vom büro nach hause überlegte ich dann genau, wie sämtliche arbeiten einzuteilen seien, damit nach zwei wochen arbeitsurlaub die schwarzen tapper von der weissen wand verschwinden würden, die teppiche sauber werden und endlich alle wäsche gewaschen werden könnte. kann ja kein problem sein, mit funktionierender waschmaschine und heisswasser und so, nicht wahr. und ein sonntagsspaziergang mit der hunt muss sich auch ausgehen.
und natürlich sollte all dies noch nicht das ende sein, aber davon später.
die kombitherme: frau kelef ist ja eher selten kalt. meine gäste leihen sich wollsocken und kommen im sommer mit pullover, und meist hat sie auch im büro die temperatur der general-klimaanlage auf minimum, und die zusätzliche miniklimaanlage, die man ihr gegen die ständigen hitzezustände installiert hat, auch noch auf 18°C gedreht. frau kelef war zuhause also mit dem heissen wasser und der geräuscharmen therme zufrieden und glücklich. nur die tiere meldeten bei dem kälteeinbruch der letzten woche leises unbehagen an, und schliefen unter der decke (die katz und der katz) und auf der decke (die hunt) auf frau kelefs füssen. weswegen frau kelef erstens zu warm war und sie zweitens in ihrer unendlichen weisheit beschloss, die um in summe fast € 3.000.-- angeschaffte therme warmlaufen zu lassen. dazu muss man eigentlich nur den thermostat auf 20°C drehen, und schon geht es los. die elektronische zündung macht knicksknicksknicksknicksknicks, dann macht irgendwas zschschsch, und dann wird es warm. theoretisch, meine ich. meine therme machte knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, dann schaltete sich das gerät ein, dann aus, dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, dann schaltete sich das gerät ein, dann aus, in beliebiger endlosschleife. dazwischen wurde es ein wenig warm, aber nicht entscheidend, und dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann machte irgendwas zschschsch, frau kelef versuchte den thermostat anders einzustellen, dann machte es knicksknicksknicksknicksknicks, dann macht irgendwas zschschsch, und dann siehe oben.
die waschmaschine trocknete zwar, und auch der entlaufene dichtungsring war von frau kelef hervorragend wieder an seinen angestammten platz zurückgebracht worden. die nässe unter der abwasch bei den anschlüssen wurde auf die kurzfristige absenz eben dieses dichtungsringes, der auf grund seines nicht plangemässen aufenthaltes nicht dichten konnte, zurückgeführt. drei tage lang, bei einer neuerlichen kontrolle wurde der waschmaschine die wasserzufuhr abgedreht, sicherheitshalber. man weiss ja nie.
ein gespräch mit der hausverwaltung ergab die tagelange abwesenheit des verwalters und eine bestätigung der dummheit und inkompetenz seiner angestellten und seines sohnes. erstere wussten nicht, wann er da sein könnte und meinten, ich solle halt am donnerstag (ich hatte schon eine woche lang getobt) wieder anrufen, zwischen 16.00 und 18.00 uhr. da war keiner da. um 18.00 uhr erreichte ich den sohn, der mir mitteilte, der papa werde mich zurückrufen (wenn so ein sohn schon durch die nase spricht krieg ich ausschlag). natürlich rief er nicht zurück, und um 19.30 ich wieder an. diesmal den papa erreicht, der mir mitteilte, der vater klecksel hätte ihm gesagt, der sohn klecksel hätte sehr schön ausgemalt (woher wollte er das wissen, wenn er es gar nicht gesehen hatte?). und wenn nicht, sei ich schuld, weil ich das stinkezeug nicht gewollt hatte. meine laune näherte sich einem tiefpunkt, mein vokabular liess gewisse deftige ausdrücke nicht missen. der hausverwalter wird mit dem klecksel noch reden, meinte er. ich meinte das auch, und harre weiter der dinge.
die fehlsichtigen installationsspezialisten teilten mir telephonisch geschlossen mit, die therme sei offensichtlich fehlerhaft und ich solle mich bitte an den hersteller wenden. das tat frau kelef mit unlieblicher laune, und schon erschien statt wie angekündigt um 07.00 uhr - es war der tag, an dem ein seminar stattfand, eben jener donnerstag an dem ich den hausverwalter endlich erreichen sollte - um 08.00 uhr ein netter junger mann. der mir nach kurzem überprüfen und austauschen der üblichen verdächtigen elektronischen kleinteile mitteilte, dann wisse er auch nicht weiter. da frau kelef in ihrer beliebten art aber stets beharrlich bleibt, konnte der nette junge mann davon überzeugt werden, noch einmal die anschlüsse zu überprüfen. dreipoliges kabel aus der wand, dreipoliges kabel zum thermostat. dazwischen zweipoliges, falsch angeschlossen. der schaden konnte also behoben werden, und seitdem heizt die therme auch. es ist ja draussen auch wieder warm geworden. frau kelef begann flammen zu spucken und der schwefelige brodem, der ihrem mund entwich, machte die tiere schaudern. er hatte übrigens keinen seitenschneider mit, und nahm kaffee mit zucker, ohne milch.
weil er so nett war, ersuchte ich ihn gleich bei dieser passenden gelegenheit und zum behufe seiner köperlichen ertüchtigung, und weil ich sowieso schon zu spät zum seminar kam, doch einmal nach der feuchtigkeit unter der abwasch zu sehen - als belohnung für seine gründlichkeit bei der fehlersuche, sozusagen. und was stellt sich heraus? beim wasserstopper war durch unsachgemässe verschraubung (da gibt es so einen gelben sicherungsnippel, den man beim drehen drücken muss) ein riss entstanden.

der fussboden war schon ganz nass. also der waschmaschine das wasser abgedreht gelassen, die restliche grosswäsche auf das wochenende verschoben - an dem schon einige andere arbeiten stattfinden sollten. wer braucht schon wochenende in meinem alter.
aber sofort den waschmaschinenreparaturdienst angerufen um neuen termin. nach über einer halben stunde verbunden werden, tonband, musik, aus der leitung fliegen, etc. endlich bei der serviceannahme angelangt. der junge mann - wir wollen ihn wegen der namensähnlichkeit hier kramuri nennen - derjenige, der bereits zwei termine verschoben und den dritten falsch eingetragen hatte - teilte mir feierlich mit, es werde wohl ein oder zwei wochen dauern, bis er einen neuen termin hätte, der mechaniker sei doch ohnehin erst bei mir gewesen. frau kelefs stimmlage war zu diesem zeitpunkt atonales falsett, und ihre haare bildeten dünne strähnen, an deren enden züngelnde schlangen zu erkennen waren. das muss durch das telephon zu spüren gewesen sein, denn der herr kramuri meinte, ich solle das vielleicht doch besser mit dem serviceleiter besprechen, aber der spreche gerade und sei dann nicht mehr zu sprechen, wenn er ausgesprochen habe. der firmeninhaber war dann bei einem neuerlichen anruf (unter angabe eines falschen namens meinerseits) schon zu sprechen, und meiner wirklich reizenden art war es zu verdanken, dass er sich meiner interpretation einer möglichen lösung, dass ein mechaniker am nächsten tag, freitags nämlich, mit dem besagte teil um 07.00 früh auf meiner türdacke zu stehen habe, anschloss. widerspruchslos. fast hätte er sich noch bedankt.
so geschah es dann auch, und als ich den riss - der sichtlich neu war - so betrachtete, erzählte mir der nette junge mann, der zur schadensbehebung herbeigeeilt war, der herr kramuri hätte gemeint, eine frau könne das ja gar nicht beurteilen. und der erste mechaniker hätte gar keine schuld an nichts nicht, denn da seien so viele leute bei mir in der küche gewesen, und ausserdem sei ich sowieso eine unangenehme, äh, schwierige kundin. er sehe das aber gar nicht so. und lobte mich für meine kontrolle, weil, wenn man da nicht aufpasst, dann passiert schnell ein unglück und es gibt eine heimtückische überschwemmung, die sich in so alten häusern dann auch gerne in stromleitungen wichtig macht mit kurzschlüssen und so. er hatte nur eine rohrzange mit (die zweite borgte er sich gerne von mir), nahm kaffee mit milch und zucker, und schnorrte gar höflich eine zigarette (hab ihm eh ein packerl gegeben).
nebel senkte sich über den bezirk, und hüllte frau kelefs klagegeheul gnädig in eine weiche, undurchsichtige decke.

auf dem weg vom büro nach hause überlegte ich dann genau, wie sämtliche arbeiten einzuteilen seien, damit nach zwei wochen arbeitsurlaub die schwarzen tapper von der weissen wand verschwinden würden, die teppiche sauber werden und endlich alle wäsche gewaschen werden könnte. kann ja kein problem sein, mit funktionierender waschmaschine und heisswasser und so, nicht wahr. und ein sonntagsspaziergang mit der hunt muss sich auch ausgehen.
und natürlich sollte all dies noch nicht das ende sein, aber davon später.
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