Samstag, 4. Mai 2013
der hund hatscht
als ob das nicht in der zwischenzeit jeder wüsste. besonders der hund. und frau kelef.

und so hat sich frau kelef, der zurzeit das verd... knie weh tut wie sonst was, was dazu führt dass sie ebenso humpelt wie frau pixy (sie wissen schon, wie der herr so das g'scherr), und die deshalb ab und an einen ihrer eleganten gehstöcke zwecks entlastung zu hilfe zu nehmen gezwungen ist, ein neues spiel ausgedacht.

das neue spiel geht so:

"sie, der hund hatscht/hinkt/hat was am fuss/sich was eingetreten/..."

"iswinite?" (entschuldigung?)

"der hund humpelt".

"schto?" (was?)

"der hund - da - pfote!" deutet auf den boden.

"tam?" (dort?)

"na, da - fuss kaputt!"

"kaputt? schto eto snatschit?" (kaputt? was heisst das?)

"fuss!!! da!!!" deutet wild auf die kranke hand der kleinen wauwau. die schaut verständnislos, was soll das werden? sicherheitshalber streckt sie aber ebendiese kranke hand nach vorne, könnte ja zu einem keks führen, so eine geste.

"ja ne panimaju!" (ich verstehe nicht!)

"fuss!!! da!!! kaputt!!!"

"k soschaleniju, ja ni slowa ne ponimaju." (bedauerlicherweise verstehe ich kein wort.) gutwillig, wie frau kelef ist, lehnt sie aber mühsam den stock zur seite und schaut sich von oben herab die kranke hand der kleinen wauwau an. alles wie immer. frau pixy wundert sich weiter.

"hundi! aua! wehweh!" begleitet von wilden, erklärenden gesten: arm abgewinkelt, die hand wird haltlos im gelenk auf- und abgeschüttelt, das gesicht schmerzverzerrt, die worte immer lauter und anklagender.

"moschet byt, wy gawarite po-angliiski?" (sprechen sie möglicherweise englisch?)

"mo po was? ich versteh sie nicht. der hund, da - auauaua! wehweh! fuss!" es wird noch wilder gestikuliert.

"snatschit, wy ne gawarite po-angliiski?" (das heisst, sie sprechen nicht englisch?)

"i waass net, wos se redn. da hund, do! schaun's!" gestikuliert immer wilder, deutet verzweifelt auf frau pixy, schüttelt die hand im gelenk, die augen quellen hervor, die stimme schlägt ins falsett.

"a schto? mne kaschetsa, wsjo w porjadke!" (aber was? mir kommt vor, alles ist in ordnung!)

"homs vielleicht ka adress von an tieroazt? da hund konn jo net geh! da - hundi auweh!"

"otschen schal schto ja ne panimaju nemetzki jasik, otschen schal!" (sehr schade, dass ich die deutsche sprache nicht verstehe, sehr schade.)

"äh ..."

"do swidanja, i wsewo charoschewo!" (auf wiedersehen, und alles gute!)

"a so, na eh kloa, a russntschuschin, na de scheissn se nix um eahnare viecha, de oaschlecha, de ghean do olle ausse aus östareich, de untamenschn de, hot ma eh in kriag a scho gseng wos des fia wöchane san, de russn, de."

"se rassistisches oaschloch, wonn se jetzt net meta mochn und ihna iwa de heisa haun wia a pfitschepfäu, donn hau i ihna ana auf de pappn mit da kruckn, se missgeburt. hom se net bemerkt dos i mi mit ihna net untahoitn wü? und mei hund geht ihna goa nix o."

wirkt irgendwie befreiend. und natürlich wird immer sorgsam darauf bedacht genommen dass genügend zeugen dabei sind, damit nix sein kann wenn was ist.

eine ähnliche diskussion hat allerdings schon dazu geführt, dass eine tierliebe tierschützerisch ambitionierte ureinwohnerin des bezirkes die funkstreife rief, und frau kelef anzeigen wollte wegen tierquälerei. eine fachkundige beauskunftung der herren obrigkeit seitens frau kelef: es handle sich um eine chirurgisch stabilisierte alte gelenkskapselzerstörung durch schrotkugeleinschlag, mit daraus resultierender bleibender radialisbeeinträchtigung, ja bitte, sie können gerne den tierschutzverein und den amtsarzt kontaktieren wegen weiterer schritte, frau kelef behält sich dann auch weitere schritte vor, welche zeitung lesen ihre vorgesetzten, und schauen sie sich doch einmal die dame, die sie angerufen und mich aufgehalten hat, genauer an bevor sie was machen was sie besser bleiben liessen - konnte die lustvolle diskussion dann allerdings doch schnell beenden. visitekarte überreicht, wenn was ist, kontaktieren sie frau kelef gerne, wir treffen uns dann gleich beim behandelnden tierarzt, dem herrn univ.prof.sowieso, und carol byers von animal care austria kommt auch gleich mit, und ein paar leute von der presse, wir brauchen ja immer publicity, und a g'schicht is a g'schicht. wollen sie nicht, meine herren? sowas aber auch. frau kelef wäre gerne zu diensten gewesen.


den vogel abgeschossen hat aber - nennen sie frau kelef ruhig kindsverderberin - eine kleine menschin mit noch nicht einmal 10 jahren am 1. mai. da frau kelef ihr und ihrer älteren schwester schon mehrfach erzählt hatte wie einem die ewige fragerei auf die nerven gehen kann, sind die kleinen menschen entsprechend sensibilisiert. und wenn man so zwischen menschenmengen herumflaniert, dann hört man eben immer wieder die beliebten worte, mutter zu kind "schau, der wauwau hat auau!", frau zu mann "schau, der arme hund!" und so weiter und so fort.

man setzte sich ein wenig nieder, die kleine menschin krabbelte frau pixy die öhrchen und den rücken, was letztere zu wohligem schnaufen brachte. ein stück gegenüber setzt sich eine dicke frau mit einem jungen bullterrierrüden hin, der hund will zu frau pixy, die soll aber liegenbleiben, also sagt frau kelef "nein", weil man ja keine meterlangen schnurfallen mit laufleinen mitten im gedränge bauen soll.

dicke frau, anklagend: "der hund hat was!"
dicke frau: "der hund hält die pfote so!" (zeigt vor)
frau kelef: "ja"
dicke frau, schon aggressiv: "dem hund tut die pfote weh!"
frau kelef: "nein"
dicke frau zu ihrem hund, böse: "manchmal sind die tiere viel netter als ihre besitzer, gell!"

kleine menschin leise zu frau kelef: "du hättest sagen sollen "ist das bei ihnen auch so?"" unnötig zu erwähnen dass ihr vater und ich sehr stolz waren auf die junge dame, sehr stolz.

man macht was mit, aber wenn man das alles nicht aufschreibt haben sie ja nix zu lachen.

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Montag, 29. April 2013
frau pixy
geht es übrigens hervorragend, soll ich ausrichten.

sie hat sich in der stadt jetzt vollends eingelebt, und eine menge neue dinge gelernt.

"sitz" und "ül" bedeuten das gleiche, ersteres auf deutsch, letzteres auf ungarisch: sie soll sich hinsetzen. sitzen und platzmachen mag sie aber nicht sonderlich, weil sie schlecht wieder hochkommt in die bevorzugte "ich bin ein flummi und hebe gleich ab"-position.

"steh" funktioniert so gut wie immer wie auf knopfdruck - sie versteinert fast.

trafiken haben meist hundezuckis - sie versucht jede einzelne zu entern, egal wo wir sind - man wird doch noch mal fragen dürfen.

man darf keine vögel jagen. unter "keine vögel" sind gefiederte lebewesen aller grössen zu verstehen, ausgenommen tauben, aber das sind keine "nicht die vögelchen" sondern "putz-wegs".

die mit den langen schwänzen darf man jagen, bei gelegenheit auch totmachen. blöd nur, dass frau pixy an der leine ist und die ratten nicht. aber wehe eine junge ist nicht schnell genug ...

"das sind blumen" heisst, hier darf nicht gepinkelt werden, und sonst auch nix, nicht einmal hineinsteigen. wir gehen ja auch manchmal an blumenbeeten vorbei.

langsam kann man auch vernünftig mit ihr kommunizieren und sie nach ihren wünschen fragen. "hast du durst, willst du wasser?" - wenn ja, leckt sie mit der zunge über ihre nase.

wenn sie runter muss, dann kommt sie, stösst mich mit der nase und hechelt auf eine besondere weise.

wenn sie was zu fressen will, dann düst sie wie eine rakete in die küche und stösst ihren napf an, und hypnotisiert abwechselnd mich, den kühlschrank und die kiste mit dem hunde- und katzenfutter.

sie kennt "mist": wenn ich ein sackerl aus der wohnung mitnehme, muss dieses in den hof in die mistkübel geworfen werden, sonst ist frau pixy verwirrt. dass die sammelstellen für plastik, sondermüll und glas jeweils ganz woanders sind hat sie noch nicht so richtig verstanden.

sie ist sehr ordentlich. nach jedem gassigehen bei tageslicht muss nachgesehen werden ob post gekommen ist. sie bleibt vor dem postkastl stehen und schaut mich an, und geht erst weiter wenn ich auf- und wieder zugesperrt habe. in der nacht denkt sie gar nicht daran das zu machen.

sie kennt "grosses geldgeschäft" (=bank) und "kleines geldgeschäft" (automat). da darf man nicht flummi spielen, darf man nicht.

frau pixy ist sehr lieb mit behinderten - hier in der gegend sind behindertenwerkstätten, und manchmal geht eine gruppe an uns vorbei und die meisten wollen sie streicheln. steht sie ganz ruhig da, lässt sich alles gefallen und freut sich.

solange fremde hunde ihren ureigensten dunstkreis nicht betreten, ist alles prächtig: im umkreis von einem dreiviertel meter kann jeder tun und lassen was er will. näherkommen ist auch in ordnung, wenn vorher um erlaubnis gefragt wird, sonst muss frau pixy ein wenig daran erinnern dass sie erstens ein terrier ist, und zweitens schon einige junge erzogen hat.

hunde, die sie anbellen, sind blöd und werden ignoriert. man kann sich ja nicht mit jedem pöbel abgeben.

hunde, die sie anknurren, sind auch blöd und werden ignoriert. es sei denn, sie kommen zu nahe und schnappen nach ihr. dann aber hossa: sie beisst nicht zu, aber sie wird unmissverständlich.

frau pixy ist der leiseste hund, den ich jemals hatte. sie spricht zwar in absonderlichen tönen mit mir, aber sie bellt nur wenn es dafür einen wirklich triftigen grund gibt. manchmal grummelt sie wenn sich andere hunde in unbotmässig schnellem tempo ihr nähern, oder besoffene auf der strasse herumtorkeln, das mag sie nicht - wie der herr, so das g'scherr.

frau pixy weiss genau wen sie anschnorren kann, und in welcher reihenfolge. und sie trickst die menschen schamlos aus.

und sie hat die sache mit "rundumadum" in der zwischenzeit so weit behirnt, dass sie schaut wo die schnur ist, und dann um das hindernis herumkurvt. es fehlen noch meilen zu der perfektion die frau hunt selig hierin hatte, aber es wird.

ihre liebste speis ist: was zu essen. und wenn es porridge mit karotten gibt, ist das auch gut. hauptsache, die schüssel ist voll. geräucherte käseschnüre oder hühnerfilet mag sie allerdings lieber.

ich bin noch immer begeistert von meiner wahl. was sich allerdings vielleicht demnächst ändern wird, weil wir zum tierarzt müssen, kontrolle und impfen. die letzte maulhygiene schlug ja ordentlich zu buche, aber jo mei, man gönnt sich ja sonst nix.

aber sonst haben die katzen und ich nix zu meckern.

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Mittwoch, 23. Jänner 2013
schneehund
gehbehindert sagen sie zur kleinen klavlav. gehbehindert. selber behindert, sagt sie, aber im hirn.







man muss es nehmen wie es kommt. und das beste daraus machen. sagt sie. und sie muss es wissen.

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Montag, 17. September 2012
liebe junge frau aus gutem haus
oder was auch immer sie zu sein glauben, mit ihrer solarienbräune, den aufgeklebten fingernägeln und der kunsthaarverlängerung: jedenfalls, also SO geht das nicht.

ich meine, wenn sie ihre dreijährige tochter noch nicht dazu erzogen haben auf die toilette zu gehen und sie im kinderwagen herumkarren, obwohl sie ganz kerngesund ist, dann ist das ihre sache.

dass das mausiputzi dann auch noch so riecht als ob es eine toilette nicht kennt, das ist auch ihre sache.

das übergewicht und die plattfüsse, die dieses herzibinki hat und wohl immer haben wird, die müssen sie ihm später selber erklären.

wenn sie mit ihrem kind nicht vernünftig sprechen, sondern nur "trinki" und "bappi" sagen statt trinken und essen, dann wird das wohl spätestens in der ersten klasse volksschule ein klitzekleines problemchen nach sich ziehen. und nein, "hamm-hamm" ist kein gutes wort für schokolade. geht mich aber nichts an.

es ist mir, mit verlaub, auch ziemlich egal was sie von mir denken. ich mach' sowieso, was ich will, wenn ich kann. und erziehen brauchen sie mich schon überhaupt gar nicht, und: ich hab mit sicherheit mehr contenance als sie und ihre ganze familie zusammen.

aber wenn, und ich sag das nur einmal, also wenn dieses kreischende, stinkende balg, das sie da in die welt gesetzt haben damit sie nicht arbeiten zu gehen brauchen und von alimenten und staat leben können (weil: arbeiten können sie nicht weil sie haben ja ein kind und das ist ja lebensaufgabe genug, der böse vater des kindes von dem sie sich haben schwängern lassen hat ihnen nicht gesagt dass er verheiratet ist und schon drei kinder hat, jo mei, ist das jetzt auch mein problem?), jedenfalls, wenn dieses balg, das ihren lenden entspross, mir eine ganze grosse schokoladewaffel im vorbeigehen auf den kopf haut dass mir die haselnussbrösel in die augen fliegen, dann: dürfen sie sich nicht wundern wenn ich dem kind die waffel aus der hand nehme (ganz lieb!) und sie: auffresse.

mfg ihre pixy



und kein kleines bisschen schuldbewusst, die kleine wauwau. ich glaube, sie hat sogar ein wenig gegrinst dabei. guter hund. bedauerlicherweise mag uns die mutter des kindes nicht, weil ich sie vor fast zwei jahren darauf aufmerksam machte dass das einjährige kind etwas vom boden aufgehoben und gegessen hatte was frau pixy gerade eben ausgespuckt hatte - mit dem ein paar tage vorher gebrochenen oberarm sah ich mich nun wirklich ausserstande unter dem tisch einem mir unbekannten kleinkind etwas aus dem mund zu nehmen. damals meinte die zärtlich liebende mutter ich hätte damit zum ausdruck bringen wollen sie sei eine schlechte mutter, dabei sollte ich doch besser gefälligst aufpassen was mein hund um 21.00 uhr unter den wirtshaustisch spuckt, wenn ich schon sehe dass da ein kleines kind, das noch nicht einmal gehen kann, darunter spielt. und ausserdem hätte das kind nur die milka-herzen aus der schachtel gegessen, sonst gar nix. die habe halt nach dem gulasch noch was süsses gebraucht. wie man das sehen kann wenn man zwei tische weiter sitzt erschloss sich mir schon damals nicht, aber die waffel, die hab' ich frau pixy heute vergönnt, nach dem langen fussmarsch durch die botanik.

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Samstag, 15. September 2012
feuertaufe
für frau pixy, jetzt ist sie ja schon lange genug da, also: in wien-mitteleuropa.

und was lag da näher, als ihre assimilationsfähigkeit zu testen. und also sprach frau kelef zu der kleinen wauwau vor ein paar wochen: kleine wauwau, heute gehen wir zu einem strassenfest. die kleine wauwau bestand diese prüfung (live-musik von passender qualität, bratwurst und -hendl allerorts, publikum: nun ja, aber das wird - schon wieder - eine eigene, und eigentlich sehr schöne geschichte. erinnern sie mich daran, dass da noch ein paar: "das wird eine eigene geschichte"-geschichten ausständig sind, btw., danke im voraus) mit bravour, und frau kelef war sehr stolz. auf zu neuen herausforderungen.

jedenfalls, kleine wauwau, sagte frau kelef heute, heute ist oktoberfest in st. meidling in dem beisel dort, du weisst schon wo, da haben die stelze und so sachen, kriegst du auch einen ordentlichen knochen, wenn du mitgehst.

knochen?, sagte frau pixy, dafür mach ich alles, also: fast alles.

wir also eine grosse runde, und rein in das - ja, was war das noch? vergnügen? jedenfalls, rein in das lokal.

frau pixy mit der nase immer richtung küche, weil: stelze kann sie riechen. ansonsten: hund tief unter der sitzbank, rechts hinten. eher ungewöhnlich, sonst tendiert sie ja eher zu "always in the way-being dog", aber sie hat ja immer ihre gründe.

weil vor dem tisch: oh mein gott. aber ich lass das lieber frau pixy erzählen, aus ihrer perspektive war das sicherlich noch spezieller. also:

mammi und ich gehen spazieren, wie immer. sie hat mir versprochen dass es was besonderes gibt, da sagt sie dann immer: "jetzt gehen wir gassi, du erledigst alles, und dann gibt es eine überraschung." entweder wir fahren dann irgendwohin jemanden besuchen, oder wir treffen uns mit jemandem, oder wir gehen auf eine hundespielwiese die ich noch nicht kenne, oder solche sachen halt. mammi hatscht derzeit ziemlich übel, aber das macht nix, hab ich zeit die nachrichten der anderen hunde nachzuriechen. man kommt ja sonst oft zu nix.

und weil ich vorgestern eine ganz brave kleine wauwau war, waren wir zur belohnung bei der frau tante tierarzt (warum auch immer die so heisst, aber ich kenn die und mag die und geh gerne hin, da kann ich mir auch so einen langen namen merken). jedenfalls, die hat mir in die augen und das maul und in den auspuff geschaut, und ganz tief in die ohren, und alles abgehört mit so einem horchgerät das kitzelt. dann hat sie auch noch meine fussnägel kontrolliert (die links vorne an der kranken hand wurden seit EINEM JAHR nicht mehr geschnitten, und haben jeweils die optimale länge, man sieht dass ich die linke hand benutze, ha!!!), dann hat sie mich noch gepiekst (borreliose wäre ja ziemlich blöd für mich), und dann hab' ich eine belohnung bekommen und dann sind wir pizza essen gegangen, mammi und ich. mammi hat die pizza gegessen, ich das meiste vom schinken, dem käse und dem ei, das muss so, sagt der kellner dort, das kennt er schon (von uns). weil meine zähne so abgenutzt sind muss ich übrigens im november zahnstein entfernen gehen, da passt das dann mit dem wetter - nicht zu heiss und nicht zu kalt. ich kann nicht mehr so viel knochen abnagen mit den vorderzähnen, aber die beisserchen sind sonst in ordnung, bin sehr stolz auf mich. und ich habe überhaupt nicht gequiekt, nicht einmal beim impfen!

und weil das alles so super war, heute also oktoberfest.

jetzt, geneigte leser, verstehen sie eine kleine wauwau bitte nicht falsch. ich kenn' mich ja vielleicht nicht aus, weil es mir keiner erklärt hat, und ich komm' ja auch aus ungarn, das ist eine andere kultur, aber sagen sie einmal: muss das sein?

frauen die älter und noch, na ja, wohlgenährter sind als meine mammi in hautengen jeans, stöckelschuhen mit weissen socken an den dicken hufen, und dann tanzen die auch noch miteinander? also, zwei frauen, miteinander, und reiben sich aneinander dass man nicht weiss was das soll? eine im dreivierteltakt, die andere im zweivierteltakt, und die musik ist, na was weiss ich, sagt man dazu überhaupt musik, hier in wien? und die mehr oder weniger offensichtlich dazugehörigen y-chromosomenträger klatschen dazu im untakt, also: neben dem takt, und ein wenig dazwischen?

interessant fand ich auch den mann der so stolz darauf war dass er schon so viel getrunken hatte. der hat dauend alles bezahlt, sogar sachen, die er gar nicht bestellt oder getrunken hatte, bloss so. der hat auch mit bedrucktem papier (sie nennen es euro) herumgeworfen, mammi hat aber gesagt ich darf so ein papier nicht fangen. warum der aber so wie ich auf allen vieren (also: er, ich ja nur auf allen dreien) unter dem tisch herumkreuchte, ich weiss es nicht. aber ich hab ihn aus meiner schüssel trinken lassen, bin ja nicht so. war aber nur wasser drin, ätsch. und der kellner hat gleich meine schüssel mitgenommen, ausgewaschen und mir frisches wasser gebracht, guter mann.

musik hatten die ganz viel verschiedene. ich als ungarin habe ja einen anderen musikgeschmack, und zu hause spielt es auch oft musik, aber andere. da kann man sich hinsetzen und zuhorchen. heute hatte ich - gott sei dank - eine ecke unter der eckbank im hinteren eck für mich allein, ganz unten, weil: was auch immer das war, gefallen hat es mir nicht. kam von so einer maschine wie mammi die hat zum bloggen und mailen, sie sagt "internetzmaschine" dazu, damit ich verstehe wo sie hingeht mit dem kaffeehäferl. ich setz mich dann immer in mein fauteuil hinter ihr, gerne mit ein oder zwei katzen, und schau zu. manchmal kommt aus der internetzmaschine auch musik, aber andere. was in dem lokal aber aus der internetzmaschine dort kam, das war, na ja, speziell.

es waren menschen in dem lokal, die haben auch noch zu dem zeug, das aus der maschine kam, töne gemacht. besonders ich als hund kann ihnen versichern: schön war das nicht. und das ist höflich ausgedrückt. uns hunden sagt man ja nach dass wir in allen tonlagen heulen, aber ja, menschen: wir heulen in allen tonlagen. wir wechseln die auch. aber: wir wissen was eine tonlage ist, oder auch mehrere der diesen. aber nehmt einmal, bitteschön, ein entsprechendes gerät und messt nach wenn ihr singt, oder wie auch immer man das nennen soll: kein hund auf gottes erdboden, noch nicht einmal ein husky-rüde, den man ohne narkose kastriert, bringt solche geräusche hervor. das war nicht zwölftonmusik, sondern achtzehneinviertelton- oder was auch immer, jedenfalls: ich wusste nicht, wie ich mir mit einer gesunden hand beide ohren zuhalten sollte, und mammi ist meine zeugin: ich bin nicht lärmempfindlich. ich geh sogar an im einsatz befindlichen baumaschinen vorbei, ich habe keine angst vor traktoren, autobussen oder zügen, und fiaker mitsamt pferden lassen mich kalt. aber das: neinneinnein. ich kroch dann unter der bank zu mammi und hab meinen kopf so zwischen ihren knöcheln versteckt, dass beide ohren zu waren. das hat gut funktioniert.

mammi bestellte gleich nachdem wir gekommen waren eine grosse stelze, weil: ich war ja mit. und ich krieg ja zuhause nix, wie sie wissen. sie ass das knusprige mit dem knoblauch, und schnitt mir ein paar schöne stücke fleisch heraus zum auskühlen, und was soll man sagen: da tanzten die am wiener münchner oktoberfest sirtaki und schrien dabei immer "ola, ola" (sie sagten das machen sie in mallorcka auch so, kennen SIE sich da aus?), und dann fiel die eine dünne frau mit der engen jean und den hohen absätzen auf den schuhen, sie wissen schon: die alte mit den vielen strasssteinen auf der hose hinten, die immer ihren tuches an anderen leuten rieb, ich kriegte für sowas ja eine hinter die löffel), also jedenfalls: die fiel mit den strasssteinbesetzten a-backen in MEINEN TEIL VON DER STELZE!!! nicht genug damit, dass drei steine in meiner portion landeten, hatte die frau dann eine gebratene knoblauchzehe und ein stück schwarte am a..., machte der aber nix, sie meinte, da riecht ihr mann dann gerne an ihr.

interessant fand ich auch die sache mit den tätowierungen. unserseins als hund hat ja auch schon einmal eine tätowierung, zur unverwechselbaren identifizierung, die tragen wir dann von jugend an am ohr, damit jeder weiss wer wir sind. da wir keine känguruhs sind können wir ja ausweise nicht einstecken.

heute aber sah ich frauen und männer, die hatten tätowierungen überall. ich meine, eine nummer täte doch reichen? die hatten aber alle grosse bilder eingebrannt, auf händen und füssen und beinen und rücken und bäuchen, man sah aber immer nur einen teil davon, je nachdem wie die kleidung gerade verrutschte. mammi erstickte fast als die eine sehr alte frau mit hängebauch im dirndl endlich den bauch unter das schürzenband geschaufelt hatte, und dann den busen über den unteren rand vom, na ja, bh sagen sie dazu glaube ich. jedenfalls, als das schlabbrichte hängezeugs dann endlich an der vermeintlich richtigen stelle sass, da beugte sich die frau in dem dirndl zu mir hinunter, wollte mich streicheln, fiel aber auf das gesäss und, was soll ich ihnen sagen: das zeug fiel ihr aus dem ausschnitt, mir fast ins gesicht. also: nicht der bh, sondern das was hineingehörte. und das war, ich sag' ihnen: tätowiert! nicht mit einer nummer, sondern mit einem bild von einer rose, und die sah ganz komisch aus, wenn so eine verwelkte blume bei uns in der vase steht wird die weggeworfen. eigentlich sah das alles sehr merkwürdig aus, und roch auch nicht sonderlich gut, und mammi bestellte sich auch sofort eine doppelte birne, flüssig, wegen der nerven, sagte sie, und der kellner grinste und meinte, ja, nerven braucht man da schon, und zwar gute, der schnaps geht auf's haus, meinte er.

für mich wurde stelze eingepackt, die halbe, zum mitnehmen, ich krieg ja zu hause sonst nix. höchstens kaninchenragout, oder gekochten fisch, oder so zeug.


als speziellen bericht an die münchner leser: ich weiss jetzt übrigens, warum der gemeine wiener keine weisswurst mag. der frisst die nämlich so: eine grosse weisswurst auf den teller, scharfen senf und kren dazu, und dann schneidet der wiener die weisswurst in scheiben und frisst sie mit der haut. keine kultur hier, ich sag ihnen. sogar ich als ungarin weiss dass man als mensch die weisswurst zutzelt oder allerhöchstens an der innenseite aufschneidet und dann das brät herausschabt. dazu gehören ein händlmaier-senf (hab ich das jetzt richtig geschrieben?), und eine brezen. und: eine weisswurst kommt nie allein, wo bliebe man sonst als hund, eine so eine haut ist ja viel zu wenig, sogar wenn ordentlich brät dran ist. ts.

jedenfalls: so habe ich das gesehen, leider habe ich noch viel mehr gesehen, aber sehen sie es einer kleinen ungarisch-stämmigen wauwau nach: ich kann das gar nicht alles erzählen. ich geh jetzt meine stelzen-anteile verdauen und hoffe, dass ich keine albträume habe. mammi hat gesagt, was auf dem knochen ist reicht für noch zwei tage. sonst krieg ich nix. aber vielleicht gehen wir morgen nach dem ballspielen auf der hundewiese ins eisgeschäft. ich werde berichten.

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Freitag, 4. Mai 2012
es wird immer schwieriger
frau pixy abzulichten.

sie frühstückt jeden tag ein oder zwei flummis, und dann muss sie leider den rest des tages herumhüpfen.

sogar im schlaf rennt sie noch.

und seit sie in wien ist, ist sie auch verliebt: der timmy hat es ihr angetan, da kann man nix machen. sowie sie den irgendwo sieht, hüpft sie noch ein wenig höher, quietscht vor entzücken und kann sich vor begeisterung nicht mehr einkriegen.

auf der hundewiese muss sie dann eine extrarunde laufen, zur beruhigung, damit sie dabei schneller ist schaltet sie die linke turbopfote ein: wenn sie schnell läuft ist sie ja kwasi tiefergelegt und kann dann den vorderlauf mit dem steifen ellbogen ganz gut verwenden.



dann rennt sie zu timmy und begrüsst ihn überschwenglich, natürlich immer noch hüpfend, dann spielen sie eine runde ringelpiez mit ohne hineinbeissen,



und dann erzählt sie ihm offensichtlich was, mit einem leisen belfern, und er hört ihr, scheint es, tatsächlich zu.



mit dem gustav katz ist sie auch schon befreundet, grössenmässig ist ja nicht viel unterschied.

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Donnerstag, 29. März 2012
marder: der nachtrag 1
natürlich hätte ich die bilder gleich zur geschichte kleben können, aber da fand sich irgendwie das notwendige kabel nicht gleich.

jetzt also, das untier, von frau pixy im gebüsch arretiert:




sie werden zugeben, das ist ein ganz normaler anblick gleich neben einem gehsteig um vier uhr nachmittags. marderchen hat sich offensichtlich gerne ablichten lassen während es an irgendwas herummümmelte (was definitiv gegen eine vergiftung spricht).




und das arme tier, bereit zum abtransport:



und das zweite highlight des montagabend: bärlauchspaghetthi mit flusskrebsschwänzen und grana padano für den hund. das am rand ist balsamico-creme, die mag sie auch gerne. natürlich hat frau pixy ihre portion aus ihrer eigenen schüssel gefressen, nicht dass sie auf falsche gedanken kommen.



unsere tierärzte sind meiner meinung. die frau doktor, die in der pathologie der ages arbeitet, ist meiner meinung. wildtiere auf kinderspielplätzen sind keine option. wildtiere auf hundespielplätzen sind ebenfalls keine option. unmittelbar neben all diesen lokalitäten ist die wiese eines demnächst wieder geöffneten freiluftbades. und die wahrscheinlichkeit, dass der marder irgendwas virales hatte, liegt bei, sagen wir einmal, 90 %.

für eine kostenlose untersuchung ist ein auftrag des amts(tier)arztes notwendig. und jetzt kommt der clou, von wegen: die kosten. die belaufen sich auf € 19.90 plus mwst., in summe also keine € 25.--. damit wir einmal genau wissen wem was wieviel wert ist.

ich geh jetzt den amtsarzt anrufen. stay tuned.

edit: der amtsarzt nimmt das dann doch ernst. und verweist an die zuständige magistratsabteilung.

diese nimmt das noch ernster, weil schon mehr als ungewöhlich. jetzt haben demnächst, könnte ich mir vorstellen, ein paar leute etwas zu erklären.

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Dienstag, 27. März 2012
pixy hood
gestern spazieren wir in der nachmittäglichen sonne, frau pixy meint sie wäre noch gerne ein wenig ballspielen gegangen, sollte mir auch recht sein. wir wandeln also gemütlich neben dem kinderspielplatz richtung hundespielplatz, da fährt frau pixy wie der deibel mit dem kopf durch das begrenzungsgitter richtung pseudo-unterholz der spielplatzbegrünung. springt dann aber schnell zurück, legt die ohren an, und fiept.

ein stück vor ihr sitzt: ein ausgewachsener steinmarder. in ziemlich desperatem zustand. er schaut uns an. wir schauen ihn an. frau pixy geht weiter zurück, der marder kommt ihr nach und ich muss leider frau pixy halb erwürgen, denn der marder kommt auf uns zu und frau pixy hat die ohren wieder aufgestellt und die rückenhaare auch, die lefzen hochgezogen und zeigt die zähne. dabei bewegt sie in vorfreude auf die beute ein wenig den unterkiefer, soll heissen: "ich weiss wie man den tot macht, frauli! ich pass auf! ich bin gar nicht lieb gerade!"

dann kommt ihr das vieh aber auch komisch vor, das torkelt ein wenig und schaut überhaupt nicht gesund aus.

"frauli???" fiept mich frau pixy an.

"husch, weg!" sag ich zum marder, der das nicht verstehen will und näher auf uns zukommt, das kommt uns beiden wiederum noch verdächtiger vor, und die zart gewürgte frau pixy wird hinter mich in sicherheit gedrängt. wir gehen langsam und vorsichtig im retourgang richtung strasse. der marder kommt uns immer weiter nach, frau pixy droht ihm immer wieder, dann sind wir auf dem gehsteig und der marder geht dann doch zwischen einem haus und dem davor liegenden wiesenstreifen an der wand lang statt neben uns auf dem gehsteig.

ich hol also das praktische aus der tasche und ruf - wen eigentlich an? ah ja so, den freund und helfer, weil: "zutraulicher" marder in desperatem zustand um 15.30 auf einem kinderspielplatz mitten in der stadt erscheint doch ein wenig suboptimal. kommt auch gleich ein kind, sieht die "katze" dort hinten und will sie streicheln gehen. türkisch kann ich ja nicht, aber ein kind anbrüllen schon. hat funktioniert, armes kind, aber besser war das.

der polizeinotruf erklärt sich für nicht zuständig, ob ich nicht einen tierarzt anrufen und in der zwischenzeit auf den marder aufpassen könnte. und ob das überhaupt sicher einer sei. vielleicht könnte man auch den tierschutzverein ...

sie, herr polizei, zisch ich in das telefon, ich steh hier mitten auf einem gehsteig, 50 meter neben einer fussgängerzone und 100 meter von einem kinderspielplatz und 200 meter von einem kindergarten und 500 meter von einer hundeauslaufzone entfernt mit einem mordlüsternen hund an der leine, einer tasche und einem telefon in der hand, alle fünf sekunden gehen passanten vorbei, jeder fünfte mit hund, und ich soll was bitte? telefonnummern recherchieren? könnten sie, herr polizei, vielleicht notrufmässig die tierrettung, und so?

äh, wir sollen dort anrufen, meinen sie?

JA! SCHNELL! ich versuch derweil das vieh im auge zu behalten.

der marder in der zwischenzeit geht gesetzten schrittes weiter, an einer offenen geschäftstür vorbei und legt sich dann in das gott sei dank noch nicht beblätterte gesträuch in der rabatte davor damit ich ihn sehen kann. einen meter hinter dem zäunchen (holzlatten, 50 cm hoch, mit zwei dazwischen gespannten drähten) liegt er in der sonne.

nach zehn minuten läutet das praktische. eine frau polizei. für tiere sei die polizei aber gar nicht zuständig. ich erklär noch einmal wovon ich red, und dass ich das vieh jetzt fotografiert hätt' und wenn was passieren tät' unter den umständen dann ...

ah so?

und jetzt suchen sie bitte die nummer von der tierrettung und rufen die an und schicken die her. JETZT, bitte natürlich.

na gut, wenn sie meinen, und ich schick dann vielleicht auch eine funkstreife für in der zwischenzeit, sicherheitshalber.

vielen dank, und bitte wirklich: SCHNELL!

ich steh also auf dem gehsteig in der sonne mit einer nach handgreiflichen erklärungen nur mehr sehr wachsamen frau pixy, und scheuch die leut weg die das katzerl streicheln wollen. oder ihm helfen. oder es mit nach hause nehmen. oder mist in die sträucher werfen. auf interessierte hunde passt frau pixy auf, den marder hat schliesslich sie entdeckt und hierhergescheucht. gleichzeitig hat sie den marder im auge, damit der bleibt wo er ist.

funkstreife fährt vorbei, ich wachel mit der freien hand, keine reaktion.

telefon läutet, die tierrettung, reagiert erstaunlich rasch, wo genau das sei, und ob ich so nett sein könnte und dort bleiben an der adresse, und ob man mich von der strasse aus sehen könne, ja, sag ich, wie schnell er denn hier sein könne: 10 bis 15 minuten, sagt der herr, schätze er.

in der notgedrungenen wartezeit also noch ein paar leute verscheucht, weil die ja immer wo einer steht und schaut sicherheitshalber auch stehenbleiben und schauen, der arme hund, ja, sag ich, die tierrettung kommt gleich, gehen sie weiter, hier gibt's nix umsonst. nicht deutsch verstehende waren leider nur durch "husch, husch" zum weitergehen zu bewegen, der marder zeigte sich trotz leichter koordinationsstörungen sehr interessiert an den passanten und frau pixy scheuchte ihn - aber ganz vorsichtig - durch schnelles hin- und wieder zurückspringen ein stückchen hinter den zaun. dort sass er dann und knabberte an irgendwas herum.

tatsächlich kam die tierrettung nach 12 minuten, mit blaulicht, und wir hatten es auch noch geschafft mit brachialgewalt (auf der strasse stehen und nicht weitergehen) einen formidablen parkplatz direkt vor dem ort des geschehens zu sichern.

ein junger mann stieg aus, schaute sich den marder an, und meinte "oh-oh! das schaut nicht gut aus." wenigstens der war meiner meinung.

mittels eines entsprechenden fangnetzes (der mann muss das jahrelang trainiert haben) wurde der marder dann erst aus den büschen getrieben und dann auf dem gehsteig in blitzesschnelle eingefangen und anschliessend in einen tiertransportkäfig fallen gelassen - das arme vieh blieb erschrocken liegen und pinkelte sich sicherheitshalber gleich einmal ordentlich an - welch ein odeur.

"des oame katzerl, so brutal san de vom tierschutzverein, so a schweinerei."

frau pixy war hoch erfreut über den ausgang der dinge und wedelte zum abschied freundlich, obwohl, das auto roch sehr interessant, sie wäre auch ganz gerne mitgefahren.

derr junge mann von der tierrettung hat sich übrigens sehr nett bedankt für mein richtiges verhalten und mich gelobt, die polizei schien sich ja eher belästigt zu fühlen.

ich hab mich dann - als alles vorbei war - erst einmal ordentlich geschreckt, wie sich das gehört.

frau pixy hat als belohnung für auffindung und sehr ordnungs- und auftragsgemässe bewachung des marders DREI karamelkekse und eine kleine portion bärlauchspaghetti mit flusskrebsschwänzen und parmesan bekommen.

und jetzt ruf ich seit vormittag im tierschutzhaus an und will gerne wissen was denn da nun los gewesen sei, aber: die telefonistin erreicht in der ordination niemanden nicht. und sie selber weiss von nix. ich könnt' ja in ein paar tagen noch einmal nachfragen. tollwut gäbe es seit 1980 in österreich ja sowieso keine mehr.

als diagnose-optionen hab ich anzubieten: tollwut, viruserkrankung, vergiftung, unfall. die beiden letzteren varianten schliesse ich aus. die beiden ersteren beunruhigen mich ausserordentlich.

ob ich mich schon wieder aufregen muss?

edit: der mann im tierschutzhaus eben meinte, der marder sei sehr geschwächt, etwas dehydriert und lebe noch. ob es tollwut sei oder nicht, resp. ob es anzeichen gäbe, oder was es sonst sei, das könne man frühestens in zehn tagen sagen. ich solle doch nichts dramatisieren, nur wegen kinderspielplatz und kindergarten und so. na dann sind wir ja beruhigt. und so. und fragen in zehn tagen wieder nach. oder so.

edit 2: der tierschutzverein rief gerade zurück. der marder wurde gestern euthanasiert, und nicht an die pathologie geschickt. weil, der war schon alt und zeigte nur mehr schnappatmung, und keine anzeichen von irgendwas ansteckendem. vielleicht seien es ja lungenwürmer gewesen, von den schnecken, oder er war so wenig scheu weil er eine handaufzucht war. na dann sind wir ja beruhigt.

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Montag, 12. Dezember 2011
thank god there's jimmy
im wohnzimmer kracht es gerade:



die kleine wauwau hat wieder ein care-paket bekommen.

heute: surstelzenreste.

ich krieg schon zahnweh beim zuhören - aber die kranke hand kann sie super einsetzen. alles nur wegen dem chondroitin.

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Mittwoch, 28. September 2011
besoffene
mag sie nicht.

nicht einmal, wenn sie selber einen klitzekleinen im tee hat.

sagt die kleine wauwau.

nachdem sie heute palacsinta nach art des hauses zum "jimmy" gekostet hat: mit innen marillenmarmelade, und aussen schokosauce und eierlikör. hicks. auch wenn sie nur ein paar goonz kleene bissschen bekommen hat.

jetzt weiss jedenfalls jeder in der gasse wie das ist, wenn sich die kleine wauwau akustisch alteriert: laut ist das, sehr. kriegt man aber nur zu hören, wenn ein betrunkener den schanigarten entern will. auch, wenn sie den schon lange kennt: betrunken geht gaaar nicht.

manche leute wussten noch nicht einmal, dass frau pixy bellen kann.

kaum sind wir zu hause, schnofelt der katz an frau pixys gesicht herum, schüttelt sich und meint: und ich sag dich doch immer, menschenessen ist nix für unsereins. mehr hühnerfleisch für die tiere!

hicks, gut war das aber schon, sagt die kleine wauwau und geht schlafen.

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